Die Grüne Bekanntmachung

Eine Abhandlung über den Tod von Bashir


Hadhrat Mirza Ghulam Ahmadas

Der Verheißene Messias und Mahdi des Islam


Zum Umschlagsmotiv


Gezeigt wird der Raum in Hoshiarpur (Indien), in dem der Verheißene Messiasas sich für vierzg Tage zurück- zog, um fastend und unter Einhaltung einer strengen Askese besondere göttli- che Segnungen zu erbit- ten. Eines der Resultate ist die göttliche Offenbarung ebenjener im Zentrum die- ser Abhandlung stehenden Prophetie über den Verhei- ßenen Reformer.


© Makhzan-e-Tasaweer

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Die Wahrhaftigkeit eines Propheten zeigt sich nicht zuletzt dadurch, ob sei- ne Prophezeiungen in Erfüllung gehen. Sie sind Offenbarungen von Gott und dadurch Ausdruck der Verbindung zum Schöpfer der Menschheit; sie stammen aus dem Reich des Ungesehenen und unterliegen bestimmten Ge- setzmäßigkeiten. Sie bedürfen deswegen der Auslegung und sind ob ihrer metaphorischen Gestalt nicht selten Gegenstand heftiger Kontroversen.

Der Autor dieses Essays war ein Prophet Gottes und Verkünder unzähliger Prophezeiungen. Zu seinen größten gehört die Vorhersage eines Verheiße- nen Reformers aus seiner Nachkommenschaft, der seine göttliche Mission, die Wiederbelebung des Islam, fortführen würde. In der Geburt seines Soh- nes Bashir I glaubte man die Ankunft dieses Reformers zu erleben – doch der frühe Tod des Jungen zerschlug die Hoffnungen und entfachte eine Kontro- verse, auf die der Verheißene Messiasas mit diesem Debattenbeitrag eingeht.


Der Verfasser, Hadhrat Mirza Ghulam Ahmadas (1835-1908), ist der Verhei- ßene Messias und Imam Mahdi des Islam sowie der von allen großen Reli- gionen erwartete Reformer der Endzeit. Er ist Verfasser zeitloser Werke von Weisheit und Vernunft, in denen er den Islam in seiner ursprünglichen Rein- heit darstellt, dadurch die Religion wiederbelebt und sie mit der Moderne versöhnt. Er offenbart einen plausiblen, überzeugenden Weg zu Gott und formuliert einen Sinn des Lebens, der einleuchtend erscheint und eine tiefe Sehnsucht nach Gott weckt.

Die Grüne Bekanntmachung

Eine Abhandlung über den Tod von Bashir

von Hadhrat Mirza Ghulam Ahmadas


Das Original erschien unter dem Titel:

رشتہاا سبز

(Sabz Ištihār)


© Islam International Publications Ltd.


In Urdu erstmalig erschienen 1888 (Qadian, Indien) Erste deutsche Übersetzung/Auflage 2016


Unter der direkten Aufsicht von

Hadhrat Mirza Masroor Ahmad Khalifatul Masih VABA (Fünfter Nachfolger des Verheißenen MessiasAS des Islam)


© image Genfer Straße 11

D - 60437 Frankfurt am Main

Mehr Informationen unter www.verlagderislam.de


ISBN 978-3-944277-69-1 PRINTED IN GERMANY

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort 8

Die Grüne Bekanntmachung 13

Der wahre Bericht über den Tod von Bashir 15

Verkündung 50

Stichwortverzeichnis 52

Glossar 58

Anmerkungen des Herausgebers 62

Zum Autor 70

Vorwort

Vorwort

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Zu den wichtigsten Merkmalen von Propheten gehört, worauf die Bezeichnung derselbigen bereits hinweist, dass sie, auf Grundlage von göttlichen Offenbarungen, Pro- phezeiungen kundtun. Sie stehen in Kommunikation mit Gott, Der Sich Seinen Dienern offenbart, ihnen Kenntnis gibt über das Ungesehene, so dass der Fluss der göttlichen Rechtleitung einsetzt und die Gläubigen und Zweifler und Ungläubigen sich des göttlichen Ursprungs der prophe- tischen Mission bewusst werden. Auch der Autor dieser kurzen Abhandlung, der Verheißene Messias und Mahdi des Islam, Hadhrat Mirza Ghulam Ahmadas, war Empfän- ger göttlicher Offenbarungen. Über sie manifestiert sich seine Wahrhaftigkeit und sie sind insofern gleichsam das Siegel seines Prophetentums, als über die nachweisliche Erfüllung seiner Prophezeihungen der sakrale Ursprung seines Anspruchs offenbar wird.

Zu den größten Prophezeiungen des Verheißenen Messia- sAS des Islams und Reformers der Endzeit gehört jene, die er, nach einer besonders intensiven spirituellen Anrufung Allahs, über die Ankunft eines Verheißenen Reformers aus seiner unmittelbaren Nachkommenschaft machte. In einer Offenbarung von Allah wurde ihm mitgeteilt, dass er einen erleuchteten Sohn erhalten würde, der seine Mission fort- führen und ein Mittel zur Rechtleitung für die Menschen sein würde. Diese Prophezeiung ging mit der Ankunft und dem Leben seines Sohnes Hadhrat Mirza Bashir ud-Din Mahmud Ahmadra, dem zweiten Kalifen der Ahmadiyya Muslim Jamaat, in Erfüllung. Doch bevor die Ereignisse

Vorwort

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der Zeit die Wahrhaftigkeit der Prophetie über die Ankunft des Verheißenen Reformers, des Hadhrat Muṣleḥ Mauʿūdra, bestätigten, sah sich der Verheißene Messiasas Verunglimp- fungen ausgesetzt, die darauf zurückzuführen waren, dass seine Gegner ob des Todes eines neugeborenen Sohnes des Verheißenen Messiasas frohlockten, der „Bashir“ benannt wurde und implizit als möglicher in der Prophezeiung vorhergesagter Reformer aufgefasst wurde.

