Die verborgene Wahrheit
Über die Kreuzigung von Hadhrat Jesusas
Hadhrat Mirza Ghulam Ahmadas
Der Verheißene Messias und Mahdi des Islam
Die verborgene Wahrheit -
Über die Kreuzigung von Hadhrat Jesusas
von Hadhrat Mirza Ghulam Ahmadas
![]()
Das Original erschien unter dem Titel
(Raze Haqeeqat) © Islamic Publications Ltd. In Urdu erstmalig erschienen 1898
Erste deutsche Übersetzung 2015
Aus dem Urdu übersetzt von Safeer-ur Rahman Nasir, Muhammad Bilal Bhatti und Navid Ghuman
©
Genfer Straße 11
D - 60437 Frankfurt am Main
Mehr Informationen unter www.verlagderislam.de
ISBN 978-3-944277-42-4 PRINTED IN GERMANY
Inhaltsverzeichnis | |
Vorwort | 10 |
Titelseite der ersten Ausgabe | 14 |
Übersetzung des Faksimiles | 15 |
Bekanntmachung 19
Brief von Herrn Abdullah aus Kaschmir 40
Lageplan des Grabmals (Urdu-Original) 46
Lageplan des Grabmals 47
Sofortige Erniedrigung 51
Vorwort
![]()
Alle großen Religionen glauben gemäß ihrer Prophezeiungen, dass in der Endzeit ein Reformer oder Messias erscheinen werde, der den katastrophalen Verwerfungen der Menschheit mittels seiner von Gott verliehenen Kraft ein Ende bereiten würde. Er würde die Menschheit zurück zu Gott führen, der Religion, der er angehören würde, zur Dominanz verhelfen, ein Richter über die Wahrheit sein und die Menschheit mit sich versöhnen. Das Christentum erwartet die Widerkunft von Hadhrat Jesusas und auch die Muslime glauben gemäß der in den islamischen Quel- len enthaltenen Prophezeiungen, dass Hadhrat Jesusas, Sohn der Maria, ebenjener Messias sei, der den endzeitlichen Kampf ge- gen das Böse aufnehmen und die Muslime zum Sieg verhelfen würde.
Eine große, in der Geschichte der Religionen nicht unbekannte Kontroverse entwickelte sich innerhalb des Islam hinsichtlich der Frage, ob der leibhaftige Hadhrat Jesusas wiederkehren würde, oder ob seine Wiederkunft in symbolischer Form stattfände, dass eine andere Person als Wiederkunft von Hadhrat Jesusas in Er- scheinung träte, die alleine deswegen in den Prophezeiungen als
„Jesus“ angekündigt wurde, weil sie in der symbolischen Ord- nung des Islam die gleiche Funktion innehat wie der historische Hadhrat Jesus von Nazarethas für seine Religion, das Judentum, innehatte. Orthodoxe Muslime bestehen auf die erstere Lesart, sie glauben, dass der leibhaftige Hadhrat Jesusas wiederkehren würde, und untermauern diese Lesart der islamischen Quellen auch, indem sie auf seinen scheinbar außergewöhnlichen Tod, seinen Kreuzestod samt Aufstieg in das Himmelsreich, rekurrie- ren.
Vorwort
![]()
Wenn indes die zweitere Lesart der Wiederkunft von Hadhrat Jesusas, die Vorstellung, dass eine andere Person als Wiederkunft des Messias in Erscheinung treten wird, die korrekte ist; eine Lesart, die in der Tradition der monotheistischen Religionen insofern ihre Berechtigung hat, als sie strukturell genauso auch im Judentum hinsichtlich der Wiederkunft von Johannes dem Täuferas, dessen zweite Erscheinung in symbolischer Form durch Eliasas eintrat, zu verzeichnen ist; wenn nun die Auffassung, dass Hadhrat Jesusas nicht leibhaftig als Wiederkunft des Messias auf der Erde in Erscheinung treten wird, die historisch wahre ist, dann müssten vor allem die Mythen um die Auferstehung von Hadhrat Jesusas, sein außergewöhnlicher und wundersamer Tod, der auf gewisse Weise der Auffassung, dass Jesusas leibhaftig als endzeitlicher Messias, als Retter der Menschheit wiederkom- men würde, die Legitimation verleiht, demystifiziert werden. Dies müsste vor allem von jener Figur bewerkstelligt werden, die selbst den Anspruch erhebt, der Messias der Endzeit und die symbolische Wiederkunft von Hadhrat Jesusas zu sein.
Genau dies leistete Hadhrat Mirza Ghulam Ahmadas, der Messi-
as der Endzeit, der von Gott als Prophet dieser Zeit mit der Auf- gabe beauftragt wurde, den Islam zu reformieren und mittels ihrer wieder zum Vorschein kommenden reinen und vollkom- menen Lehre die Menschheit wieder zu ihrem Schöpfer zurück zu führen. In mehreren Analysen hat er aufgezeigt, dass Jesusas, der Messias der Juden und Prophet Gottes, nicht am Kreuz ge- storben ist, vielmehr überlebte er die Kreuzigung und wander- te nach Kaschmir aus, um gemäß seinem göttlichen Auftrag die
Vorwort
![]()
verlorenen Schafe Isreals in die Reformation der jüdischen Lehre zu unterweisen.
In diesem kurzen Essay sind einige Argumente für diese Auf- fassung zusammengetragen. Sie stellen nur einen kleinen Aus- schnitt der reichhaltigen Auseinandersetzung des Verheißenen Messiasas mit diesem Thema dar. In anderen, umfassenderen, und auch bereits im VERLAG DER ISLAM veröffentlichten Abhandlungen, wie zum Beispiel „Jesus in Indien“ (Frankfurt am Main, 2005), wurden die in diesem Essay angerissenen Ar- gumente systematisch ausgearbeitet. Das Geschehen um den vermeintlichen Kreuzestod und die Auferstehung des Messias der Juden stellt eines der größten Mythen der Menschheitsge- schichte dar, dieser Essay trägt ein wenig zur Aufklärung dieser Erzählung bei.
Die Übersetzung dieser Rede wurde von Safeer-ur Rahman Nasir, Muhammad Bilal Bhatti und Navid Ghuman erbracht. Nabeel Ahmad Shad und Hasanat Ahmad haben diese überprüft. Lekto- rat, Satz und Layout hat Tariq Hübsch bewerkstelligt. Die arabi- schen Grafiken hat Kashif Mahmood erstellt und der Umschlag wurde von Qamar Mahmood gestaltet. Möge Allah sie alle für ihre Arbeit segnen.
Ameen.
Mubarak Ahmad Tanveer Publikationsabteilung Ahmadiyya Muslim Jamaat
Frankfurt am Main, 2015
Titelseite der ersten Ausgabe
![]()

Übersetzung des Faksimiles
![]()
O Gott, O Quelle des Lichtes der Rechtleitung Öffne durch Deinen Segen die Augen dieser Gemeinschaft
Befolger der Zweifel, richte deinen Blick auf dieses Geheimnis Sodass du dich von diesem Zweifel befreien kannst
Alle Lobpreisung und Huld gebührt Allah, dass dieses Büchlein, das den Namen
trägt, die wirkliche und wahre Biografie von Hadhrat Jesusas darlegt, und indem es die Anweisungen über unsere Mubahila enthält über ihre tatsächliche Bewandtnis aufklärt.
Veröffentlicht in der Presse Dhiaul-Islam, in der Ortschaft Qadian, durch den Eigentümer Hakim Fazlu-Din Sahib Bherwi.
30. November 1898
Die verborgene Wahrheit
![]()
Jedes Mal fand in den Ferientagen im Dezember die Jalsa statt. In diesem Dezember jedoch sind die Angehörigen dieses Haus- haltes, die meisten Helferinnen und Helfer und ich an den der- zeitigen Wetter bedingten Krankheiten erkrankt, weswegen es schwer sein würde, sich um unsere Gäste zu kümmern. Da- rüber hinaus gibt es weitere Hindernisse, deren Darstellung zu viel Zeit in Anspruch nehmen würde. Daher wird hier- mit bekannt gegeben, dass dieses Mal keine Jalsa stattfinden wird. Alle unsere Freunde mögen dies zur Kenntnis nehmen.
Wassalam,
Der Kundgeber,
Mirza Ghulam Ahmad
Die verborgene Wahrheit
![]()
![]()
1
![]()
2
![]()
3
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
4 ![]()
Ich veröffentliche diese Flugschrift insbesondere für die Mitglie- der meiner Jamaat, so dass diese das Ergebnis dieser Flugschrift abwarten mögen, welche seinen Ursprung am 21. November 1898 im Gebetsduell zwischen mir und Mohammed Hussein Ba- talwi sowie zwei seiner Gefährten hatte und in der Ishaatusunna5 veröffentlicht wurde. Die Frist dieses Duells endet am 15. Januar 1900.
Ich möchte meine Jamaat mit einigen Worten darin unterweisen,
![]()
1 „Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen.“ (Anm. d. Ü.)
2 „Wir preisen Ihn und er ehen Seine Segnungen auf Seinen edlen Propheten.“ (Anm. d. Ü.)
3 „Wahrlich, Allah ist mit denen, die rechtschaffen sind und die Gutes tun.“ (Sura Al-Nahl, 16:129; Anm. d. Ü.)
4 „Nimmer kann ein Herz zufrieden sein mit der Welt oder ihren Gütern, das sich des Weltlichen wegen vom Glauben losgesagt hat.“ (Anm. d. Ü.)
5 Eine Zeitung, deren Gründer und Herausgeber Mohammed Hussein Batalwi war. (Anm. d. Ü.)
Die verborgene Wahrheit
![]()
auf dem Weg der Gottesfurcht zu wandeln, auf das Gerede an- derer nicht ebensolches Gerede zu erwidern und auf Beschimp- fungen nicht mit Beschimpfungen zu reagieren. Sie werden, wie derzeit auch, sehr viel Spott und Gelächter erdulden müssen. Sie sollten indes Ruhe bewahren und mit Gottesfurcht und Recht- schaffenheit ihr Augenmerk auf die Entscheidung Gottes rich- ten. Wenn sie möchten, dass ihnen in den Augen Gottes Unter- stützung zukommen soll, dann dürfen sie sich von Gottesfurcht, Geduld und Selbstverbesserung nicht lossagen. Das Gericht6, bei dem die Akte dieses Verfahrens eingereicht wurde, ist we- der parteiisch noch heißt es Wege Respektlosigkeit willkommen. Obwohl der Mensch nicht das Gericht betreten hat, so wird er dennoch für seine Sünden zur Verantwortung gezogen werden. Indes wird die Strafe für eine Person noch härter sein, die auf beleidigende Weise vor Gericht ein Verbrechen begeht.
Daher ermahne ich euch, euch vor der Verspottung des göttli- chen Gerichts zu fürchten; und seid gütig und mildherzig, be- wahrt Geduld und seid gottesfürchtig. Und erbittet von eurem Gott, dass Er zwischen euch und eurem Volk ein Urteil fällt. Es ist besser für euch, dass ihr Sheikh Muhammad Hussain und sei- nen Gefährten nicht begegnet, denn gelegentlich können aus ei- ner Begegnung Auseinandersetzungen und Unruhen entstehen. Und es ist besser für euch, während dieser Zeit nicht in Debatten und Diskussionen zu geraten, denn diese enden bisweilen in Be- leidigungen. Es ist von großer Wichtigkeit, dass ihr in guten Ta- ten, Ehrlichkeit und Gottesfurcht voranschreitet, denn jene, die gottesfürchtig sind, lässt Gott niemals verloren gehen. Seht, auf
![]()
6 Gemeint ist das göttliche Gericht. (Anm. d. Ü.)
Die verborgene Wahrheit
![]()
welche Art der Prophet Hadhrat Mosesas, der zu seiner Zeit der mildherzigste und gottesfürchtigste Mensch war, allein durch die Segnungen der Gottesfurcht über den Pharao triumphierte. Obwohl der Pharao ihn zu töten beabsichtigte, wurde er mitsamt seines Heeres vor den Augen von Hadhrat Mosesas von Gott ver- nichtet.