In dieser Abhandlung, die unter dem Titel „Der wahre Be- richt über den Tod von Bashir“ veröffentlicht wurde, aber aufgrund des grünen Titelblattes der Erstausgabe unter dem Namen „Die Grüne Bekanntmachung“ [Sabz Ištihār] Berühmtheit erlangte, geht der Verheißene Messiasas auf die Vorwürfe seiner Opponenten ein, die im Tod von Bashir das Nicht-Erfüllen der großen Prophezeiung über die An- kunft des Verheißenen Sohnes sahen; dabei aber, so die Ar- gumentation des Verheißenen Messiasas in diesem Essay, in ihrer Auffassung nur ihre große Unkenntnis offenbarten. Und zwar einerseits über den Sachverhalt selbst, über die Details der Prophezeiungen und die Interpretation dersel- ben, und andererseits über die Natur von Offenbarungen und Prophezeiungen, darüber, dass ein großer Unterschied besteht zwischen der göttlichen Botschaft und der Auffas- sung derselben durch die mangelhafte Interpretation des menschlichen Geistes.

Vorwort

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Es ist die Gnade Allahs, dass die Publikationsabteilung der Ahmadiyya Muslim Jamaat Deutschland KdöR die- sen Essay des Verheißenen Messias und Mahdi des Islam Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad von Qadianas in einer deutschen Übersetzung veröffentlichen kann. Dafür ist ei- nigen Personen Dank auszusprechen:


Shafe Ahmad Pal für die Übersetzung aus dem Urdu- Original; Hasanat Ahmad, Safeer-ur-Rahman Nasir und Nabeel Ahmad Shad für die gründliche Überprüfung und Korrektur der Übersetzung sowie Transkription und ara- bischen Text; Tariq Hübsch für Lektorat, Satz und Layout und Qamar Mahmood für die Gestaltung des Buchum- schlags. Möge Allah sie allesamt segnen.


Mubarak Ahmad Tanveer Publikationsabteilung Ahmadiyya Muslim Jamaat KdöR

Frankfurt am Main, 2016


Die Grüne Bekanntmachung

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Der wahre Bericht über den Tod von Bashir

مِ یْ ح

1

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رّ لانِ مٰ ح

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رّ لاہ

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ّللام

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سْ ِب

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ْ َ ْ

یفطصا نیذ

2

لاہِ دابع

یلعمالسلاوہ

لِلدمحلا


Der wahre Bericht über den Tod von Bashir


Der Tod meines Sohnes Bashir Ahmad, der am 7. August 1887 an einem Sonntag zur Welt kam und am 4. November 1888 – ebenfalls ein Sonntag – im Alter von 16 Monaten zum Zeitpunkt des Morgengebetes zu seinem Schöpfer zurückgerufen wurde, löste unter den törichten Menschen einen seltsamen Aufruhr aus. Unter den Verwandten und anderen Leuten machte sich ein vielstimmiges Geraune breit und viele dumme und boshafte Meinungen wurden zum Ausdruck gebracht. Die Gegner des Glaubens, deren Aufgabe darin besteht, sich stets in Untreue und Betrüge- reien zu üben, brachten unzählige Lügen hervor. Anfangs hatte ich nicht die Absicht, über den Tod dieses unschul- digen Kindes eine Schrift oder Rede zu veröffentlichen, da dies insofern nicht für nötig erachtet wurde, als es für kei-


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1 „Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen.“ (Anm. d. Ü.)

2 „Aller Preis gebührt Allah und Friede sei auf Seine Diener, den Auser- wählten.“ (Anm. d. Ü.)

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nen mit Vernunft begabten Menschen einen Grund dafür gibt, darüber zu stolpern. Als der lautstarke Protest jedoch seinen Höhepunkt erreichte und er selbst auf glaubens- schwache und einfältige Muslime eine negative Auswir- kung hatte, hielt ich es – nur um Gottes willen – für ange- bracht, diese Rede zu veröffentlichen.

So sei für die Leser folgendes gesagt: Einige Gegner sch- reiben voller Spott in ihren Flugschriften und Zeitungen über den Tod des Jungen, dass es sich bei ihm um jenes Kind handele, über den es in den Flugschriften vom 20. Fe- bruar 1886, 8. April 1886 und 7. August 1887 hieß, dass er mit Glorie, Majestät und Reichtum ausgestattet sein würde und ganze Völker von ihm Segnungen erlangen würden. Wobei manch einer in seinen Flugschriften gar von sich aus dazu erdichtete,3 dass über dieses Kind die Offenba-



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3 Der Betrüger heißt Lekh Rām von Peshawar, der, um seinen Anspruch zu bekräftigen, in seiner Flugschrift die drei genannten Flugschrif-

ten erwähnt hat und dabei offenkundig unredlich gehandelt hat. So erwähnt er beispielsweise meine Flugschrift vom 8. April 1886 und ent- nimmt aus ihr folgendes Zitat: „So weit wurde meiner Wenigkeit offenbart, dass der Junge bald geboren werden würde, und zwar innerhalb der neun Mo- nate einer Schwangerschaft.“ Den nächsten Satz dieses Ausschnittes lässt er jedoch absichtlich weg; in dem steht: „Es wurde aber nicht offenbart,

ob der Junge, der nun geboren wird, jener erwartete Junge ist oder ob jener zu einem anderen Zeitpunkt, innerhalb der neun Jahre, geboren wird.“ Diesen Satz lässt er absichtlich weg, da dieser seinem Ziel geschadet und

eine Vernichtung seiner üblen Gedanken bedeutet hätte. Sein zweiter Betrug besteht darin, dass eine Flugschrift seitens der Arya bereits vor Lekh Rāms Flugschrift als Antwort auf meine drei oben genannten Flug- schriften in der Druckerei „Chašma nūr Amritsar“ veröffentlicht wurde. Darin haben sie eindeutig zugegeben, dass aus meinen drei Flugschrif-

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rung gemacht wurde, dass er Töchter von Königen heira- ten würde. Dem Leser sei aber klar gemacht, dass jene Leu- te, die diese Einwände hervorbringen, einem Trugschluss unterliegen oder selbst betrügen möchten. Die Wahrheit ist, dass aus allen Flugschriften, die meine Wenigkeit bis

August 1887, der Todesmonat4 des verstorbenen Kindes, veröffentlichte und aus denen Lekh Rām aus Peshawar als Beweis in seiner Flugschrift zitiert hat, niemand auch nur

ein Wort zitieren kann, in welchem der Anspruch erhoben wurde, dass dieser Junge, der verstorben ist, der Muṣleḥ Mau’ūd sein würde und jener, der ein langes Leben erhal- ten würde.

Vielmehr zeigt die Flugschrift vom 8. April 1886 und auch die vom 7. August 1887, welche sich auf den 8. April 1886 bezieht und am Tage der Geburt von Bashir dem Ersten veröffentlicht wurde, klar und deutlich, dass bis dato durch keine Offenbarung ersichtlich wurde, ob dieser Jun- ge der Muṣleḥ Mauʿūd ist und derjenige, der ein hohes Alter erreichen sollte, oder ein anderes Kind.

Es wundert mich, dass Lekh Rām aus Peshawar im Eifer sei-


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ten nicht bewiesen werden kann, dass der eben zur Welt gekommene Junge wirklich jener Muṣleḥ Mau’ūd [Der Verheißene Sohn; Anm. d. Ü.] und derjenige ist, der ein langes Leben erhalten sollte, oder ob jener ein anderes Kind sein würde. Über dieses Eingeständnis verliert Lekh Rām kein Wort. Es ist offensichtlich, dass die erste Flugschrift der Arya diese Flugschrift von Lekh Rām völlig bloßstellt. Siehe ihre Flugschrift, deren Überschrift gemäß ihrem eigenen Zustand lautet: „Allah liebt nicht die Betrüger.“ [Der Verfasser]

4 Dies ist ein Druckfehler im Original. Es muss „Geburtsmonat“ statt

„Todesmonat“ heißen. [Hrsg.]

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ner Voreingenommenheit in seiner Flugschrift, die mit der ihm eigenen und instinktiven argwöhnischen und bösen Neigung, mit übler Nachrede und Schimpfwörtern ange- füllt ist, zwar Einwände gegen die besagten Flugschriften hervorbringt, dabei aber nicht mit klarem Blick jene drei Flugschriften gelesen hat; denn hätte er es gemacht, so wäre ihm die Pein seiner Voreiligkeit erspart geblieben.

Wie bedauerlich ist es, dass jene Pandits der Arya, die in den Bazaren lautstark ausrufen, dass das Fernbleiben von Lüge und das Akzeptieren der Wahrheit ein Prinzip des Arya-Glaubens sei, derartige gewohnheitsmäßigen Lügner nicht davon abhalten, auf diese Weise Lügen her- vorzubringen. Es ist eigenartig, dass dieses Prinzip nur mündlich propagiert wird, aber in der Praxis niemals An- wendung findet. Wie bedauernswert ist das!

Kurz gesagt: Die oben genannten Flugschriften vom 8. Ap- ril 1886 und 7. August 1887 schweigen darüber, wie der zur Welt kommende Junge sein wird und welche Eigen- schaften er besitzen wird. Vielmehr bezeugen beide Flug- schriften, dass in der Offenbarung diese Sache nicht ein- deutig erklärt wird.5


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5 Der Text der Flugschrift vom 8. April 1886 lautet: „Ein Junge wird sehr bald geboren werden, und zwar innerhalb des Zeitraums einer Schwanger- schaft. Es wurde aber nicht offenbart, ob der Junge, der nun geboren wird, jener erwartete Junge ist oder ob jener zu einem anderen Zeitpunkt, innerhalb der 9 Jahre, geboren wird.“ (Siehe Flugschrift vom 8. April 1886, veröf- fentlicht bei Chašma Faiz Qādri Batala) Der Text aus der Flugschrift vom 7. August 1887 lautet wie folgt: „O ihr Leser! Ich gebe Euch die frohe Kunde, dass der Junge, dessen Geburt ich in der Flugschrift vom 8. April 1886 prophezeite, am 16. ḏu l-qaʿda, was dem 7. August entspricht, zur Welt

Der wahre Bericht über den Tod von Bashir

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Sicherlich beziehen sich die oben erwähnten Eigenschaften in der Flugschrift vom 20. Februar 1886 auf einen künftig kommenden Jungen; dies jedoch ganz allgemein und ohne diesen genau festzulegen. Nirgendwo indes steht in jener Veröffentlichung, dass der Junge, der am 7. August 1887 geboren werden wird, der Inhaber dieser Eigenschaften ist. Vielmehr wurde in dieser Flugschrift kein Datum für die Geburt jenes Jungen festgelegt. Es ist eine Schamlosigkeit und Ungerechtigkeit zu behaupten, dass diese Flugschrif- ten den verstorbenen Jungen als Träger dieser Eigenschaf- ten auszeichnen. Ich besitze alle diese Veröffentlichungen noch und auch die meisten Leser werden sie noch bei sich haben. Es wäre angebracht, sie aufmerksam zu lesen und dann selbst ein gerechtes Urteil zu fällen. Als der nun ver- storbene Junge zur Welt kam, erhielt ich hunderte Brie- fe aus allen Richtungen, worin die Frage gestellt wurde, ob er jener Muṣleḥ Mau’ūd sei, durch den die Menschen Rechtleitung erhalten würden. Allen wurde als Antwort geschrieben, dass diesbezüglich noch keine eindeutige Of- fenbarung gekommen ist. Aber im Allgemeinen vermutete man, dass dieser Junge womöglich der Muṣleḥ Mau’ūd sein könnte. Der Grund dafür war, dass mir in Bezug auf dieses verstorbene Kind durch Offenbarung viele erhabene Ei-


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kam. (Siehe Flugschrift vom 7. August 1887, veröffentlicht bei Victoria Press Lahore) Ist nun in den drei Flugschriften, die Lekh Rām von Peshawar voller Eifer vorlegt, auch nur der kleinste Hinweis enthalten,

dass ich das verstorbene Kind jemals als Muṣleḥ Mau’ūd und einen, der ein langes Leben erhält, bezeichnet habe? So denket doch nach! [Der Verfasser]

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genschaften mitgeteilt worden waren. Sie berichteten von der Reinheit seiner Seele, seiner ausgezeichneten Natur, seiner erhabenen und leuchtenden Fähigkeiten und Eigen- schaften, seiner segensreichen Natur und sie bezogen sich auf die Vollkommenheit seiner Attribute. Weil aber seine Auszeichnungen nicht solche waren, die ein ausgereiftes Alter verlangten, äußerte ich nirgends auf der Grundlage irgendeiner Offenbarung, dass dieser Junge mit Sicherheit ein reifes Alter erreichen werde. Im Zuge dieses Nachden- kens und Wartens wurde sogar die Veröffentlichung des Buches „Sirāj-e-Munīr“6 hinausgezögert; so dass erst dann, wenn die Wahrheit über den Jungen anhand von Offenba- rungen klar wird, darüber ausführlich und eindeutig be- richtet werden kann.