Sogar zur Zeit von Hadhrat Jesusas beabsichtigten die unglück- seligen Juden nicht nur, Hadhrat Jesusas zu töten, vielmehr woll- ten sie durch seine Kreuzigung auch noch seine reine Seele mit dem Fluch beflecken; denn in der Thora steht, dass jemand, der am Kreuz gestorben ist, ein Verfluchter sei, ein unreines und be- flecktes Herz habe, sich von Gott entfernt habe, von Gottes Haus verbannt werde und Satan gleiche. Deswegen ist auch „La‘in“7 ein Name Satans. Der gegen Hadhrat Jesusas geschmiedete Plan war höchst niederträchtig, denn die Absicht bestand darin, dass das ungebildete Volk zur Schlussfolgerung gelange, dass diese Person kein reines Herz habe, kein wahrer Prophet und kein Ge- liebter Gottes sei, sondern, Gott bewahre, ein Verfluchter, dessen Herz nicht rein sei; und dass, wie es die Verfluchung mit sich bringt, sein ganzes Wesen sich von Gott entfernt habe und Gott ihm abgeneigt sei. Gott jedoch, Der Der Sich Selbst Erhaltende und zu allem Fähige ist, ließ die Juden mit ihrer schlechten Ab- sicht scheitern und errettete nicht nur seinen reinen Propheten vor dem Kreuzestod, sondern hielt ihn sogar 120 Jahre8 am Le-
![]()
7 Ver uchter (Anm. d. Ü.):
8 Aus authentischen Ahadith ist belegt, dass Hadhrat Jesusas 120 Jahre alt wurde. Allerdings sind sich alle Juden und Christen einig, dass seine Kreuzigung stattfand, als er 33 Jahre alt war. Hieraus geht hervor, dass Hadhrat Jesusas mit der Gnade Gottes die Kreuzigung überlebte und sein restliches Leben auf
Die verborgene Wahrheit
![]()
![]()
Reisen verbrachte. Aus den authentischen Ahadith entnehmen wir auch die Beweise dafür, dass Hadhrat Jesusas ein reisender Prophet war. Wenn er doch durch die Kreuzigung lebendig zum Himmel emporgehoben wurde, wann unternahm er dann die Reisen? Wobei auch die Lexikographen der Meinung
sind, dass das Wort „Masih“ [Messias] von –
– „Masah“ abgeleitet wird und
„Masah“ Reisen bedeutet. Abgesehen davon ist die Auffassung, dass Gott Hadhrat Jesusas emporhob, um ihn vor den Juden zu beschützen und ihn in den zweiten Himmel brachte, widersinnig. Denn durch diese Tat Gottes hätten die Juden keinen vollkommenen Beweis und kein Argument erfahren. Weder sahen ihn die Juden gen Himmel steigen noch haben sie ihn seit jeher von dort herabsteigen sehen. Wie können sie dann dieser bedeutungslosen und unbelegten Geschichte Glauben schenken? Zudem sollte bedacht werden, dass Gott seinen Heiligen Propheten Muhammadsaw vor den Angriffen der Quraish, die im Vergleich zu den Juden mutiger, kriegerischer und aggressiver waren, in der Höhle Schutz bot, die sich noch nicht einmal drei Meilen von Mekka entfernt befand. Hatte Gott denn, Gott bewahre, Furcht vor den feigen Juden, dass Er, anstatt Hadhrat Jesusas in den zweiten Himmel emporzuheben, in Seinem Herzen die Bedrängnis empfand, dass die Juden ihn fassen würden.
Diese Geschichte ist nichts anderes als ein Märchen, das dem Heligen Qur‘an widerspricht und mit außergewöhnlichen Argumenten widerlegt werden kann. Wie ich bereits erwähnt habe, ist Jesu‘ Heilsalbe eine wissenschaftliche Quelle und ein äußerst bedeutsamer Weg, um die Wahrheit über die Kreuzigung zu erkennen. Und der Grund dafür, dass ich ausführliches Wissen über dieses Ereignis besitze, liegt darin, dass ich aus einer Familie von Medizinern stamme und mein Vater, Mirza Ghulam Murtaza Sahib, der bereits verstorben ist, ein angesehenes Oberhaupt dieser Region war und ein erfahrener Arzt gewesen ist, der ungefähr sechzig Jahre seines Lebens diesem Beruf widmete und eine große Sammlung an medizinischen Büchern hatte. Ich selbst habe medizinische Bücher gelesen und nahm sie mir oft zur Hand. Daher spreche ich aus eigener Erfahrung, dass in mehr als Tausend Büchern Jesu‘ Heilsalbe Erwähnung ndet und in ihnen auch geschrieben steht, dass diese für Hadhrat Jesusas angefertigt wurde. Unter den Büchern gibt es auch einige von Juden, einige von Christen und auch von Feueranbetern. Insofern belegt eine wissenschaftliche Untersu- chung, dass Hadhrat Jesusas seine Kreuzigung überlebte. Wenn in den Evangeli- en etwas geschrieben wurde, dass dieser Tatsache entgegensteht, dann enthält diese Aussage nicht einmal einen Funken Wahrheit. Denn erstens waren sie bei der Kreuzigung nicht anwesend und wurden ihrem Propheten untreu und
Die verborgene Wahrheit
![]()
![]()
ließen ihn alleine zurück, und zweitens be nden sich in den Evangelien viele Widersprüche, soweit sogar, dass im Barnabas-Evangelium die Kreuzigung von Hadhrat Jesusas geleugnet wird. Drittens, dass eben in diesen Evangelien, die als vertrauenswürdig erachtet werden, geschrieben steht, dass Hadhrat Jesusas nach seiner Kreuzigung seine Anhänger traf und ihnen seine Wunden zeigte. Aus dieser Aussage erfährt man, dass er zu diesem Zeitpunkt verwundet war, weshalb die Heilsalbe angefertigt werden musste. Folglich geht man davon aus, dass die Heilsalbe gerade aus diesem Anlass angefertigt wurde. Weiterhin wird durch die Evangelien bewiesen, dass Hadhrat Jesusas sich vierzig Tage in dieser Umgebung versteckte und zu seiner Reise aufbrach, nachdem er durch die Heil- salbe vollkommen genesen war. Bedauerlich, dass ein Arzt aus Rawalpindi eine Anzeige veröffentlichte, in der er das Vorhandensein der Inhaltsstoffe der Heilsalbe Jesu‘ in den Büchern verschiedener Völker ablehnte. Jedoch scheint es so, als wäre er besorgt davor, dass hierdurch das Prinzip des Sühneopfers bedeutungslos werde, nachdem er von dem Ereignis hörte, dass Hadhrat Jesusas nicht am Kreuz starb, sondern in verwundetem Zustand überlebte. Aber es ist beschämend, dass das Vorhandensein der Bücher, in denen das Rezept der Heilsalbe vorzu nden ist, abgelehnt wird. Falls er die Wahrheit erfahren möchte, möge er zu uns kommen und die Bücher studieren. Nicht nur stellt für die Christen die wissenschaftliche Erkenntnis der Heilsalbe, durch die ihre Lehren widerlegt werden und ihre Auffassung von der Sühne und Dreifaltigkeit zugrundegehen, ein Grund zur Sorge dar, vielmehr noch haben sich aus dieser Tatsache insofern weitere Erkenntnisse ergeben, als aus diesen Forschungen hervorgeht, dass Hadhrat Jesusas auf jeden Fall, nachdem er sich von der Kreuzigung erholt hatte, seine Reise nach Indien antrat und durch Nepal reisend in Tibet und anschließend in Kaschmir ankam, wo er eine lange Zeit verbrachte. Er verkündete denjenigen der Kinder Israels, die sich während der Spaltung Babylons an diesem Ort niederließen, seine Botschaft und verstarb im Alter von 120 Jahren in Srinagar. Er wurde im Stadtteil Khanyar beerdigt und gelangte fälschlicherweise unter dem Namen Prophet Yuz Asif zu Bekanntheit. (1.1 - siehe Anmerkungen zur Fußnote im Anschluss an dieses Kapitel) Dieses Ereignis wird auch von den in Tibet entdeckten Evangelien unterstützt. Dieses Evangelium konnte nur durch starke Bemühungen in London wieder erlangt werden. Ein Freund von mir, der Händler Sheikh Rahmatullah, blieb für ca. drei Monate in London und suchte nach diesem Evangelium. Letztendlich fand er es an einem Ort. Dieses Evangelium ist gewissermaßen ein Teil einer alten Schrift der buddhistischen Religion. Buddhistische Bücher belegen, dass Hadhrat
Die verborgene Wahrheit
![]()
![]()
Jesusas nach Indien reiste und für eine bestimmte Zeit die Völker unterwies. Der Grund, der in den buddhistischen Büchern für seine Reisen in diese Länder genannt wird, ist nicht der, über den gemeinhin berichtet wird. Es heißt nämlich, dass er die Lehre von Buddha als nutzenbringend für sich ansah. So etwas zu behaupten, ist eine Boshaftigkeit. Vielmehr entspricht es der Wahrheit, dass er es nicht für vernünftig hielt, noch weiter in seinem Land zu leben, nachdem ihn Gott vor der Kreuzigung errettete. So wie zu Zeiten der extremen Gewalt der Quraish, als sie den Propheten Muhammadsaw umzubringen beabsichtigten, er aus seinem Land auswanderte, genauso wanderte Hadhrat Jesusas aufgrund der argen Gewalt der Juden, als sie ihn zu töten versuchten, aus. Da die Kinder Israels aufgrund des von Nebukadnezar herbeigeführten Ereignisses nach Indien, Kaschmir, Tibet und China gingen, dachte auch Hadhrat Jesusas, dass es wichtig sei, in diese Länder auszuwandern. Aus der Chroniken erfahren wir auch, dass einige Juden, aufgrund ihrer alten Gewohn- heit auch in den Buddhismus übertraten, nachdem sie in dieses Land gekom- men waren. Dies ist in einem Artikel, der in der Civil Military Gazette vom 23. November 1898 veröffentlicht ist, von einem englischen Historiker zum Ausdruck gebracht worden. Weiter ist er auch überzeugt davon, dass einige Gruppen von Juden in dieses Land kamen und sich hier niederließen und eben in diesem Artikel steht geschrieben, dass „sogar Afghanen von den Kindern Israels abstammen“. Folglich war es von großer Wichtigkeit, dass Hadhrat Jesusas in dieses Land reiste und damit beschäftigt war, die buddhistische Religi- on zu widerlegen, da einige der Kinder Israels den Buddhismus angenommen hatten und um die Führenden dieser Religion zu treffen. Genauso ist es dann auch passiert. Dies ist der Grund dafür, dass die Biogra e von Hadhrat Jesusas in den buddhistischen Quellen niedergeschrieben wurde. Es scheint, dass der Buddhismus zu dieser Zeit in dem Lande sehr viel Ein uss hatte, der Hinduis- mus erloschen war, und der Buddhismus ihn auch leugnete. (1.2) Bei der Betrachtung all dieser einzelnen Tatsachen lässt sich schlussfolgern, dass Hadhrat Jesusas gewiss in dieses Land kam. Es ist sicher und unwiderlegbar, dass in buddhistischen Büchern seine Ankunft in diesem Land geschrieben steht. Die Grabesstätte von Hadhrat Jesusas in Kaschmir, von der gesagt wird, dass sie seit ungefähr 1900 Jahren besteht, ist ein weiterer außergewöhnlicher Beweis dafür. Anscheinend sind dem Grabmal einige Grabbeigaben beigelegt, die nun verborgen liegen. Für weitere wissenschaftliche Untersuchungen dieser Tatsachen wird von unserer Gemeinde ein Gremium erstellt, dessen Leiter mein Bruder Maulvi Hakim Haji Harmain Nuuruddin (möge Gott ihn beschützen)
Die verborgene Wahrheit
![]()
![]()
ist. Dieses Gremium wird im Zuge seiner Nachforschung in viele Länder reisen und die Absicht dieser motivierten Mitglieder wird auch sein, Bücher, die auf Pali geschrieben sind, zu studieren, weil auch zum Vorschein gekommen ist, dass Hadhrat Jesusas in diese Umgebung kam, um die verlorenen Schafe zu suchen. Wie dem auch sei, es ist die P icht dieses Gremiums, nach Kaschmir und weiter nach Tibet zu gehen, um in den heiligen Büchern der Buddhisten nachzuforschen. Unser Bruder Sheikh Rahmatullah Sahib, der ein Geschäfts- mann in Lahore ist, hat sich dazu bereit erklärt, für alle anfallenden Kosten aufzukommen. Wenn diese Reise jedoch, so wie es angenommen wird, bis nach Benares, Nepal, Madras, Swat, Kaschmir und Tibet etc. reicht, also überall dorthin, wo etwas über den Aufenthalt von Hadhrat Jesusas zu erfahren ist, so ist zweifelsohne anzunehmen, dass diese mit hohen Ausgaben verbunden sind; und ich hoffe, dass Gott dies in jedem Fall mit Erfolg krönen wird.
Jeder gebildete Mensch wird einsehen, dass durch diesen Beweis das Christen- tum in seinen Grundmauern erschüttert wird und das Vorhaben von 1900 Jahren zugrunde geht.
Dadurch steht nun fest, dass die Ankunft von Hadhrat Jesusas in den Ländern Indien und Kaschmir eine unwiderlegbare Tatsache ist. Darüber sind solch starke Beweise zum Vorschein gekommen, die durch kein Vorhaben der Feinde ver- schwiegen werden können. Es scheint, dass diese sinnlosen und falschen Auffas- sungen nur bis zu dieser Zeit Gültigkeit fanden.
Die Worte aus dem Hadith unseres Heiligen Propheten Muhammadsaw, dass der erscheinende Messias das Kreuz brechen und mit himmlischen Waffen den Dajjal (Antichrist; Anm. d. Ü.) töten wird, werden erst jetzt offenbar, da zur Zeit dieses Messias der Gott der Himmel und Erde solche Vorkommnisse und Ereignisse hervorbringen wird, durch die der Glaube an die Kreuzigung, die Dreifaltigkeit und das Sühneopfer zerfallen wird. Die himmlische Herab- kunft des Messias ist auf diese Weise zu verstehen, dass zu dieser Zeit durch den Willen Gottes, Der der Gott der Himmel ist, offensichtliche Zeugnisse in Erscheinung treten werden. So ist es nun passiert. Wer hatte Kenntnis darüber, dass sich das Vorhandensein des Rezepts der Heilsalbe Jesu‘ in zahlreichen medizinischen Büchern zeigen würde. Wer wusste, dass man in alten buddhis- tischen Büchern den Beweis nden würde, dass Hadhrat Jesusas, enttäuscht von den Juden in Syrien, nach Indien, Kaschmir und Tibet gegangen war. (1.3) Wer wusste, dass sich das Grabmal von Hadhrat Jesusas in Kaschmir be ndet. Lag es denn in der Kraft eines Menschen, eigenständig etwas Derartiges zu erschaffen? All diese Tatsachen verdrängen das Christentum nun derart, wie
Die verborgene Wahrheit
![]()
ben und ließ all seine jüdischen Feinde vor ihm zugrundegehen.