Es ist äußerst erstaunlich: Obwohl ich über den verstor- benen Jungen bis jetzt nichts auf Grundlage einer Offen- barung kundtat, keine eindeutige Meinung bildete und diesbezüglich ruhig blieb, und nicht einmal eine winzige Offenbarung diesbezüglich veröffentlichte, fragt man sich, wer unseren Gegner wohl zugeflüstert hat, dass ich eine solche Flugschrift veröffentlicht hätte.

Doch selbst wenn ich in einer ausführlichen Flugschrift die Meinung geäußert hätte, dass dieser Junge womöglich der Verheißene Reformer ist und auch jener, der mit ei- nem langem Leben gesegnet sein wird – basierend darauf, dass dem verstorbenen Jungen gemäß den Offenbarungen erhabene Eigenschaften zugesprochen wurden und ihm


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6 „Leuchtende Sonne“ (Anm. d. Ü.)

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Namen wie Mubashar [der Verheißene], Bashīr [Träger fro- her Kunde], nūrullah [Licht Gottes], ṣayyab [Himmlischer Regen], Charāgh Dīn [Licht des Glaubens] etc. gegeben wurden, die seine vollkommene Person und die ihm inne- wohnende Erleuchtung offenbarten –, ja, selbst eine solche interpretative Annahme sollte den mit Weitsicht begabten Menschen keinen Anlass für irgendeinen Einwand bieten. Denn durch ihr gerechtes Denken und ihre Weitsicht hät- ten sie sofort gewusst, dass diese interpretative Annahme nur im Hinblick auf einige solcher Attribute getroffen wur- de. Diese attributiven Namen sind aber allein ihrem Wesen nach nicht klar und deutlich, sondern bedürfen einer wei- teren Begründung und Erläuterung.

Wenn also überhaupt ihrer Meinung nach ein solcher Feh- ler der Auslegung vorhanden wäre, dann würde selbst dieser in ihren Augen gewichtlos und unbedeutend sein. Es ist zwar schwer, einem törichten und schwachsinnigen Mensch jenes Naturgesetz Gottes zu erklären, welches seit jeher in Bezug auf Seine Offenbarungen, die in gewisser Weise verschwommen sind, Träume, Visionen und offen- barten Worte Anwendung findet. Wissende und mit Weit- sicht begabte Menschen wissen jedoch, dass selbst dann, wenn ein interpretativer Fehler in Bezug auf Offenbarun- gen etc. passiert, dies kein Grund für Kritik sein kann. Den meisten Propheten und entschlossenen Gesandten sind in Bezug auf die Erklärung und Erläuterung ihrer Nachrich- ten und Offenbarungen, die nicht so ausführlich waren,

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solche leichten Fehler unterlaufen7. Ihre Gefolgsleute aber,


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7 Aus einigen Texten der Thora geht hervor, dass Hadhrat Mosesas Interpretationsfehler in Bezug auf das Verständnis und der Erläute- rung einiger seiner Prophezeiungen unterlaufen sind. Jene Hoffnun- gen, die den Kindern Israels über ihre sehr schnelle und umgehende Erlösung gemacht wurden, gingen so nicht in Erfüllung. Deswegen hatten die Kinder Israels in Anbetracht der den Prophezeiungen zugegen erscheinenden Zustände voller Verzweiflung und aufgrund der ihnen innewohnenden Ungeduld gesagt: „O Moses und Aaron! Was ihr uns angetan habt, möge Gott es euch vergelten!“ Es scheint so, dass die Verzweiflung in diesem ungeduldigen Volk genau deswegen eintrat, weil sie gemäß der Rede Mose in ihren Herzen an der Vorstellung festhielten, dass sie alsbald Erlösung erlangen würden, dies aber nicht derart geschah. Denn alsbald kamen derartige Erschwernisse dazwi- schen, über die den Kindern Israels zuvor keine deutliche Kenntnis gegeben worden war. Der Grund hierfür lag darin, dass selbst Mosesas zu Beginn keine klare und eindeutige Kenntnis gegeben wurde über die dazwischenliegenden Prüfungen und ihrer langen Dauer. Auf Grundlage seiner Schlussfolgerung hatte er angenommen, dass man gemäß den offenbarten Zeichen alsbald Erlösung vom elenden Pharao erlangen würde. Doch wie es seit jeher die Praxis Allahs mit allen Sei- nen Gesandten ist, hielt Er Mosesas zu Beginn die dazwischenliegende Drangsal verborgen, um ihm einer Prüfung zu unterziehen und ihm Seine ehrfurchterregende Erhabenheit zu verdeutlichen. Denn wenn ihm alle Ereignisse der Zukunft, alle anstehenden Leiden und Härten, bereits vorher deutlich offenbart worden wären, dann wäre sein Herz bereits vorher völlig stark und beruhigt gewesen. In diesem Fall wäre die Ehrfurcht vor der Prüfung von ihren Herzen gewichen, die aber gemäß der göttlichen Absicht für ihn und seine Anhänger festge- schrieben war, um ihnen hohe Ränge und den dafür vorgesehenen Lohn im Jenseits zu ermöglichen. Genauso hatte auch Hadhrat Jesusas seinen Jüngern solche Hoffnungen und frohe Botschaften in Bezug

auf das weltliche Leben, auf ihren Erfolg und ihren Wohlstand in den Evangelien erteilt, deren Erfüllung genauso einfach, leicht und schnell erschien. Aus den Worten voller froher Botschaft, die Hadhrat Jesusas zu Beginn verkündet hatte, schien es so, als ob ihm bereits zu jener Zeit bald eine große Herrschaft gewährt werden würde. Die Jünger hatten

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die ein aufgewecktes und erleuchtetes Herz besaßen, wur- den ob derartiger Fehler keineswegs in Erstaunen versetzt. Sie wussten, dass der Fehler nicht im Wesen der Offenba- rung oder dem Wort selbst lag, sondern nur aufgrund von Interpretationen entstanden ist. Es ist nun klar geworden, dass Interpretationsfehler, die weltlichen und religiösen


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sich gar in Gedanken an diese Herrschaft Waffen besorgt, die ihnen in ihrer Zeit der Herrschaft nützen sollten. Ebenso hatte Hadhrat Jesusas über das zweite Erscheinen des Messias derartige Worte benutzt, aufgrund derer selbst die Jünger dachten, dass die Zeitgenossen noch nicht verstorben sein würden und auch sie selbst noch am Leben sein würden, wenn der Messias mit all seiner Herrlichkeit und Pracht wie- der in der Welt erscheinen würde. Es scheint so, dass die Auffassung und Meinung von Hadhrat Jesusas in jene Richtung ging, die er in den Köpfen der Jünger als ihre Auffassung entstehen ließ, wiewohl diese nicht richtig war und einen gewissen Interpretationsfehler beinhaltete. Noch seltsamer ist, dass in der Bibel steht, dass einst 400 Propheten der Kinder Israels eine Prophezeiung über den Sieg eines Königs machten, die sich jedoch als falsch erwies, da sich statt des Sieges eine Niederlage ereignete. (S. 1. Buch der Könige, Kap 22, Vers 19) In den Prophezeiungen meiner Wenigkeit findet sich jedoch kein Fehler in der Offenbarung. In der Offenbarung wurde die Geburt von zwei Söhnen vorhergesagt, und ebenso, dass einige Jungen im Kindesalter sterben werden. Siehe Bekanntmachung 20. Februar 1886 und Bekanntma- chung 10. Juli 1888. Gemäß der ersten Prophezeiung wurde ein Sohn geboren und verstarb bald. Hinsichtlich des zweiten Sohnes hatte die Offenbarung prophezeit, dass es einen zweiten Bashir geben wird, des- sen zweiter Name Maḥmūd sein wird. Er wurde zwar bis jetzt, also dem

1. Dezember 1888, noch geboren. Doch gemäß dem Versprechen Allahs wird er mit Sicherheit in der dafür vorgesehenen Frist geboren werden. Himmel und Erde können vergehen, doch es ist nicht möglich, dass Seine Versprechen sich nicht bewahrheiten. Der Törichte lacht über Seine Offenbarungen und verspottet Seine reinen frohen Botschaften, denn er sieht den Tag der Entscheidung nicht und das Ende ist vor seinen Augen verborgen. (Der Verfasser)

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Gelehrten unterlaufen, den Rang derselbigen nicht min- dern. Und soweit es mich betrifft, so habe ich nicht einmal etwas derartig Eindeutiges in einer Flugschrift veröffent- licht, das sich als Interpretationsfehler herausstellte. Wes- halb haben dann meine Gegner, die ohne zu denken han- deln, im Zuge des Todes von Bashir Ahmad Gift und Galle gegen mich gespuckt? Haben sie etwa ausreichende und rechtmäßige Belege für solche Schriftstücke? Oder möch- ten Sie vor den Leuten immer wieder auf solch ungerechte Weise die Emotionen ihrer boshaften Seele entblößen?

Ich bin auch über einige unwissende Muslime verwundert, die mit solchen Vorstellungen immer tiefer im Morast der Zweifel versinken. Besitzen sie etwa eine Veröffentlichung von mir, die ihnen die Gewissheit gibt, dass ich hinsicht- lich dieses Jungens auf der Grundlage irgendeiner Offen- barung eindeutig festgelegt habe, dass er derjenige ist, der ein hohes Alter erreichen wird und der Verheißene Refor- mer sein wird? Wenn eine derartige Flugschrift existiert, dann soll sie doch hervorgebracht werden!

Ich versichere jenen, dass ich eine solche Bekanntmachung nicht veröffentlicht habe. Es stimmt, dass Allah mir in ei- nigen Offenbarungen verdeutlichte, dass der verstorbene Junge einen hohen Rang hinsichtlich seiner persönlichen Fähigkeiten besaß. Seine Natur wurde von der Neigung zur materiellen Welt gereinigt und sein Wesen wurde mit dem Glanz des Glaubens erfüllt. Er besaß eine erleuchtete Natur, edle Eigenschaften und die Seele der Wahrhaftig- keit. Ihm wurden die Namen „bārān-e-raḥmat“ [Regen der

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Barmherzigkeit], „Mubashar“ [der Verheißene], „Bashīr“ [Träger froher Kunde], „yadullahi bi-ǧalāl wa ǧamāl“ [Die Hand der göttlichen Majestät und Herrlichkeit] etc. verlie- hen. Alle Eigenschaften, die Gott durch Sein Wort über ihn offenbarte, bezogen sich auf die ihm innewohnenden er- habenen Fähigkeiten, für die es nicht notwendig war, dass sie nach außen hin auch zum Vorschein kommen müssen. Meine Wenigkeit hat den auf Argumente und Verstand be- gründeten Glauben, dass Menschenkinder mit verschiede- nen Fähigkeiten ausgestattet in diese Welt kommen. Ihre angeborenen Fähigkeiten weisen, unabhängig davon, ob sie ein hohes Alter erreichen oder im Säuglingsalter ster- ben, Unterschiede auf. Diese Unterschiede machen sich auf eindeutige Weise in ihren Kräften, Eigenschaften, ih- rem Aussehen und ihrem Verstand bemerkbar. Sicherlich hat man in den Schulen einige Kinder beobachtet, die au- ßergewöhnlich intelligent, klug, scharfsinnig und mit einer schnellen Auffassungsgabe ausgestattet sind. Sie sind in der Lage, sehr schnell Wissen aufzunehmen. Doch biswei- len macht das Leben ihnen einen Strich durch die Rech- nung und sie sterben in jungen Jahren.