![]()
der Tag die Nacht verdrängt. Durch die Bewahrheitung dieser Tatsache erleidet das Christentum einen Zusammenbruch gleichsam dem Zusammenbruch einer Hausdecke, die nur durch einen Tragbalken gestützt wird. Bricht der Balken, fällt die Decke. Genauso wird aufgrund der Bewahrheitung dieser Tatsache das Christentum zugrundegehen. Gott tut, was in Seinem Willen ist. Eben durch diese Glorie wurde Er erkannt. Seht, wie vorzüglich die Wahrheit dieses Verses sich kenntlich zeigt:
![]()
„Weder erschlugen sie ihn, noch ließen sie ihn den Kreuzestod erleiden, sondern er erschien ihnen nur gleich einem (Gekreuzigten).“ (An-Nisa, 4:158; Anm. d. Ü.)
dass also das Töten und der Kreuztod erlogen sind. Die Wahrheit ist, dass sich diese Menschen geirrt haben und der Messias gemäß dem Versprechen Gottes die Kreuzigung überlebte und davonging. Und wenn die Evangelien genau studiert werden, so wird dies auch von eben diesen bezeugt. Konnte denn des Messias‘ schmerzerfüllte, in der Nacht dargebrachte Gebet abgelehnt werden? Hatte denn die Aussage des Messiasas, dass er nur drei Tage wie Jonas im Grab verbringen würde, bedeutet, dass er als toter Mensch (für drei Tage) im Grab liegen würde?
War denn Jonas im Bauch des Wals für drei Tage verstorben? Wird aus dem Traum von Pilatus‘ Frau etwa nicht offenbar, dass es Gottes Wille war, den Messias vor dem Kreuztod zu erretten? Ebenso der Beginn der Kreuzigung an einem Freitag oder das Hinabnehmen vom Kreuz noch vor Anbruch der Dunkelheit, oder dass entgegen der althergebrachten Tradition innerhalb dreier Tage das Kreuz verlassen wurde, oder die Verschonung davor, dass die
Knochen gebrochen wurden, oder dass Blut herausge ossen ist – sind dies denn nicht allesamt Tatsachen, die mit Nachdruck bezeugen, dass all diese Vorkomm- nisse in Erscheinung traten, um das Leben des Messiasas zu retten? Und gleich nach seinem Gebet kam diese segensreiche Unterstützung zum Vorschein. Wie konnten denn die in der ganzen Nacht dargebrachten Gebete eines Erhörten nicht erfüllt werden? Außerdem ist das Treffen mit den Jüngern nach dem Überleben der Kreuzigung und das Vorzeigen seiner Wunden ein unerschütter- licher Beweis dafür, dass er nicht am Kreuz starb. Wenn dies nicht der Wahrheit entspricht, dann ruft ihn, dass er euch treffe, so wie er die Jünger traf. Folglich
Die verborgene Wahrheit
![]()
Zweifellos, Gott ließ entsprechend seiner Tradition keinen wil- lensstarken Propheten vergehen, der aufgrund des Spotts des Volkes auswandern musste.
Auch Hahrat Jesusas wanderte drei Jahre nach der Verkündung der Lehre und nachdem er die Kreuzigung überlebte, nach In- dien aus und überbrachte die Nachricht Gottes an die in Indien, Kaschmir und Tibet lebenden Juden, die dort nach der Trennung Babylons lebten. Schließlich verstarb er mit voller Hochachtung
![]()
ist in jeder Hinsicht bewiesen, dass Hadhrat Jesusas vom Kreuz errettet wurde und er hierher nach Indien reiste, weil zehn Stämme der Israeliten in diese Län- der kamen, sie schließlich zu Muslimen wurden und gemäß dem Versprechen der Thora einige von ihnen auch zu Königen. Das ist insofern ein Beweis für die Wahrhaftigkeit unseres Heiligen Propheten Muhammadsaw, als in der Thora das Versprechen steht, dass, indem die Kinder Israels sich dem vorausgesagten Propheten anschließen werden, sie Macht und Herrschaft erhalten würden. Die Kreuzigung des Sohnes der Maria ist eine Grundlage, auf der die Lehren des Sühneopfer und der Dreifaltigkeit etc. aufgebaut waren. Das ist der Glaube, der
in den Herzen von vierhundert Millionen Christen gesät wurde. Wird dieser wi- derlegt, bleibt vom christlichen Glauben nichts mehr übrig. Wenn sich innerhalb der Christen eine derartige Gruppierung be ndet, die eine Leidenschaft in der Erforschung religiöser Fragen in sich trägt, dann ist es möglich, dass sie, nach- dem sie Kenntnis von diesen Beweisen erhalten, sich sehr bald vom Christen- tum abwenden; und wenn das Feuer dieser Nachforschung in allen Herzen Eu- ropas auf ammt, dann ist es möglich, dass das Volk von vierhundert Millionen, das in 1900 Jahren entstand, innerhalb von neunzehn Monaten, geleitet durch eine unsichtbare Hand, muslimisch wird. Wenn die Lehre widerlegt wird, dass Hadhrat Jesusas am Kreuz starb, und stattdessen gezeigt wird, dass er in andere Länder reiste, dann werden plötzlich die christlichen Überzeugungen aus den Herzen verdrängt und ein großer Wandel ndet im Christentum statt.
O Freunde! Lasset nun ab vom Christentum, denn Gott hat die Wahrheit offen- gelegt. Kommt in das Licht des Islam, so dass ihr Erlösung ndet; und Gott der Allwissende weiß, dass dieser Rat in guter Absicht und nach vollkommener Nachforschung erteilt wurde.
Die verborgene Wahrheit
![]()
im paradiesischen Kaschmir und wurde in Srinagar, Khanyaar begraben. Die Kunde seines Grabmals ist weithin verbreitet.
![]()
9
Genauso bescherte Gott unserem geliebten Meister, dem Hei- ligen Propheten des letzten Zeitalterssaw, der der Größte der Gottesfürchtigen war, auf mannigfache Art Erfolg und Unter- stützung, wobei auch er anfangs, so wie Hadhrat Mosesas und Hadhrat Jesusas, die Bürde der Auswanderung auf sich nahm. Doch eben diese Auswanderung trug letztlich den Sieg und die Unterstützung in sich.
Also, o Freunde, seid gewiss, dass jemand, der gottesfürchtig ist, niemals zugrunde geht! Wenn sich zwei Parteien anfeinden und in ihrer Feindseligkeit maßlos werden, dann wird derjenigen Partei, die in den Augen Gottes gottesfürchtiger und frommer ist, himmlische Unterstützung zuteil, so dass durch himmlische Entscheidungen religiöse Konflikte gelöst werden.
Seht, in welchem Zustand der Schwäche unser Heiliger Prophet Muhammadsaw in Mekka erschien und welche höchste Stellun- gen Ungläubige wie Abu Jahal innehatten und hunderttausende von Menschen zu seinen Erzfeinden wurden. Was war es dann, das letztendlich unserem Prophetensaw Triumph und Sieg zuteil werden ließ? So seid euch sicher, dass dies nur seine Aufrichtig- keit, Wahrhaftigkeit, sein reiner Charakter und seine Ehrlichkeit waren. Also, Brüder! Schreitet hierin voran und tretet eifrig in
![]()
9 „Er wird besucht werden und man wird Segnungen davon erhalten.“ (Anm. d. Ü.)
Die verborgene Wahrheit
![]()
dieses Haus ein. Dann werdet ihr sehr bald sehen, dass Gott euch helfen wird, jener Gott, welcher vor dem Auge verborgen ist, je- doch heller als jegliche Dinge leuchtet, vor Dessen Glorie selbst die Engel Ehrfurcht haben. Er verabscheut Prahlerei und List und ist barmherzig dem gegenüber, der Ihn fürchtet. So fürchtet Ihn und sprecht mit Bedacht, denn ihr seid Seine Jamaat, die Er auserwählt hat, um ein Beispiel an Tugendhaftigkeit aufzuzei- gen. So wird ersichtlich, dass derjenige, der üble Taten nicht auf- gibt, und dessen Herz nicht Lüge und unreine Gedanken meidet, von dieser Jamaat ausgeschlossen wird. O ihr Menschen Gottes, reinigt eure Herzen und reinigt euer Inneres. Mit Heuchelei und Doppelmoral könnt ihr zwar jeden für euch gewinnen, doch den Zorn Gottes werdet ihr dabei auf euch laden. Seid gnädig zu euch selbst und rettet eure Nachkommen vor dem Untergang. Es ist keineswegs möglich, dass Ihr Gott zufrieden stellen könnt, so- lange ihr jemand anderen Ihm vorzieht. Gebt euch Seinem Wege hin, verliert euer Selbst in Ihm und werdet vollkommen Seins, wenn ihr Ihn schon in diesem Leben erfahren möchtet.
Was sind Wunder? Und wann geschehen Wunder? So versteht
und merkt euch, dass eine Veränderung des Herzens eine Verän- derung im Himmel voraussetzt. Das Feuer, das voller Aufrichtig- keit lodert, zeigt Himmlisches als Wunder. Obwohl alle Gläubi- gen im Allgemeinen in jeder Sache einig sind, soweit sogar, dass jeder auch gewöhnliche Träume und einige von ihnen auch Of- fenbarungen erhalten, so tragen Wunder jedoch die Glorie und den Glanz Gottes in sich und zeigen dadurch Gott selbst. Sie stel- len eine besondere Unterstützung Gottes dar, die zum Erhöhen der Ränge derjenigen aufgezeigt wird, die eine Opferbereitschaft
Die verborgene Wahrheit
![]()
für Gott in sich tragen, während sie in der Welt gedemütigt wer- den. Sie werden beleidigt und als Lügner, Betrüger, Verbrecher, Verfluchte, Dajjale10, Räuber und Heuchler bezeichnet und es wird versucht, sie zu zerstören. Sie indes versuchen, es bis zu einem gewissen Grad zu erdulden und halten sich zurück.
Dann verlangt die Ehre Gottes, dass Er ein Zeichen ihrer Unter- stützung aufzeigt. Augenblicklich werden ihre Herzen bedrückt und ihr Herz leidet. Dann werfen sie sich inbrünstig vor Gott nieder und ihre schmerzerfüllten Gebete rufen im Himmel einen gewaltigen Aufruhr hervor. So wie nach langer Hitze einzelne kleine Wolken sich zusammentun, sich aufeinander häufen und aus der entstandenen Wolke plötzlich Regen ausbricht, ebenso ziehen durch das schmerzerfüllte Flehen der Aufrichtigen, wel- ches zur richtigen Zeit erfolgt, Wolken der Gnade zusammen und ergießen sich schließlich in Form eines Zeichens auf die Erde.
So ist davon auszugehen, dass dann, wenn das einem wahrhafti- gen Manne Gottes widerfahrende Unrecht maßlos wird, nun ein Zeichen bevorsteht.
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
11
![]()
![]()
10 Mit dem „Dajjal“ ist jene eschatologische Figur gemeint, die in der Endzeit dem Messias entgegentritt. Sie ist vergleichbar mit dem biblischen Antichris- ten. Wörtlich bedeutet „Dajjal“ der „große Lügner“ oder „Täuscher“, worunter neben falschen „Messiassen“ auch falsche, täuschende Ideologien gemeint sein können, die in der Endzeit dominieren und die der durch den Verheißenen Messiasas und Reformers der Endzeit von Gott überbrachten Lehre und Wahr- heit gegenüberstehen. (Anm. d. Ü.)
11 „Jede Drangsal, die sich der Wahrheit in den Weg stellt, bringt mannigfache
Die verborgene Wahrheit
![]()
Bedauerlicherweise muss ich an dieser Stelle auch schreiben, dass unsere Feinde nicht von Ungerechtigkeit, Lügen und Fehl- verhalten ablassen. Sie wagen es mit festem Entschluss, Gottes Gebote und Zeichen zu leugnen. Ich war überzeugt, dass auf- grund meiner Bekanntmachung vom 21. November 1898, die an Sheikh Muhammad Hussain Batalwi, Muhammad Bakhsh Jafar Zitly und Abu Al-Hassan Tibeti gerichtet war, diese verstummen würden, weil in dieser Bekanntmachung eindeutig die Frist auf den 15. Januar 1900 festgelegt wurde, innerhalb der jener, der ein Lügner ist, von Gott erniedrigt und bloßgestellt werde.
Es war ein klarer Maßstab zum Kenntlichmachen eines Wahr- haftigen oder eines Lügners, den Gott mittels Offenbarung ge- setzt hatte. Diese Leute hätten nach der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung still bleiben und bis zum 15. Januar 1900 auf die Entscheidung Gottes warten sollen. Bedauerlich jedoch, dass sie dies nicht taten und der bereits erwähnte Zitly in sei- ner Anzeige vom 30. November 1898 wieder genau denselben Schmutz schrieb, der schon immer seiner Art entsprach; wobei er durchweg von Lügen Gebrauch machte. Er schreibt in seiner Flugschrift, dass keine Prophezeiung von meiner Wenigkeit in Erfüllung gegangen sei. Was soll man darauf noch antworten, außer:
– „Der Fluch Gottes auf die Lügner“.
Ebenso behauptet er, dass die Prophezeiung bezüglich Atham
nicht in Erfüllung gegangen sei. Auch als Antwort auf diese Be- hauptung kann ich nichts antworten, außer:
–
![]()
Segnungen mit sich.“ (Anm. d. Ü.)
Die verborgene Wahrheit
![]()
„Der Fluch Gottes sei auf die Lügner“. Es ist in der Tat so, dass dann, wenn das Herz eines Menschen durch Boshaftigkeit und Feindseligkeit geschwärzt ist, er trotz seiner Sehkraft nichts sieht und trotz seines Hörvermögens nichts hört. Gott versiegelt sein Herz und ein Schleier legt sich um seine Ohren. Vor wem ist noch verborgen, dass die Prophezeiung über Atham Bedingun- gen unterlag und Gottes Offenbarung zum Vorschein brachte, dass er durch die fristgerechte Rückkehr zur Wahrheit dem Tod entgehen wird. Atham hat durch seine Taten und Worte, seine Betrübnis und Furcht, durch die Verweigerung seines Schwurs und seine Enthaltung bewiesen, dass sein Herz bereits in den Ta- gen der Prophezeiung dem Christentum gegenüber nicht mehr standhaft war und die Erhabenheit des Islam sich in seinem Herzen festgesetzt hatte; wiewohl dies nicht verwunderlich war, da er aus muslimischer Nachkommenschaft stammte und sich nur aufgrund einiger Bestimmter Ziele vom Islam abwandte. Er kannte den Genuss des Islam.
Aus diesem Grund stimmten seine Ansichten nicht komplett mit der Lehre des Christentums überein. Und auch mir gegenüber war er zu Beginn wohlgesinnt. Folglich war seine Furcht gegen- über dieser islamischen Prophezeiung unumgänglich. Mit der Verweigerung des Schwurs bewies er seine fehlende Standhaf- tigkeit im Christentum. Er hielt sich zurück und fürchtete sich wie ein Dieb und ließ sich auch durch die schlechten Absichten der Christen nicht beeinflussen. Lässt sich daraus denn nicht schlussfolgern, dass er sich gewiss vor der Erhabenheit dieser islamischen Prophezeiung fürchtete? Unwissende Menschen las-
Die verborgene Wahrheit
![]()
sen sich sogar von den Prophezeiungen von Hellsehern Angst einjagen. Diese Prophezeiung hingegen wurde mit solch einem Nachdruck offenbart, dass sein Gesicht sofort erblasste, als er sie hörte. Ich hatte verkündet, dass im Falle dessen, dass sich die Prophezeiung nicht erfüllte, ich bestraft werden möge. Wie konnte es da sein, dass die Herzen jener, die keine Kenntnis von der Wahrheit der Religion besitzen, von der Prophezeiung unbe- einflusst blieben? Als diese Sache nicht mehr eine bloße Einbil- dung war und Atham mit seiner Furcht und Trauer und seinem ängstlichen Zustand, den etliche Menschen sahen, seine innere Unruhe und seinen Wandel im Glauben zum Ausdruck brach- te; und nach dem Ablaufen der Frist und mit der Verweigerung, den Schwur zu leisten und seine Aussage zurückzunehmen, seine Haltung sogar bis zur absoluten Gewissheit steigerte, und dann, gemäß der göttlichen Prophezeiung, sechs Monate nach dem Veröffentlichen meiner letzten Bekanntmachung verstarb; sollten denn dann all diese Ereignisse nicht das Herz eines Got- tesfürchtigen und Gerechten mit der Überzeugung füllen, dass er innerhalb der Frist, aus den göttlichen Bedingungen Nutzen ziehend, am Leben blieb, und dann, aufgrund der Verheimli- chung seines Geständnisses, starb?
So schauet und suchet, wo denn Atham nun ist! Ist er denn etwa
noch am Leben? Entspricht es denn nicht der Wahrheit, dass er schon seit einigen Jahren tot ist und die Person, die er in Amrits- ar auf dem Anwesen von Dr. Clark herausforderte, noch immer am Leben ist und gerade diesen Artikel verfasst?
O ihr Schamlosen! Denkt doch einmal über die Tatsache nach,
Die verborgene Wahrheit
![]()
wieso er nach dem Verbergen seines Geständnisses schnell ver- starb!
Zu seinen Lebzeiten hatte ich bereits verkündet, dass ich zuerst sterben werde, sollte ich ein Lügner sein. Ansonsten werde ich es sein, der den Tod von Atham erleben werde. So sucht nach Atham und bringt ihn hierher, wenn ihr etwas Anstand besitzt. Er war ungefähr im gleichen Alter wie ich und kannte mich seit dreißig Jahren. Hätte es Gott gewollt, hätte er noch weitere drei- ßig Jahre am Leben bleiben können. Was war denn der Grund dafür, dass er gemäß der Prophezeiung Gottes ausgerechnet in jenen Tagen verstarb, in denen er die Christen zu erfreuen ver- suchte und die Wahrheit der Prophezeiung und seine Reue in ihrer Hinsicht verbarg. Gott verflucht die Herzen derer, die die Wahrheit ablehnen, obwohl sie sie gesehen haben. Diese Ableh- nung, die von den Christen, aber auch von einigen boshaften Muslimen kam, war vor Gott ein offenkundiger Frevel. Daher hat Er durch die Erfüllung einer anderen großartigen Prophezei- ung, nämlich der über den Tod Pandit Lekh Rams, die Leugner erniedrigt und bloßgestellt. Diese Prophezeiung war in sich au- ßergewöhnlich, da in dieser frühzeitig – fünf Jahre zuvor – offen- bart wurde, an welchem Tag und auf welche Weise Lekh Ram sterben würde. Bedauerlich, dass selbstsüchtige Menschen, die sich den Tod nicht in Erinnerung rufen wollen, selbst diese Pro- phezeiung nicht annahmen; ja, Gott hat viele Zeichen aufgezeigt, die sie aber allesamt ablehnen. Nun stellt diese Flugschrift vom
Die verborgene Wahrheit
![]()
21. November 1898 die letzte Entscheidung dar.
Jeder Wahrheitssuchende sollte nun geduldig warten. Gott hilft nicht den Lügnern und Dajjal. Im Qur‘an steht eindeutig, dass es das Versprechen Gottes ist, die Gläubigen und die Propheten ob- siegen zu lassen. Diese Angelegenheit obliegt nun der göttlichen Entscheidung. Irdisches Klagen ist erfolglos. Beide Parteien be- finden sich vor Ihm und sehr bald wird sich herausstellen, wem Seine Unterstützung und Hilfe zuteil wird.
Zuletzt beten wir, dass aller Preis Allah gebührt, dem Herrn der Welten.
Friede sei auf dem, der der Rechtleitung folgt.
Der Kundgeber Demütigst,
Mirza Ghulam Ahmad von Qadian
30. November 1898
Die verborgene Wahrheit
![]()
Ein unwissender Muslim war der Ansicht, dass unter Yuz Asif die Frau eines Asif, der ein Minister unter Sulaiman war, gemeint sein könnte. Diesem Unwissenden fiel nicht auf, dass Asifs Frau keine Prophetin war und auch nicht als Prinz bezeich- net werden konnte. Er berücksichtigte auch nicht, dass diese bei- den Titel grammatikalisch maskulin sind. Auch wenn sie diese Eigenschaften hätte, wäre sie Prophetin und Prinzessin genannt worden, nicht aber Prophet und Prinz. Dieser einfache Mensch hat nicht einmal daran gedacht, dass die Zeit vor 1900 Jahren nur mit der Ära von Hadhrat Jesusas übereinstimmt, denn Sulaiman lebte einige Hundert Jahre vor Hadhrat Jesusas. Abgesehen von der Tatsache, dass sich das Grabmal in Srinagar befindet, nennen ihn einige Yuz Asif, während die meisten sagen, dass es sich hier- bei um das Grabmal von Hadhrat Jesusas handelt. Als unser auf- richtiger Bruder Maulvi Abdullah Sahib aus Kaschmir mit seinen Forschungen über das Grabmal in Srinagar begann, sagten eini- ge, nachdem sie den Namen Yuz Asif hörten, dass sie das Grab als das von Hadhrat Jesusas kennen. Dies bezeugten auch viele von denen, die noch in Srinagar am Leben sind. Derjenige, der im- mer noch zweifelt, möge nach Kaschmir reisen und sich bei den mehreren hunderttausend Menschen dort selbst erkundigen. Es immer noch abzulehnen, ist ein Ausdruck von Schamlosigkeit.
Es beschränkt sich nicht nur darauf, dass die Reise von Hadhrat Jesusas nach Indien und Tibet in einigen Büchern des Buddhismus erwähnt ist, vielmehr noch wissen wir
Die verborgene Wahrheit
![]()
auch aus authentischen Quellen, dass diese Reisen auch in den alten Schriftstücken Kaschmirs Erwähnung finden.
In der Gegenwart wurden einige alte Schriftstücke von Muslimen entdeckt, in denen deutlich geschrieben steht, dass Yuz Asif ein Gesandter war, der aus einem anderen Land kam und auch ein Prinz gewesen ist. In Kaschmir ist er ge- storben. Außerdem wird berichtet, dass dieser Prophet sechs- hundert Jahre vor unserem Heiligen Prophetensaw lebte.
Die verborgene Wahrheit
![]()
Zur allgemeinen Verwendung: Das Grabmal von Hadhrat Jesusas mit Lageplan wird diesem Artikel wird veröffentlicht
Von meiner Wenigkeit an Eure Hoheit, dem Verheißenen Mes- siasas,
Assalamu aleikum warahmatullah wabarakatuh (Friede Allahs sei mit Ihnen und Seine Gnade und Seine Segnungen)
Eure Heiligkeit! Meine Wenigkeit hat gemäß Ihrer Anordnung vor Ort, also in Srinagar, am Grabmal von Prinz Yuz Asif, dem Propheten Gottesas, soweit es mir möglich war, Nachforschun- gen angestellt und mit Menschen hohen Alters, mit den Gra- baufsehern und mit Menschen aus der Umgebung über diverse Einzelheiten gesprochen.
Mein lieber Geehrter, während meiner Nachforschungen stellte ich fest, dass dieses Grabmal Yuz Asifas gehört und sich in einem muslimischen Viertel befindet. Weder ist dort ein Hindu ansässig noch ist dort einer begraben. Durch das Zeugnis vertrauensvol- ler Personen hat sich herausgestellt, dass das Grabmal seit un- gefähr 1900 Jahren besteht. Muslime behandeln es mit Respekt und voller Hochachtung und besuchen es. Es ist eine allgemein bestehende Meinung, dass hier ein weiser Gesandter Gottes be- graben liegt, der aus einem anderen Land nach Kaschmir kam, um die Menschen zu belehren. Man sagt, dass dieser Prophet ungefähr sechshundert Jahre vor unserem Prophetensaw lebte. Bis
![]()
![]()
Die verborgene Wahrheit jetzt ist nicht klar, warum12 er in dieses Land kam. Diese Ereig-
12 Niemand anderes als Hadhrat Jesusas war es, der sechshundert Jahre vor unserem Prophetensaw lebte. Und der Wandel des Wortes „Yasu“ zu „Yuz Asif“ ist nachvollziehbar. Denn wenn das Wort im Englischen zu „Jesus“ verändert wurde, dann sind „Yuz Asif“ und „Jesus“ nicht sehr verschieden. Dieses Wort hat keineswegs eine Verbindung zum Sanskrit, sondern scheint hebräischen Ursprungs zu sein und lässt die Ursache für die Reise Hadhrat Jesusas in dieses Land offensichtlich werden. Sie lautet, dass zu jener Zeit, als die syrischen Juden die von ihm verkündete Lehre nicht annahmen und versuchten, ihn
zu kreuzigen, Gott ihn gemäß seines Versprechens und durch die Erfüllung des Gebets errettete. Und so wie es in der Bibel steht, war es die Absicht von Hadhrat Jesusas, auch denjenigen Juden die Botschaft Gottes zu verkünden, die während dem Untergang von Nebukadnezar in die Länder des indischen Subkontinents üchteten. Eben zur Erfüllung dieser Aufgabe kam er in dieses Land.