Andere wiederum sind sehr einfältig, dumm und tragen nur einen kleinen Teil an Menschlichkeit in sich. Aus ihrem Mund fließt Speichel und sie benehmen sich wie Wilde. Und dennoch werden viele von ihnen sehr alt und sterben erst im Greisenalter. Sie verlassen die Welt mit ihrer unbe- gabten Natur genauso, wie sie diese betreten hatten. Jeder sieht also mit seinen eigenen Augen, dass es einige Kinder

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gibt, die wie perfekt ausgestattete Wesen sind: Sie besitzen die Reinheit eines Wahrhaftigen, das Denkvermögen eines Philosophen und das erleuchtete Wesen eines Weisen. Sie erscheinen einem als sehr begabte Kinder, doch können in dieser vorübergehenden Welt nicht lange verweilen. Man wird aber auch derartiger Kinder gewahr, deren Anzei- chen nicht gut erscheinen. Der Verstand sagt, dass solche Kinder, wenn sie ein ausgereiftes Alter erreichen, sich zu boshaften, Unheil stiftenden, dummen und die Wahrheit leugnenden Menschen entwickeln werden. Ibrahim, das geliebte Kind des Heiligen Prophetensaw, starb als Säugling im Alter von 16 Monaten. Die seinem Charakter zugespro- chene und gelobte Reinheit und die ihm innewohnen- den Fähigkeiten seiner wahrhaften Natur wurden in den Ahadith festgehalten. Genauso wird im Heiligen Qur‘an die boshafte und unreine Natur des Kindes genannt, das Hadhrat Khidras tötete. Die Lehren des Islams in Bezug auf die Kinder der Ungläubigen, die im Säuglingsalter sterben,

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lautet: Ihre Fähigkeiten sind mit einem Makel versehen, ge- treu dem Prinzip „ہِ یبِ اِ لرسِ دلَولا“ [Wie der Vater, so der Sohn]. Deshalb beziehen sich die Namen, die dem verstorbenen

Kind in den Offenbarungen gegeben worden sind, auf seine rechtgeleitete und tugendhafte Natur und seine angeborenen Fähigkeiten. Und wenn nun jemand diese Namen zwanghaft mit der Erlangung eines hohen Alters in Verbindung bringt, so handelt er boshaft, denn ich hatte diesbezüglich nie eine eindeutige und klare Aussage getroffen. Es ist richtig und absolut wahr, dass die

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Vermutung geäußert wurde, dass dieses Kind im Lichte seiner persönlichen Fähigkeiten der Verheißene Reformer sein könnte, wobei dies jedoch eine im Zweifel getroffene Ansicht war, die durch keine Flugschrift bekannt gegeben wurde. Das Verhalten der Hindus ist höchst erstaunlich! Sie hören aus den Mündern ihrer Zauberer und Sterndeuter tausende Worte, die sich als albern, sinnlos und falsch erweisen. Dennoch hören sie nicht auf, daran zu glauben und bringen die Entschuldigung hervor, dass ein Fehler in der Berechnung unterlaufen sei und es keinerlei Zweifel an der Wahrhaftigkeit ihres Zauberers gäbe. Obwohl sie selbst an solch einfältige und verwerfliche Ansichten festhalten, greifen sie voller Vorurteile und ohne einen klaren Fehler aufzuzeigen göttliche Prophezeiungen an. Indes, wenn Hindus solche absurde Dinge äußern, so ist dies nichts Ungewöhnliches, da sie Feinde des Glaubens sind und gegen den Islam nur eine Waffe besitzen, nämlich die Waffe der Lüge und des Betrugs. Höchst erstaunlich ist jedoch der Zustand der Muslime. Obwohl sie den Anspruch erheben, rechtschaffene und enthaltsame Menschen zu sein und den Lehren des Islam zu folgen, bringen sie solch verwerfliche Dinge über ihre Lippen. Selbst wenn sie Flugschriften von mir gelesen hätten, in denen ich die Annahme geäußert hätte, dass der verstorbene Junge der Muṣleḥ Mauʿūd und der mit einem langen Leben Ausgestattete sein könnte, selbst dann hätte die Weisheit ihres Glaubens und ihre Erkenntnis die Einsicht erzwungen, dass es sich um einen Interpretationsfehler gehandelt haben muss. Dabei können

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solche Fehler sowohl weltlichen als auch religiösen Gelehrten unterlaufen, ja, selbst entschlossene Gesandten sind davon nicht ausgenommen. In diesem Fall jedoch gab es nicht einmal eine solche Flugschrift. Unsere Gegner haben hastig gehandelt, wie sprichwörtlich der Reisende, der seine Schuhe auszieht, bevor er den Fluss gesehen hat. Diese über die gewöhnlichen Muslime verfassten Zeilen beruhen lediglich auf das Gefühl wahrhaftiger Sympathie, so dass sie von den üblen Einflüsterungen ablassen und in ihrem Herzen nicht einen derart verwerflichen und üblen Glauben entstehen lassen, der absolut haltlos ist. Dem Tod von Bashir Ahmad mit Einflüsterungen und Zweifeln zu begegnen entlarvt sie selbst als Unwissende und Törichte. Denn es gibt keinen Raum für Streit und Kritik.

Ich habe immer wieder geschrieben, dass ich keine Schrift veröffentlicht habe, in der ich mit Gewissheit und Entschluss behauptet habe, dass dieser Junge der Muṣleḥ Mauʿūd wäre und ein hohes Alter erreichen würde. Und obwohl ich selbst interpretierend – aufgrund der äußeren Zeichen – zu dieser Annahme neigte, so wurde dennoch genau deswegen keine Flugschrift veröffentlicht, die diese Ansicht klar und deutlich darlegte. Denn diese Ansicht beruhte bis dahin nur auf eine Interpretation und falls diese Interpretation sich als nicht richtig erwiesen hätte, so wären gewöhnliche Menschen irregeleitet worden, da sie nicht mit den Feinheiten und der göttlichen Weisheit vertraut sind. Doch es ist bedauernswert, dass die einfältigen Menschen sich täuschen ließen und von selbst Aussagen erfanden.

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Sie scheinen nicht zu begreifen, dass ihre Einwände lediglich auf einen falschen Glauben beruhen, der zu einem Interpretationsfehler verleitete. Als Antwort sei gesagt: Erstens ist überhaupt kein Interpretationsfehler geschehen, den ich mit fester und endgültiger Überzeugung und mit vollem Vertrauen veröffentlicht hätte. Und zweitens, so möchte ich fragen: Falls ein Prophet oder ein walī8 einen Fehler in der Erkennung und Erläuterung einer Prophe- zeiung macht, mindert das dann etwa den Rang seines Prophetentums oder seiner wilāya9? Keineswegs! Solche Gedanken entstehen nur aufgrund von Unwissenheit und Torheit in Form von Einwänden.