Dr. Bernir aus Frankreich schreibt in seinem Reisebericht, dass einige engli- sche Historiker eindrucksvoll die Auffassung vertreten, dass die Muslime aus Kaschmir in Wahrheit israelischer Herkunft sind, die in Zeiten vergangener Kon ikte in dieses Land kamen. Ihre länglichen Gesichtsformen und langen Gewänder und einige weitere Bräuche legen Zeugnis darüber ab. Es ist äußerst wahrscheinlich, dass Hadhrat Jesusas für die Rechtleitung dieses Volkes in dieses Land kam, weil er von den syrischen Juden enttäuscht war. Neulich hat ein russischer Reisender eine Bibel verfasst, die ich mir aus London zukommen lassen habe und er stimmt in seiner Meinung auch mit der unsrigen überein, wonach Hadhrat Jesusas zweifelsohne in dieses Land reiste. Ebenso sind einige Dinge, die Schriftsteller über den Propheten Yuz Asif verfassten und deren Übersetzungen mittlerweile in Europa verbreitet sind, insofern ein Grund für das Erstaunen vieler Priester, als die erwähnten Lehren mit der Morallehre des Christentums stark übereinstimmen, wobei sich dies sogar in vielen Schriftstü- cken wiederholt. Des Weiteren ist das tibetische Evangelium mit der Morallehre der Evangelien im Einklang. Diese Beweise sind nicht solcher Art, dass man
sie aufgrund von Vorurteilen allesamt leugnen könnte, sondern in ihnen ist
ein reines Licht der Wahrheit und sie sind voller Wunder, und wenn man all diese Dinge in ihrer Gesamtheit betrachtet, so gelangt man zu dem Entschluss, dass es sich hierbei nicht um etwas Erfundenes handeln kann. Die Ähnlichkeit des Namen „Yuz Asif“ mit dem Hebräischen und die Bekanntheit als Prophet, weiter, dass es ein solches Wort ist, dass nur für israelische und muslimische Propheten benutzt wurde, und dass der Beiname „König“ ist, und dass eine
Die verborgene Wahrheit
![]()
nisse sind indes bereits bewiesen. Durch zahlreiche Zeugnisse ist die Tatsache gefestigt, dass dieser weise Mensch, den die in Kaschmir lebenden Muslime Yuz Asif nennen, ein Prophet und damit ein Prinz gewesen ist. Kein hinduistischer Titel ist in die- sem Land verbreitet, sei es Raja, Autaar, Rikhi, Munni, Siddah oder sonstige, und wie kann es ein Zufall sein, dass alle „Nabi“ zu Ihm sagen, während das Wort „Nabi“ unter den Muslimen und den Israeliten geläufig ist. Weil außer unserem Prophetensaw niemand innerhalb des Islam als Prophet erschienen ist und auch nicht er- scheinen konnte, geht die Allgemeinheit der in Kaschmir leben- den Muslime davon aus, dass dieser Prophet in vorislamischer Zeit erschienen ist. Sie sind bislang jedoch noch nicht zu der Er- kenntnis gelangt, dass das Wort „Nabi“ lediglich für die Prophe- ten zweier Völker, nämlich für die der Muslime und für die der Israeliten, Verwendung findet. Dass dieser Prophet ein Prophet der Israeliten war, wird dadurch bestätigt, dass der Prophet Mu- hammadsaw als letzter Prophet unter den Muslimen erschien und darüber hinaus dieses Wort von keiner dritten Sprache verwen- det wird. Zweifelsohne ist der Gebrauch dieses Wortes nur auf zwei Sprachen zweier Völker beschränkt.13 Aufgrund der Lehre
![]()
vollkommene Übereinstimmung seiner Eigenschaften mit denen des Messiasas besteht, und dass eine Übereinstimmung seiner Lehre mit der Morallehre der Evangelien besteht, und dass sich sein Grab in einem muslimischen Viertel be-
ndet, und dass sein Grabmal durchweg als 1900 Jahre alt angegeben wird; au- ßerdem die Veröffentlichung der tibetischen Evangelien durch einen Briten und der dadurch zum Vorschein kommende Beweis der Reise von Hadhrat Jesusas in dieses Land; all dies sind derartige Tatsachen, die, wenn man sie alle zusammen betrachtet, ergeben, dass Hadhrat Jesusas zweifelsohne in dieses Land reiste und auch hier verstarb. Außer diesen gibt es noch viele weitere Beweise, die ich, so Gott will, in einem künftigen Buch zusammentragen werde.
13 Das Wort „Nabi“ [Prophet; Anm. d. Ü.] kommt nur in zwei Sprachen vor,
Die verborgene Wahrheit
![]()
der Muslime über das Ende des Prophetentums ist das islami- sche Volk jedoch davon ausgeschlossen, wodurch deutlich wird, dass dieser Prophetas israelisch ist. Im Laufe der Zeit hat sich der erste Beweis dadurch erhärtet, dass dieser Prophet sechshundert Jahre vor unserem Prophetensaw gelebt hat, was weise Menschen zur Erkenntnis führt, dass dies kein anderer Prophet als Hadhrat Jesusas sein kann, da er der israelische Prophet gewesen ist, der sechs hundert Jahre vor dem Heiligen Prophetensaw in Erschei- nung trat.
Abgesehen davon wird dieser Prophet auch als Prinz bezeich- net, wodurch die Beweislage noch offensichtlicher wird. Zu der damaligen Zeit war kein Prophet außer Hadhrat Jesusas als Prinz bekannt. Außerdem ähnelt der Name Yuz Asif dem Namen „Je- sus“ sehr, was die restlichen Beweise weiter bestärkt. Nachdem ich vor Ort eintraf, kam eine weitere Tatsache zum Vorschein, und zwar, dass, wie aus dem beigefügten Lageplan ersichtlich, das Grabmal so ausgerichtet ist, dass der Kopf des Propheten zum Norden und die Füße zum Süden gerichtet sind. Diese Art des Begräbnis ist den Muslimen und den Buchbesitzern zu eigen. Ein weiteres Indiz ist, dass sich in geringer Entfernung
![]()
weltweit wird es außer in diesen in keiner anderen Sprache gebraucht. Einmal wird es im Hebräischen gebraucht, und dann noch im Arabischen. Ansonsten nimmt weltweit keine andere Sprache Bezug auf dieses Wort. Aus diesem Grund bezeugt dieses Wort, das für Yuz Asif wie für das [dazugehörige] Grabmal verwendet wurde, dass diese Person entweder ein israelischer oder ein islamischer Prophet gewesen ist. Man bedenke jedoch, dass gemäß „Khatme Nabuwwat“ kein weiterer Prophet im Islam kommen kann, weswegen fest- steht, dass dies ein israelischer Prophet war. Da nun auch der Zeitraum erwähnt wurde, kommt man nach genauer Überlegung zur unwiderlegbaren Schluss- folgerung, dass dies Hadhrat Jesusas sein kann; ja, er wurde auch noch mit dem Titel „Prinz“ angesprochen.
Die verborgene Wahrheit
![]()
zum Grabmal ein Berg befindet, der unter dem Namen „Koh-e- Sulaiman“14 bekannt ist. Auch dieser Name deutet darauf hin, dass ein israelischer Prophet zu diesem Ort kam.15 Es ist höchst töricht, diesen königlichen Propheten als Hindu zu bezeichnen. Dies ist ein derartiger Fehler, der in Gegenwart dieser offensicht- lichen Beweise nicht einmal widerlegt werden muss. Das Wort
„Prophet“ ist im Sanskrit nicht vorzufinden, sondern kommt in der hebräischen und arabischen Sprache vor; und es ist nicht Brauch der Hindus, einen Verstorbenen zu begraben, da sie ihre Verstorbenen verbrennen. Folglich lässt die Aufmachung des Grabmals nur den eindeutigen Schluss zu, dass dieser Prophet ein israelischer gewesen ist. Auf der westlichen Seite des Grabes ist eine Öffnung vorzufinden. Die Leute sagen, dass aus dieser ein äußerst schöner Duft herausströmte. Sie ist groß und reicht bis ins Innere des Grabs. Man geht davon aus, dass sie für ei- nen besonderen Grund vorgesehen ist. Wahrscheinlich sind in dieser einige Dinge als „Grabbeigaben“ enthalten. Man sagt, in der Öffnung befinde sich ein Schatz, wiewohl dies jedoch kei- ne vertrauenswürdige Aussage ist. Dadurch, dass es in keinem Land gebräuchlich ist, eine derartige Öffnung für ein Grabmal vorzusehen, wird angenommen, dass sich hierbei um Großarti- ges handelt, was durch sein Fortbestehen über die Jahre hinweg
![]()
14 Berg des Suleiman. (Anm. d. Ü.)
15 Es muss nicht sein, dass mit Suleiman der Prophet Suleimanas gemeint ist. Es erscheint vielmehr, als sei es ein israelischer Emir gewesen, nach dem dieser Berg benannt wurde. Dieser Emir hieß wohl Suleiman. Die Juden haben sich bis in die heutigen Tage die Angewohnheit bewahrt, sich nach den Namen von Pro- pheten zu benennen. Dieser Name belegt, dass ein jüdisches Volk in Kaschmir verweilte, für die das Kommen von Hadhrat Jesusas nach Kaschmir notwendig war.
Die verborgene Wahrheit
![]()
immer eigenartiger wird. Auch die Schiiten dieser Stadt nehmen an, dass dies das Grabmal eines Propheten ist, der aus einem anderen Land hierher reiste und den Titel „Prinz“ trug. Die Schi- iten zeigten mir auch ein Buch, das den Titel „Ain-ul-hayat“16 trug. In diesem Buch sind auf Seite 119 des Ibn Babwiah, Buch Kamal-ud-Din und Itmam-un-Nemat, einige Ereignisse niederge- schrieben, die jedoch allesamt als absurd und schwachsinnig er- scheinen. Das einzig Wahre an diesem Buch ist, dass der Autor davon überzeugt ist, dass dieser Prophet ein Reisender und ein Prinz gewesen ist, der nach Kaschmir kam. Das Grabmal dieses Prinzen befindet sich dort, wo man von der Jame Moschee aus kommend in die Passage von Bil Yamain geht. Links neben dem Grabmal befindet sich hinter der Wand eine Passage und auf der rechten Seite ist eine alte Moschee. Es scheint, als wäre – der Segnung wegen – in früheren Jahren eine Moschee in der Nähe des Grabmals errichtet worden, neben der Häuser von Musli- men stehen. Es sind keinerlei Anzeichen von anderen Völkern vorzufinden und auf der rechten Seite neben dem Grab des Pro- pheten Gottes befindet sich ein Stein, auf dem Fußspuren eines Menschen zu sehen sind. Man sagt, dass dieser Fußabdruck der eines Propheten ist. Anscheinend ist dieser Abdruck dieses kö- niglichen Propheten als ein Zeichen hinterblieben. Zwei Dinge dieses Grabes scheinen unbedeutend, bergen jedoch Rätsel in sich. Das eine ist die Öffnung, die sich neben dem Grab befindet, das andere der Fußabdruck im Stein. Alles andere zum Grabmal ist dem beigefügten Lageplan zu entnehmen.
![]()
16 „Die Quelle des Lebens.“ (Anm. d. Ü.)
Die verborgene Wahrheit
![]()

Die verborgene Wahrheit
![]()

Norden
Vorhof des Grabmals
Terrasse
Vorraum des abgedeckten Teils des Gebäudes
Weg zur alten Moschee
Umzäunung
Friedhof
Umzäunung
Alter Friedhof
Süden
Wohngebiet
Straße
Osten
Gemüse Geschäft
Wand aus Lehm
Westen
Baum
Abgedeckter Bereich für den Umlauf des Grabmals
Fußabdrücke des
Dach
Propheten
Grabmal von
Grabmal des
Sayyed Naseeruddin
Propheten Yuz-Asafas
Abgedeckter Bereich für den Umlauf des Grabmals
Massive Wand aus Ziegelsteinen
Straße zur zentralen Moschee
Straße zum Bazaar in
Loch, aus dem vormals ein Duft ausströmte
Richtuung des Grabmals
von Khanyaar
Metzgerei
Dies ist das Grabmal von Hadhrat Jesusas, der auch unter den Namen Yasu, Je- sus oder Yuz Asif bekannt ist. Gemäß den Aussagen von älteren Personen aus Kaschmir ist dieses Grabmal seit 1900 Jahren in Sri Nagar, im Khanyaar-Viertel.
Die verborgene Wahrheit
![]()
Durch die Gnade und Segnung Allahs und um die Feinde zu erniedrigen und die Wahrheit des Verfassers zu zeigen, wurde bewiesen, dass das Grab, welches sich im Viertel Khanyaar in Srinigar befindet, und mit dem Namen Yuz-Asif versehen ist, in Wirklichkeit und ohne jeden Zweifel das Grab von Hadhrat Jesusas ist. Die Heilsalbe Jesu, die in mehr als tausend Medi- zinbüchern Erwähnung findet, ist der erste Beweis dafür, dass der Messiasas die Kreuzigung überlebte. Er starb keinesfalls am Kreuz. Im Detail wird von Medizinern über diese Salbe geschrie- ben: „Diese Heilsalbe wird auf schwere Wunden und Wunden jegli- cher Art angewandt. Sie wurde für die Wunden von Hadhrat Jesus hergestellt, d. h. für die Wunden, die Er an Händen und Füßen erlitt.“ Der Nachweis für diese Heilsalbe befindet sich sogar in jene un- gefähr siebenhundert Jahre alten handschriftlich verfassten Me- dizinbüchern, von denen einige sich in meinem Besitz befinden. Die uns bis heute erhalten gebliebenen Schriften wurden verfasst von Medizinern, die nicht nur Muslime, sondern auch Christen, Juden und Heiden waren. Auch in der Bibliothek des römischen Kaisers befand sich ein medizinisches Lexikon und ehe noch zweihundert Jahre nach der Kreuzigung vergingen, waren be- reits die meisten Bücher über die Herstellung der Heilsalbe Jesu‘ veröffentlicht. Die Grundlage zur Erkenntnis, das Hadhrat Jesu- sas nicht am Kreuz gestorben ist, resultierte, wie bereits erwähnt, aus der Lektüre der Evangelien; während die Heilsalbe Jesu‘ den wissenschaftlichen Beweis dazu erbracht hat. Darüberhinaus beweist der Fund ebenjenes Evangeliums, das kürzlich in Tibet
Die verborgene Wahrheit
![]()
gefunden wurde, eindeutig, dass Hadhrat Jesusas nach Indien gekommen sein muss. Auch zahlreiche weitere Schriften bele- gen dies. Und in der „Tariekhe-Kashmier-e-A’zmi“, welche eine zweihundert Jahre alte Schrift darstellt, steht auf Seite 82: „Über das zweite Grab, welches sich neben dem von Sayyad Nasierud-Din befindet, wird angenommen, es handele sich um das Grabmal eines Pro- pheten.“ Auf derselben Seite schreibt der Historiker weiter: „Ein Prinz kam von einem anderen Ort nach Kaschmir und befand sich in vollkommener Reinheit, Gottesfurcht und auf der höchsten Stufe im Gottesdienst. Ja! Jenen machte Gott zum Propheten und er kam nach Kaschmir und rief die Menschen zu Gott auf. Er hieß Yuz Asif. Viele der Menschen, die mit Visionen von Gott gesegnet waren, besonders Mullah InayatUllah, welcher der geistige Lehrer des Autors ist, sag- ten, dass dieses Grab Segnungen des Prophetentums aufweist.“ Diese Textstelle ist im Persischen im „Tariekh-e-Azmi“ verfasst worden und liegt auch in der Übersetzung vor. In der September-/Ok- toberausgabe von 1896 des Magazins des Mohammadan Orien- tal College schreibt Mirza Safdar Ali, Chirurg in der staatlichen Wehrmacht, in einer Besprechung des Buches „Prinz Yuz-Asif“, dass „die Geschichte von Yuz Asif, die sich mittlerweile in Asien und Europa verbreitet hat, dahingehend von christlichen Priestern ver- fälscht wurde, dass sie Yuz Asifs Biografie, die der Lehre und Moral von Hadhrat Jesusas sehr ähnelt, von sich aus um viele weiteren Aspekte er- gänzt haben.“ Dieser Gedanke jedoch ist vollkommen unbedacht. Vielmehr haben Priester die Biografien von Yuz Asif zu einem Zeitpunkt entdeckt, zu dem sie schon in ganz Indien und Kasch- mir verbreitet waren; außerdem fanden sie in den alten Schriften dieser Länder Erwähnung und sind bis zum heutigen Tag erhal-
Die verborgene Wahrheit
![]()
ten geblieben. Welch einen Raum haben die Priester dann noch für Verfälschungen? Ja, die Ansicht der Priester, dass die Jünger von Hadhrat Jesusas in dieses Land kamen und ihre Schriften auf die Biografie von Yuz Asif Bezug nehmen, ist völlig falsch. Viel- mehr haben wir bereits bewiesen, dass unter dem Namen Yuz Asif Jesusas zu verstehen ist, was auf sprachliche Wandlungen zurückzuführen ist.
Sogar zum jetzigen Zeitpunkt sagen einige Kaschmiri „Isa“ [Je- sus] statt, wie bereits geschrieben wurde, „Yuz Asif“.
Friede sei auf dem, der der Rechtleitung folgt.
Die verborgene Wahrheit
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
17
![]()
Sheikh Muhammad Hussein Batalwi sagt ständig, dass er sich für die Feststellung des Wahrhaftigen und des Lügners die Mu- bahila18 wünscht. Im Islam ist die Mubahila Praxis, doch daneben sei auch die Bitte festgehalten: „Falls wir die Lügner sind, so soll uns sofortige Strafe ereilen.“ Als Antwort darauf habe ich bereits in der Bekanntmachung vom 21. November 1898 ausführlich be- schrieben, dass der Eintritt einer sofortigen Strafe bei einer Mu- bahila entgegen der Sunnah des Heiligen Prophetensaw ist. In den Ahadith sind bis heute die Worte „Lamaa-haal-al-haul“ überlie- fert, mit denen der Heilige Prophetsaw erläuterte, dass die Chris- ten von Najran die Mubahila aus Furcht aufgaben, sie jedoch, wenn sie ihn in Form einer Mubahila herausgefortdert hätten, innerhalb eines Jahres untergegangen wären. Aus diesem Hadith geht hervor, dass selbst die Mubahila vom Heiligen Prophetensaw auf ein Jahr befristet wurde. Für Muslime gilt nun als Tradition, dass sie bis zum Jüngsten Tag diese Zeitspanne für eine Muba- hila nicht unterschreiten. Jene Diener Gottes und der Menschen,
![]()
17 „Oh du unehrbietiger Mensch, versuche nicht, einen Wahrhaftigen zu ernied- rigen/ Dadurch wirst du mitnichten Respekt erlangen.“ (Anm. d. Ü.)
18 Gebetsduell. (Anm. d. Ü.)
Die verborgene Wahrheit
![]()
die Allah erkannt haben und auf der Erde als Beweis für Gott in Erscheinung treten, sollten auf ewig die Erben des Heiligen Pro- pheten Muhammadsaw und somit auch die Erben dieses Wunders werden. Wenn ein Christ, der Hadhrat Jesusas als Sohn Gottes er- achtet19, oder ein Götzendiener, der einen anderen Menschen als Gott ansieht, in diesem Sinne die Mubahila eingeht, so wird Allah innerhalb dieser oder einer anderen Zeitspanne, die dem Emp- fänger von Offenbarungen mitgeteilt wurde, der gegnerischen Person ein himmlisches Zeichen seiner Überlegenheit und Wahr- heit offenbaren. Dies sind ewige Zeichen für die Wahrhaftigkeit des Islam, denen kein Volk entgegentreten kann. Kurzum: Die Jahresfrist ist eine aus den Offenbarungen über die Strafen her- vorgehende Mindestzeitspanne, die aus wahrhaftigen Quellen bewiesen ist. Nur jemand, der keine Kenntnis von den Hadith besitzt, wird auf eine sofortige Strafe beharren. Eine derartige Person befleckt die Ehre eines jeden Gelehrten.
Ich habe Herrn Batalwi sogar erklärt, dass die Mubahila nicht nur ein einseitiges Verfluchen bedeutet, sondern das Verfluchen beider Parteien gilt.
Kurzum, wenn eine Partei sich als gläubig und muslimisch be- kennt und die jeweils andere Partei als ungläubig, als Dajjal und bar jeder Religiosität, ja, als verflucht und abtrünnig bezeichnet
![]()
19 Aus den Evangelien geht hervor, dass die Segnung, Zeichen zeigen zu können, im Christentum vorhanden war, ja, dieselbigen sogar ein Merkmal zur Erkennung eines wahren Christen waren. Aber sobald die Christen einen Menschen zu Gott machten und einen wahren Propheten verneinten, verloren sie all diese Segnungen und das Christentum wurde zu einer genauso leblo- sen Religion wie andere leblose Religionen. Aus diesem Grund kann uns kein Christ mit einem himmlischen Zeichen konfrontieren.
Die verborgene Wahrheit
![]()
und sie aus dem Islam ausschließt, so wie Mian Muhammad Hussein Batalwi es tut, wer kann diese dann davon abhalten, für die sofortige Bestrafung zu beten? Eine Person, die Offen- barungen erhält, richtet sich indes nicht nach einem derartigen Menschen aus. Sie unterwirft sich ausschließlich der Offenba- rung Gottes. Meine Flugschrift vom 21. November 1898 aber, in der die Mubahila gegen Sheikh Muhammad Hussein und seinen zwei Verbündeten verkündet wurde, beinhaltet lediglich ein Ge- bet, welches nur besagt, dass derjenige, der nicht wahrhaftig ist, Erniedrigung erleiden soll. Sie beinhaltet nicht, dass der Lügner sterben oder von einem Dach stürzen soll. Da aber Muhammad Hussein, Zitli und Tibbeti durch Anschuldigungen, Flüche und Beleidigungen meine Erniedrigung herbeiwünschten, erbat ich von Gott, dass ich eine noch größere Erniedrigung erfahren möge und Sheikh Muhammad Hussein von Gott Ehre und großartige Ränge erlangen soll, wenn ich tatsächlich Erniedrigungen ver- dient habe und wirklich ein Lügner und Verfluchter bin, wie Mu- hammad Hussein mich in seinen Publikationen nennt, in denen er mich wiederholt verletzt. Ist es aber so, dass ich kein Lügner, Dajjal und Verfluchter bin, so erbitte ich vom Allmächtigen Gott, diejenigen zu erniedrigen, die mich erniedrigen wollen, nämlich Muhammad Hussein, Zitli und Tibbeti. Ich wünsche mir, dass Gott den Ungerechten und Lügner erniedrigt; unabhängig da- von, welcher von uns beiden es ist, ich sage dazu: Amin! Gott hat mir offenbart, dass Er jene dieser beiden Parteien, die vor Gott tatsächlich als ungerecht und lügnerisch gilt, erniedrigen wird. Das Ereignis wird bis zum 15. Januar 1900 eintreffen. Gott weiß, wer in seinen Augen ungerecht und lügnerisch ist. Wenn ich in-
Die verborgene Wahrheit
![]()
nerhalb dieses Zeitraums erniedrigt werde, so wird ohne Zweifel mein Dasein als Lügner, Frevler und Dajjal bewiesen werden und der tägliche Streit im Volk wird gelöst. Und wenn nun Sheikh Muhammad Hussein, Ja‘afar Zitli und Tibbeti eine himmlische Erniedrigung ereilt, so wird diese als ein nicht zu verleugnender Beweis dafür gelten, dass sie mich zu unrecht beleidigt und als Dajjal und als Verfluchten bezeichnet haben. Sheikh Muhammad Hussein aber hat die Pforte zu seiner sofortigen Erniedrigung ei- genhändig geöffnet, indem er meine arabische Offenbarung mit den Worten:
20 –„A‘ta‘jabu Amri“, die in der Flug- schrift vom 21. November 1898 enthalten ist, kritisiert hat. Die sofortige Erniedrigung sollte sich erst ab dem 15. Dezember 1898 erfüllen, er indes hat bereits zuvor eine beschämende Ernied- rigung erlitten, die nicht als sofortige Erniedrigung bezeichnet werden sollte, sondern als vorgreifende.
![]()
Diese äußerte sich folgendermaßen: Er kritisierte vor Sheikh Ghulam Mustafa, der ein Bürger dieser Stadt ist, auf die ge- nannte Offenbarung Bezug nehmend, dass die besagte Offenba- rung
21 einen grammatikalischen Fehler enthielte und somit nicht das Wort Gottes sein könne. Korrekt sollte es – „A‘ta‘jabu min Amri“ heißen. Diese Kritik je-
doch stellt eine Erniedrigung des besagten Sheikh dar. Wir haben durch Gedichte namhafter arabischer Dichter, ja, sogar anhand von Strophen der größten Dichter vorislamischer Zeit belegt, dass die Präposition „Lam“ auch beim Wort
– „A-jaba“ Anwendung findet. Jetzt wird offensichtlich, dass der Sheikh
![]()
20 „Bist du erstaunt über Mein Gebot?“ (Anm. d. Ü.)
21 „Bist du erstaunt über Mein Gebot?“ (Anm. d. Ü.).
Die verborgene Wahrheit
![]()
Sahib durch diesen falschen Einwand, der auf seine äußerste Unwissenheit und Ungelehrtheit deutet, sich eigenhändig vor dem Volk der Gelehrten entlarvt hat. Sowohl vor den Gegnern als auch Freunden hat sich gezeigt, dass er nur namentlich ein Gelehrter ist und keine Kenntnis der arabischen Sprache besitzt. Für eine solche Person, die als Gelehrter bezeichnet wird, gibt es keine größere Schande, als dass es in Wahrheit ihn an den Eigen- schaften der Gelehrtheit fehlt. Große Trauer muss über die Un- wissenheit dieser Person ausgesprochen werden, dass sie nicht weiß, das das Verb
– „ajaba“ mal in Begleitung der Präpo- sition
– „min“ und mal mit „lam“ in Erscheinung tritt. Selbst ein Kind, das die arabische Grammatik bis zum Lehrbuch „Hi- dayatun-Nahaw“ gelernt hat, weiß, dass Experten der Grammatik sowohl von „lam“ als auch von
„min“ sprechen. Ein Beispiel aus der Auflistung der Strophen als Beweis ist Folgendes:
![]()
Der Dichter hat in dieser Strophe beide Präpositionen benutzt, sowohl „lam“ als auch
„min“. Auf den Seiten 19, 390, 411, 475 und 511 des Humasa Diwan, das an staatlichen Hochschulen gelehrt wird und dessen außergewöhnliche Sprach- und Stil- mittel allgemeine Akzeptanz genießen, findet man vom Dichter Ja‘afar bin Ulba und von anderen fünf Strophen, in denen das Wort
„A-jaba“ mit der Präposition „lam“ verwendet wird. Diese sind Folgende:
Die verborgene Wahrheit
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
Einen noch größeren Beweis dafür enthält das vom Heiligen Pro- pheten Muhammadsaw überlieferte Hadith aus Mishkaat über die Bedeutung des Glaubens auf Seite drei des „Kitaab-ul-Imaan“, welches als authentisch gilt. Dort wird das Verb „A-jaba“ auch mit „lam“ verwendet. Es heißt dort: –
„Ajabna Lahu jas-aluhu wa jusaddiquhuu“.