Selbst klare Dinge erscheinen den Leuten verkehrt, da in dieser Zeit überall Ignoranz und Unwissenheit vorherrscht und die Leute religiösem Wissen gegenüber völlig igno- rant geworden sind. Tatsache ist, dass es in dieser Frage allgemeiner Konsens, ja, eine allgemeinhin akzeptierte Auffassung ist, dass ein Prophet oder ein walī Fehler in der Interpretation und Erklärung jener seiner Visionen und Prophezeiungen machen kann, die nicht von Gott Selbst eindeutig erklärt worden sind. Wobei jedoch diese Fehler insofern in keinster Weise den Rang solcher Propheten oder Heiligen mindern, als das Verständnis von Offen- barungen eine Wissenschaft ist wie jede andere auch. Die Regeln und Naturgesetze, die für das Verständnis anderer Wissensbereiche gelten, finden genauso auch Anwendung


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8 Gottesfreund. (Anm. d. Ü)

9 Gottesfreundschaft. (Anm. d. Ü.)

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auf dieses Wissen. Deswegen müssen Propheten und Hei- lige, die mit diesem Wissen ausgestattet sind, auch die mit ihm verbundenen Umstände hinnehmen; und der Fehler in der Auslegung ist einer dieser Umstände. Wenn also ein Auslegungsfehler ein Grund zur Beanstandung darstellt, dann trifft diese Klage alle Propheten, Heiligen und Ge- lehrten gleichermaßen.

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Es ist ebenso falsch zu denken, dass durch Interpretati- onsfehler die Erhabenheit göttlicher Prophezeiungen ge- schmälert würde oder sie deswegen der Menschheit nicht mehr von Nutzen seien oder sie dem Glauben und den Gläubigen schaden würden. Denn falls ein Interpretations- fehler unterläuft, so entwickelt sich derselbige nur zu ei- ner Prüfung im dazwischenliegenden Zeitraum [Zeitraum zwischen Empfang der Prophezeiung und ihrer Erfüllung; Anm. d. Ü.]. Danach jedoch folgen die Manifestationen der Wahrheit und die göttlichen Zeichen auf solch mannigfa- che Weise, als würde ein neuer Tag anbrechen. Jegliche Kritik der Gegner wird durch sie beantwortet. Doch be- vor dieser erleuchtende Tag kommt, ist es notwendig, dass die geliebten Menschen Gottes durch schwere Prüfungen gehen, ja, dass ihre Anhänger und Gefolgsleute gründlich geprüft werden, damit Gott zwischen den Wahrhaftigen und Schwachen und zwischen den Standhaften und Fei- gen unterscheide.

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10 „Liebe ist anfangs rebellisch und blutdurstig/Damit jener flieht, der außerhalb steht.“ (Anm. d. Ü.)

Der wahre Bericht über den Tod von Bashir

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Prüfungen, mit denen Propheten und Heilige anfänglich konfrontiert werden, und die sie entehrt erscheinen lassen, obwohl sie voller Ehre sind, und sie verstoßen wirken lassen, obwohl sie geliebt und angenommen sind, treten nicht auf, damit sie die Heiligen und Propheten ihrer Würde berauben und verloren gehen zu lassen, sie zu zerstören oder ihren Namen von der Erde auszulöschen. Denn wie kann es sein, dass der allmächtige Gott sich mit jenen anfeindet, die ihn lieben und dass Er Seine wahren und treuen Liebenden schmachvoll untergehen lässt? Diese Prüfungen kommen gleich einem Löwen oder wie tiefe Finsternis. Sie kommen, um das auserwählte Volk die höchsten Stufen der göttlichen Akzeptanz erklimmen zu lassen und ihr die Feinheiten der Gotteserkenntnis zu lehren. So ist die Handlungsweise Gottes, die Er seit jeher auf Seine geliebten Menschen anwendet. Die demütigen Rufe von Hadhrat Davidas in seiner Zeit der Prüfung, die in den Psalmen stehen, bezeugen diese Handlungsweise Gottes; ebenso die wehleidigen Hilferufe von Hadhrat Je- susas zur Zeit seiner Prüfung, die im Neuen Testament vor- zufinden sind. Genauso erläutern die im Heiligen Qur’an und in den Ahadith enthaltenen gottergebenen Bittgebete des Heiligen Prophetensaw, welcher der Stolz aller Prophe- ten ist, ebendieses Naturgesetz.11


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11 In den Psalmen finden wir unter den Gebeten von Hadhrat Davidas, die er in einem Zustand äußerster Prüfung sprach, das folgende Gebet:

„Gott, hilf mir; denn das Wasser gehet mir bis an die Seele. Ich versinke in tiefem Schlamm, da kein Grund ist…Ich habe mich müde geschrien…Das Gesicht vergehet mir…Die mich ohne Ursache hassen, der ist mehr, denn ich

Die Grüne Bekanntmachung

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Wenn auf diesem Wege derartige Prüfungen nicht vorhan- den wären, dann würden Propheten und Gottesfreunde niemals die hohen Ränge erlangen, die ihnen durch die Segnungen der Prüfungen zuteil wurden. Wegen dieser Prüfungen wurde ihnen ihre vollkommene Treue, ihre feste entschlossene Absicht und ihre große Opferbereit- schaft wie durch ein Siegel bescheinigt. Dadurch wurde erwiesen, welch großartige Standhaftigkeit sie während einer solch erdbebenartigen Prüfung zeigen und welch wahrhaft treue und aufrichtig Liebende sie sind. Stürme, tiefe und schmerzvolle Finsternis und große Erdbeben er- schütterten sie; sie wurden gedemütigt, als Lügner, Betrü- ger und Verächtliche bezeichnet; sie wurden einsam und


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Haare auf dem Haupt habe…Lass nicht zuschanden werden an mir, die dein harren, Herr! … Lass nicht schamrot werden an mir, die dich suchen…Die im Tor sitzen, waschen von mir, und in den Zechen singet man von mir … Du weißest meine Schmach, Schande und Scham…Ich warte, ob es jemand jammerte, aber da ist niemand.“ (Siehe Psalm 69) Ebenso steht deutlich in den Evangelien, welch inbrünstigen Gebete Hadhrat Jesusas in der Nacht der Prüfung sprach. Hadhrat Jesusas blieb die ganze Nacht

wach. Er war in einem Zustand des Schmerzes und Leids, wie jemand, der im Sterben liegt. Er betete die ganze Nacht, dass der Kelch der Prüfung, der für ihn bestimmt war, irgendwie abgewendet werde.