Schaut! Hier ist nicht
„min“ als Präposition erschienen, son- dern „lam“. Es heißt nicht
„ajabna minhu“, sondern es steht
„ajabna lahu“ geschrieben. Jetzt kann Batalwi selbst sagen, ob die Erniedrigung eines Gelehrten hierin besteht oder ob sie sich auf eine andere Art zeigt. Ebenso soll er definie- ren, ob dies als unmittelbar eintretende Erniedrigung bezeichnet werden sollte oder anders genannt werden sollte. Der hasserfüll- te Herr hat im Wahn seines Argwohns sich rasch zum Opfer die- ser Strophe gemacht:
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
22
![]()
![]()
22 „O du, der du mich in deiner Falle fangen möchtest! Du bist Opfer deiner eigenen Falle geworden.
Schärfe deinen Blick, denn du bist noch unreif.“ (Anm. d. Ü.)
Die verborgene Wahrheit
![]()
Man sollte in Betracht ziehen, auf welche Weise er auf der Suche nach meiner Erniedrigung seine eigene Erniedrigung offenbart. Die Person, die nicht einmal das erste Hadith im Mishkat Shareef23 kennt, jenes Hadith, das die Grundlage des islamischen Wissens bildet, die besitzt keine Kunde von diesen Wörtern. Darüber hin- aus, und trotz seines weißen Bartes, hat er nicht einmal Kenntnis von etwas, das eindeutig in Bukhari und Muslim24 Erwähnung findet. Kann ein vernünftiger Mensch ihn dennoch als Gelehr- ten bezeichnen? Eine Person, dessen Arabischkenntnisse derart sind und dessen Wissen über Ahadith dermaßen ist, dass ihm die ersten Wörter aus dem Mishkat unbekannt erscheinen, ist fürwahr erbarmungswürdig und seine Erniedrigung ist bereits soweit fortgeschritten, dass es sinnlos ist, sie zu verhüllen. Ohne Zweifel ist diese Erniedrigung eine sofortige Erniedrigung, die als ein Zeichen und gemäß seinem Verlangen gezeigt wurde. Er selbst verlangte eine sofortige Erniedrigung und so hat Gott sie ihm gezeigt.
Wir haben bereits geschrieben, dass diese Offenbarung nicht mit dem Tod oder dem Beinbruch einer Person in Erfüllung gehen muss, sondern dadurch, um die Erniedrigung eines Lügners aufzuzeigen. Bevor ein weiteres schwerwiegendes Zeichen der Erniedrigung von Gott offenbart wird; auch diese Erniedri- gung ist ein Peitschenhieb Gottes und auch in der Prophezeiung
![]()
23 Mishkat gehört zu den authentischsten Sammlungen von Ahadith, den Über- lieferungen aus dem Leben des Heiligen Prophetensaw. (Anm. d. Ü.)
24 Bukhari ist die authentischste Sammlung von Ahadith, Muslim die zweitau- thentischste. (Anm. d. Ü.)
Die verborgene Wahrheit
![]()
„A‘ta‘jabu Li-amri“25 war diese verborgene Tatsa- che eine verborgene Prophezeiung für Muhammad Hussain, in der darauf hingewiesen wurde, dass Muhammad Hussain Ein- spruch gegen diese genannten Prophezeiung erheben würde. Die Nachricht darin lautete: „Muhammad Hussain, wunderst du dich etwa über das Wort
‚Li-Amri‘ und erklärst Meine Prophe- zeiung für falsch und sagst, dass die richtige Präposition
‚min‘ sei? Dann siehe, dass Ich mit denen bin, die Mich lieben und Ich deine Erniedrigung herbeiführen werde.“ Auf diese Weise ist die Ernied- rigung zum Vorschein gekommen. Doch damit wird nicht genug sein, da Muhammad Hussain und seine Verbündeten sie wie eine Süßspeise verdauen und wie die Muttermilch trinken wer- den. Deswegen ist die Erniedrigung für Lügner und Frevler im Himmel weitaus größer als im Diesseits. Gott hat mir offenbart:
26 ![]()
Wenn ich also unrechtens erniedrigt wurde, dann erhoffe ich die Erniedrigung Gottes, die für Lügner, Übeltäter, Missetäter und Dajjale bestimmt ist. Falls ich aber so bin, dann werde ich ernied- rigt werden. Ansonsten wird von den beiden Parteien diejenige die Erniedrigung kosten, die frevlerisch und lügnerisch ist.
Unabhängig davon ist durch die Entlarvung der Unwissenheit von Muhammad Hussain und seinen Verbündeten insofern eine weitere sofortige Erniedrigung eingetreten, als aus authenti-
![]()
25 „Bist du erstaunt über Mein Gebot?“ (Anm. d. Ü.)
26 „Die Strafe für eine böse Tat erfolgt in gleichem Maße.“ (Anm. d. Ü.)
Die verborgene Wahrheit
![]()
schen und überzeugenden Vorkommnissen der Beweis hervor- geht, dass Hadhrat Jesusas weder der Kreuzigung erlag noch gen Himmel auffuhr, sondern den Tötungsversuch der Juden über- lebte, nach Indien reiste und schließlich im Alter von einhundert- zwanzig Jahren in Srinagar, Kaschmir verstarb. Für Muhammad Hussain und seine Verbündeten stellt dies eine schwerwiegende Betrübnis und Erniedrigung dar.
Stichwortverzeichnis
![]()
Abu Jahal 30
Ahadith 23, 24, 51
Ain-ul-hayat 45
ajaba 55
A-jaba 54, 55, 56
Allah 37, 52
Asien 49
Atham 33, 34, 35, 36
Aufrichtigkeit 30, 31
Auswanderung 30
Barnabas 25
Batalwi 21, 51, 52, 53, 56
Benares 27
Berg 44
Bibel 25, 28, 41, 42, 48, 52
Bil Yamain 45
Botschaft 25, 41
Buddhismus 26, 38
China 26
Christentum 27, 28, 29, 34, 52 Christen von Najran 51
Dajjal 27, 32, 52, 58
Demut 71
Diesseits 58
Doppelgesichtigkeit 31
Dr. Bernir 41
Dreifaltigkeit 25, 27, 29
Ehre 32, 52, 53
Ehrlichkeit 22, 30
Endzeit 32
Engel 31
Erde 27, 32
Europa 41, 49
Freitag 28
Frevel 36
Frevler 32, 58
Furcht 24, 34, 35, 51
Geduld 22
Gericht 22
Gewalt 26
Glauben 69
Glorie 28, 31
Gnade 23, 32, 40
Gotam Budh 26
Gott 22, 23, 24, 26, 27, 28, 29, 30,
31, 32, 33, 34, 36, 37, 49, 52,
53, 57, 58
Gottesfurcht 22, 23, 49
Grab 28, 38, 42, 45, 49
Grabmal 26, 27, 38, 40, 43, 44,
45, 49
Hadith 27, 51, 52, 56
Heilsalbe 24, 25, 27, 48
Herrschaft 29
Herz 23, 31, 34
Stichwortverzeichnis
![]()
Heuchelei 31
Himmel 24, 27, 32, 58
Hindu 40, 44
Hinduismus 26
Humasa Diwan 55
InayatUllah 49
Indien 25, 26, 27, 29, 38, 49
Islam 5, 29, 34, 42, 51, 52
Jame Moschee 45
Jesu‘ Heilsalbe 24
Jesusas 23
Jonas 28
Juden 23, 24, 26, 27, 29, 48
Jünger 28, 50
Kaschmir 25, 26, 27, 29, 30, 38, 39,
40, 41, 42, 45, 49
Kinder Israels 25, 26, 29, 42
Kitaab-ul-Imaan 56
Koh-e-Sulaiman 44
König 38, 39, 41, 45
Koran 24, 37
Kreuz 23, 25, 27, 28, 29
Kreuz brechen 27
Kreuzigung 23, 24, 25, 26, 27, 28,
29, 48, 59
„Lamaa-haal-al-haul“ 51
Lekh Ram 36
List 31
London 25, 41
Lügner 32, 33, 34, 36, 51, 53, 54,
58
Macht 29
Madras 27
Maulvi Abdullah 38
Maulvi Hakim Haji Harmain Nuuruddin 26
Messias 24, 27, 28
Messiasas 40, 42
Mirza Ghulam Murtaza 24 Mirza Safdar Ali 49 Mohammadan Oriental College
49
Mohammed Hussein Batalwi 21 Morallehre 41, 42
Morallehre des Christentums 41 Mosesas 23, 30
Mubahila 51, 52, 53
Muhammadsaw 24, 30, 42
Muslim 13
Nepal 25, 27
Offenbarung 33, 34, 53, 54
Öffnung 44, 45
lam 55, 56
Lam 54, 55
Stichwortverzeichnis
![]()
Pharao 23
Prahlerei 31
Priester 41, 49, 50
Prinz 42, 43, 49
Prophet 23, 24, 30, 38, 39, 40, 42,
43, 44, 45, 51
Propheten 23, 24, 26, 27, 29, 37,
40, 42, 43, 44, 45, 49, 51, 52,
Prophezeiung 33, 34, 35, 36, 57,
58
Quraish 24, 26
Rawalpindi 25
Reisen 24, 26, 39
reisender Prophet 24
Respektlosigkeit 22
Sanskrit 41, 44
Sayyad Nasierud-Din 49
Schiiten 45
Sehkraft 34
Selbstverbesserung 22 Sheik Ghulam Mustafa 54 Sheikh Rahmatullah 25, 27
Spaltung Babylons 25
Spott 22
Srinagar 25, 30, 38, 40, 59
Standhaftigkeit 34
Strafe 51, 52
Sühne 25
Sulaiman 38, 44
Swat 27
Syrien 27
Tariekhe-Kashmier-e-A’zma 49
Tibet 25, 26, 27, 29, 38, 48
Tod 34, 36
Übelkeit 33
Ungerechtigkeit 33
Unwissenheit 55, 58
Verrat 33
Wahrhaftigkeit 29, 30, 52
Wahrheit 24, 25, 26, 28, 29, 34, 35,
36, 41, 52, 55
Wunden 25, 28
Wunder 31, 41
Yuz Asaf 25, 38, 39, 40, 41, 42, 43,
49, 50
Zeichen 31, 32, 36, 45, 52, 57
Zufriedenheit 22
Anmerkungen des Herausgebers
![]()
Gemäß unserer Zählweise wird der Vers Bismillah irrahman ir-rahiem (im Namen Allahs, des Gnädigen, des immer Barmherzigen) stets als erster Vers eines Qur‘an-Kapitels (Sura) gezählt. Einige Herausgeber von Qur‘an-Ausgaben beginnen mit der Zählung erst nach Bismillah irrahman irrahiem. Sollte der Leser den Vers also nicht unter der in diesem Buch wiedergegebenen Nummer fin- den, sei es ihr oder ihm geraten, von der Zahl Eins abzuziehen. Die folgenden Abkürzungen wurden verwendet. Leser werden gebeten, die vollständigen Formeln zu gebrauchen:
saw „sallallahu alaihi wa sallam“ bedeutet: „Frieden und Segnungen Allahs seien auf ihm“ und wird im Anschluss an den Namen des Heiligen Propheten Muhammadsaw gebetet.
as „alaihis salam“ bedeutet: „Friede sei auf ihm“ und wird im Anschluss an die Namen von allen übrigen Propheten gebetet.
ra „radi-Allahu anhu/anha/anhum“ bedeutet: „Möge Allah Gefallen an ihm/ihr/ihnen haben“ und wird im Anschluss an die Namen der Gefährten des Heiligen Propheten Muhammadsaw oder des Ver- heißenen Messiasas gebetet.
rh „rahmatullah alaih“ bedeutet: „Möge Allah ihm gnädig sein“ und wird im Anschluss an die Namen von verstorbenen from- men Muslimen gebetet, die keine Gefährten des Heiligen Pro- pheten Muhammadsaw oder des Verheißenen Messiasas waren.

Zum Autor
![]()
Der Verheißene Messias und Mahdias, Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad, wurde 1835 in Qadian (Indien) geboren und widmete sein Leben dem Studium des Heiligen Qur‘an, dem Gebet und der Hingabe zu Gott. Als er bemerkte, dass der Islam von allen Seiten mit haltlosen Vorwürfen angegriffen wurde und die Mus- lime nicht in der Lage waren, darauf zu reagieren, verteidigte er als Imam und Stimme der Zeit den Islam und stellte die unver- fälschten Lehren des Islam in ihrer Ursprünglichkeit wieder dar.
In seinem umfangreichen Gesamtwerk an Schriften, Vorlesun- gen, Reden und religiösen Diskursen etc., erörtert er, dass der Islam den einzigen lebendigen Glauben darstellt, durch dessen Befolgung der Mensch eine tiefgehende Beziehung zu seinem Schöpfer herstellen kann.
Er erklärt, dass Gott ihn gemäß der Prophezeiungen in der Bi- bel, im Heiligen Qur‘an und in den Überlieferungen des Heili- gen Prophetensaw des Islam (Ahadith) zum Messias und Mahdi ernannt hat. 1889 begann er, Mitglieder in seine Gemeinde, die Ahmadiyya Muslim Jamaat, aufzunehmen, die mittlerweile in über 200 Ländern verbreitet ist und mehrere zehn Millionen Mit- glieder umfasst. Er schrieb mehr als 80 Bücher in Urdu, Arabisch und Persisch.
Nach dem Tod des Verheißenen Messiasas im Jahre 1908 traten Kalifen seine Nachfolge an, um seine Aufgaben fortzuführen. Hadhrat Mirza Masroor Ahmad, Khalifatul Masih Vat, ist das derzeitige Oberhaupt der Ahmadiyya Muslim Jamaat und der fünfte Nachfolger des Verheißenen Messiasas.
Zum Autor
![]()
In allen großen Religionen gibt es Prophezeiungen über das Er- scheinen eines großen Propheten und Reformers, der zu der Zeit erscheinen würde, wenn die Welt von Egoismus und Unglauben geprägt sein würde. So hat auch Jesusas seine Wiederkehr ange- kündigt und Zeichen für dieses Ereignis genannt.
Im Christentum wird dies Parusie (griech. Ankunft) genannt. Der Heilige Prophet Muhammadsaw hat ebenfalls eine Vielzahl von Prophezeiungen überliefert, in denen von der Wiederkunft Jesusas und dem Auftreten des Imam Mahdi die Rede ist.
Indes bestehen über die Art und Weise, wie diese Prophezei- ungen eintreten werden, bei Christen und Muslimen verschie- denartige Anschauungen. Orthodoxe Muslime glauben, Jesusas sei lebendig in den Himmel aufgefahren und befinde sich dort körperlich im Paradies an Gottes Seite, und eines Tages wird er herabsteigen und die Welt der Ungläubigen mit Waffengewalt besiegen.
Die Ahmadiyya Muslim Jamaat hingegen sagt, dass ein solches Denken der Weisheit Gottes widerspricht. Es ist unsinnig anzu- nehmen, Jesusas befinde sich mit seinem Körper aus Fleisch und Blut in einem Paradies über den Wolken, wo er täglich Nahrung zu sich nehmen muss und anderen Verrichtungen unterliegt,
Zum Autor
![]()
denen ein Mensch aufgrund seiner körperlichen Beschaffenheit nachgehen muss.
Das Paradies, so ist aus den heiligen Schriften der Menschheit zu entnehmen, ist kein materieller Ort, sondern ein geistiger Zu- stand, in dem sich die Seele befindet. Gott ist kein Wesen aus Materie, sondern jenseits von Werden und Zerfall, wie es dem Körper eigen ist. Er ist auch nicht an einen materiellen Ort ge- bunden, so dass die „Himmelfahrt“ von Jesusas nicht bedeuten kann, dass er zu einem bestimmten Ort im Universum aufgestie- gen ist, vielmehr kann man sich Gott tatsächlich nur im spiritu- ellen Sinne nähern, denn nur Ehrfurcht und geistige Verhaltens- weisen, wie Hingabe, Demut und Liebe erreichen Ihn, nicht aber Materielles.
Wenn Jesusas aber nicht mit seinem Körper zu Gott ins Paradies aufgestiegen ist, wo ist er dann? Und wie wird seine Wieder- kunft aussehen, von der zahlreiche Prophezeiungen verschiede- ner Religionen sprechen?
Der Heilige Qur‘an erklärt, dass Jesusas eines natürlichen Todes auf Erden gestorben ist. Nach Hadhrat Mirza Ghulam Ahmadas überlebte Jesusas die Kreuzigung in Bewusstlosigkeit und wan- derte dann zu den verlorenen Stämmen vom Hause Israel bis nach Kaschmir aus, wo er auch begraben liegt (4:158 und 23:51). Sein Grab im Khanyar-Viertel der Stadt Srinagar ist heute noch zu besichtigen. Zudem sagt Gott in weiteren 30 Versen des Hei- ligen Qur‘ans, dass Jesusas auf der Erde gestorben ist. Wie aber kann dann seine Wiederkunft stattfinden?
2012, gebunden, 272 Seiten
ISBN 978-3-932244-80-3
Was will der Islam eigentlich? Diese zentrale Frage wird in diesem Buch beantwortet. Der Autor erklärt, dass es im Islam darum geht, eine unzivi- lisierte, triebgebundene Stufe der menschlichen Existenz zu überwinden, um nach der Erlangung einer moralischen Lebensweise auf eine Stufe zu gelangen, auf der der Mensch das Ziel seiner eigentlichen Sehnsucht, den Sinn seines Lebens, erreicht: Nur in der Vereinigung mit seinem Schöpfer, in der lebendigen Beziehung zu ihm, nur in einer Existenz, wo Gott sich dem Menschen offenbart, wird der Mensch seinem Anspruch, Mensch zu sein, gerecht und erfährt den Frieden, den er implizit seit jeher sucht. Der Autor, der Verheißene Messias des Islam, erörtert, wie der Mensch seinen Schöpfer
erreichen kann, legt dar, auf welche Weise Gott sich dem Menschen offenbart und zeigt auf, wie man sich das Leben nach dem Tod vorzustellen hat. Seine Faszination entwickelt dieses Werk auch deshalb, weil sich hier weit weg von irrationalem Dogmatismus Glaube und Vernunft versöhnen.
2011, DIN-A5, broschiert, 168 Seiten
ISBN 3-921458-79-7
Ende des 20.Jahrhunderts wird Indien von der schlimmsten Pesepidemie der letzten Jahrhunderte heimgesucht. Sechs Millionen Menschen raffen an den Folgen des Schwarzen Todes dahin. Nicht nur, dass derVerheißene Messias der Endzeit, Hadhrat Mirza Ghulam Ahmadas, die bevorstehende Pest prophezeite, vielmehr noch entwarf er in dieser Schrift in Grundzügen seine Lehre, die ursprüngliche Lehre des Islam, durch deren Befolgung seine Zeitgenossen nachweislich vor der Pest gefeit waren und nachkommende Generationen vor endzeitlichen Kata- strophen beschützt sein würden. Er formuliert hier eine Errettung, eine moderne Arche Noahs.

2012, gebunden, 112 Seiten
ISBN 978-3-932244-95-7
Die Geschichte der Menschheit ist auch die Geschichte von Propheten, die erschienen sind, um die Menschheit zu Gott zu führen. In Ansprachen leg- ten sie Beweise für ihre Anliegen vor, verkündeten Prophezeiungen, die in Erfüllung gegangen sind, und verwiesen auf Zeichen, die ihre Wahrhaftig- keit untermauern. Gegen oftmals heftige Opposition gewannen sie so die Herzen und Köpfe der Menschen, die dann in Scharen in ihre Gemeinden eintraten.
Bei vorliegendem Text handelt es sich um so einen Vortrag. Der Verheißene Messias des Islam, Hadhrat Mirza Ghulam Ahmadas, verteidigt im Jahre 1906 seinen Anspruch, der Reformer der Endzeit zu sein, der die Religion wiederbeleben wird, indem er auf die wahre Essenz des Glaubens, die Verbindung zwischen Mensch und Gott, aufmerksam macht. In diesem Vortrag legt er überzeugend Beweise für seine Wahrhaftigkeit vor. Es sind Argumente, die so wirkmächtig sind, dass sich bis zu seinem Tod 1908
300.000 Menschen seiner Gemeinde anschlossen - und bis zum heutigen Tag mehrere zehn Millionen.
2011, DIN-A5, broschiert, 95 Seiten
ISBN 3-921458-77-3
Dieses Büchlein enthält eine 1904 gehaltene und unter dem Namen Lecture Lahore bekanntgewordene Rede des Verheißenen Messiasas und Mahdis des Islam. Scharfsinnig und tiefgründig erklärt der Verfasser, dass die Lehren des Islam im Gegensatz zu Christentum und Hinduis- mus einen vernünftigen und tatsächlichen Weg zur Befreiung von einer sündhaften, ja, sklavischen Existenz aufzeigen.

Der Vortrag von Sialkot. Über die Endzeit, Jesu Tod und Prophezeiungen
2012, gebunden, 104 Seiten
ISBN 978-3-932244-96-4
Der Glaube an eine Endzeit, in der ein Messias oder Reformer die Mensch- heit erlöst, ist Bestandteil fast jeder Religion. Häufig sind diese Vorstellun- gen verknüpft mit abergläubischen Mythen, die in ihrer Irrationalität schwer ernst zu nehmen sind.
Der Autor dieser Rede bringt Licht in dieses Durcheinander. Der Messias der Endzeit hat zur Aufgabe, den Menschen zurück zu einer spirituellen Existenz zu verhelfen, ihn aus dem Joch des Materialismus zu befreien und zu einem Wesen zu machen, das einen lebendigen Kontakt zu Gott aufbaut. Wie jeder andere Prophet, hat auch der Prophet unserer Tage die Aufgabe, den Weg aufzuzeigen, der zu einer von Sünden befreiten, reinen Seele führt. Der Autor dieses Buches verteidigt hier auf überzeugende Weise seinen Anspruch, der Verheißene Messias der Endzeit zu sein. Er zeigt auf, welche Prophezeiungen hinsichtlich seiner Person in Erfüllung gegangen sind und beweist dadurch, dass Gottes ewigwährender Plan im Begriff ist in Erfül- lung zu gehen. In scharfen Konturen legt er Argumente für seine Wahrhaf- tigkeit dar, die gerade in dieser Zeit nicht ignoriert werden dürfen.
2004, Dritte Auflage, DIN-A5, broschiert, 164 Seiten ISBN 3-921458-39-0
Das Buch zum Thema, auf das sich alle anderen berufen! Eine Darstel- lung von Jesusas Entrinnen vomTode am Kreuze und seiner anschlie- ßenden Reise nach Indien gemäß seines eigentlichen Auftrags, sich der verlorengegangenen Schafe des Hauses Israel anzunehmen. Dem Begründer der Ahmadiyya Muslim Jamaat wurde von Gott offenbart,
dass Jesusas weder am Kreuz verstorben sei noch lebendig in den Himmel aufgefahren. Mit breiter Quellenforschung.

1989, DIN-A5, broschiert, 100 Seiten
ISBN 3-921458-46-3
Die vorliegende Sammlung stellt einige herausragende Auszüge aus den mehr als 80 Büchern des Begründers der Gemeinde, Hadhrat Mirza Ghulam Ahmadas, zusammen. Sie werfen Licht auf verschiedene Aspekte des Glaubens und der Philosophie der Gemeinde, so z.B. Auf- gabe und Ziele des Verheißenen Messiasas, das Leben nach dem Tod, Offenbarungen, Lehren des Islam usw.
1989, DIN-A5, broschiert, 60 Seiten
ISBN 3-921458-43-9
Eine Replik des Verheißenen Messiasas und Begründers der Ahmadiyya Muslim Jamaat auf die Kritik einiger Christen am Islam. Er erläutert die wahren und ursprünglichen Lehren Jesuas, die durch die Dogmatik der Kirchen verfälscht wurden, und zeigt auf, dass die Angriffe der Christen gegen den Islam und deren Religionsstifter Muhammadsaw un- berechtigt sind. Die gleichen Einwände waren bereits seitens der Juden gegenüber Jesusas erhoben worden.
2010, Erste Auflage, DIN-A5, broschiert, 46 Seiten ISBN 978-3-932244-60-5
Die Schrift „Die Segnungen des Gebetes“ wurde vom Verheißenen Messiasas im Jahre 1893 verfasst und widerlegt die Ansicht von Sir Sayyid Ahmad Khan, der erklärte, Gebete würden nicht erhört werden, sondern seien vielmehr nur eine Form der Anbetung Gottes.
Der Verheißene Messiasas lehnt diese Ansicht ab und macht deutlich, dass Allah Gebete, die von gläubigen Menschen voller Ergebenheit und aufrichtig dargebracht werden, erhört und beantwortet werden.
Er erklärt zudem, dass die Erhörung von Gebeten dazu führt, dass bestimmte Kausalketten in Gang kommen, die darin gipfeln, dass Ziele, für die gebetet wurde, erfüllt werden. Im zweiten Teil der Schrift, der sich mit dem Buch „Usulut Tafsir“ (Über die Grundsätze des Qur-ân- Kommentars) von Sir Sayyyid Ahmad Khan beschäftigt, legt der Ver- heißene Messiasas seine Kriterien bzw. Richtlinien für eine angemessene Interpretation des Heiligen Qur-âns dar.

Iain Adamson
DIN-A6, broschiert, 204 Seiten ISBN 3-921458-72-2
Das Leben und Werk dieses großartigen Reformers und Propheten (1835-1908) wurde vom Autor akribisch und detailliert festgehalten, vom ersten Gelöbnis der frühen Mitstreiter bis hin zu seinem Dahin- scheiden. „Ich werde deine Botschaft bis an die Enden der Welt tragen“, lautete eine der Botschaften Gottes an ihn. Aus den einstmals ersten 40 Gefährten ist heute eine Gemeinschaft in mehr als 185 Ländern der Welt mit abermillionen von Mitgliedern geworden.
Hadhrat Mirza Bashir Ahmad Spiegel der Schönheit
1992, DIN-A5, broschiert, 84 Seiten
ISBN 3-921458-54-4
Eine Rede über einige besondere Ereignisse, Zeichen und die höchste Moral des Verheißenen Messiasas und Begründers der Ahmadiyya Mus- lim Jamaat, Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad von Qadian. Der Redner be- richtet über verschiedene Aspekte aus dem Leben des Gründers sowie über dessen außergewöhnliche Persönlichkeit und eigenen Verhaltens- normen Freund und Gegner gegenüber.