Doch trotz dieser aufgewühlten und inbrünstigen Rufe blieb das Gebet unerhört. Denn das Gebet während einer Prüfung wird nicht akzep- tiert. Welch großes Leid musste unser geliebter Heilige Prophet, der Stolz und das Siegel der Propheten, Muhammadsaw, während der Zeit der Prüfung ertragen? In einem Gebet sprach er: „O mein Herr! Ich bringe meine Beschwerde ob meiner Schwäche vor Dir! Ich beschwere mich an Deiner Schwelle ob meiner Hilflosigkeit. Meine Pein ist vor Deinen Blicken nicht verborgen. Ich bin bereit, jede Härte zu ertragen, solange Du mit mir zufrieden bist. Ich besitze keine Kraft ohne Dich!“ (Der Verfasser)

Der wahre Bericht über den Tod von Bashir

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allein gelassen. Und selbst göttliche Unterstützung, auf die sie ihr großes Vertrauen setzten, hielt ihr Antlitz für eine gewisse Zeit verborgen. Gott änderte plötzlich Seine lie- bevoll versorgende Gewohnheit auf eine solche Art und Weise, dass der Eindruck entstand, er sei zornig. Er ließ sie in einer solchen Bedrängnis und in einem solchen Schmerz zurück, als ob sie Empfänger eines gewaltigen Zornes sei- en; Er verhielt sich ihnen gegenüber so gleichgültig, als ob Er nicht ihnen, sondern ihren Gegnern Seine Barmher- zigkeit erweisen würde. Die Zeit ihrer Prüfungen wurde sehr lang: Wenn eine Prüfung endete, folgte eine zweite, und wenn diese endete, begann eine dritte. Die Prüfungen kamen über sie wie ein heftiger Regen in einer überaus dunklen Nacht. Sie aber wichen nicht von ihrer festen und entschlossenen Absicht. Sie wurden nicht schwach oder mutlos. Im Gegenteil: Je heftiger und schwerer die Last der Prüfungen und Schmerzen wurde, desto mehr schrit- ten sie voran; je mehr man sie zu zerteilten versuchte, des- to beständiger wurden sie; je mehr man versuchte, ihnen auf diesem Wege Angst einzuflößen, desto mehr nahmen sie zu an Mut und Tapferkeit. Letztlich jedoch bestanden sie die Prüfungen mit den besten Ergebnissen und gingen aufgrund der Segnungen ihrer vollkommenen Aufrichtig- keit erfolgeich aus ihnen hervor. Auf ihren Häuptern wur- de die Krone der Ehre und Heiligkeit gesetzt und all die Einwände der törichten Menschen vergingen, als seien sie nichts gewesen, wie Seifenblasen.

Propheten und Gottesfreunde werden also nicht befreit

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von Prüfungen. Vielmehr sind sie es, die den härtesten Prüfungen ausgesetzt werden. Während ihre Glaubens- kraft sie dazu befähigt, diesen Prüfungen standzuhalten. Gewöhnliche Menschen, die Gott nicht erkennen können, sind genauso unfähig, Seine aufrichtigen Menschen zu er- kennen. Insbesondere, wenn die Geliebten Gottes geprüft werden, geben sich gewöhnliche Menschen der Täuschung hin und versinken gewissermaßen darin. Sie zeigen nicht einmal so viel Geduld, dass sie zumindest das Ende ab- warten. Das gemeine Volk weiß nicht, dass Gott die Äste jenes Baumes, den Er mit Seinen eigenen Händen gepflanzt hat, nicht deswegen zurechtschneidet, um ihn zu vernich- ten. Vielmehr tut Er dies, damit der Baum reichlich Blüten und Früchte trägt und seine Früchte Segnungen tragen. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Prüfungen notwendig sind, um die innere Erziehung und die spiritu- elle Vervollkommnung der Propheten und Gottesfreunde zu gewährleisten. Prüfungen sind für diese Menschen von einer Notwendigkeit, als seien sie die spirituelle Uniform göttlicher Soldaten, etwas, woran sie erkannt werden. Und derjenige, der seinen Erfolg nicht in Konsequenz dieser göttlichen Handlungsweise erlangt, erzielt ihn nur in einer natürlichen Form; und kann ihn in Wahrheit nicht als Er- folg bezeichnen.

Es zeugt vielmehr von großer Unglückseligkeit und Er-

bärmlichkeit eines Menschen, der schnell und unbedacht zu Argwohn neigt und bekanntgibt, dass alle solchen Men- schen, die sich auf Gott berufen, Täuscher, Betrüger und

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Gauner seien. Solch ein widersprüchlicher Glaube führt nämlich dazu, dass man anfängt, die Existenz der wilāya anzuzweifeln. Nachdem ein Mensch die wilāya leugnet, wird er anfangen, das Prophetentum anzuzweifeln. Nach der Leugnung des Prophetentums werden dann Zweifel und Skepsis in Bezug auf die Existenz Gottes entstehen, die in seinem Herzen den Trug entstehen lassen werden, dass dies alles vielleicht nur erfunden und bedeutungslos sei, nur irre Phantasien, die sich in den Herzen der Men- schen festgesetzt haben.

Also ihr Menschen, die ihr die Wahrheit über alles ande- re liebt! O ihr, die nach Wahrhaftigkeit hungert und durs- tet! Seid euch bewusst, dass es äußerst wichtig ist, an die wilāya und die damit verbundenen Eigenschaften zu glau- ben, um den Glauben durch diese Welt der Unruhe unver- sehrt hindurch zu bringen. Die wilāya ist wie ein Schutz für den Glauben an das Prophetentum. Und das Prophe- tentum schützt den Glauben an die Existenz des allmäch- tigen Gottes. Die auliyāʾ (die Heiligen) sind wie Pfähle für das Wesen der Propheten, wohingegen die Propheten wie äußerst starke Nägel fungieren, um den Glauben an die Existenz Gott zu festigen. Derjenige, dessen Blick nicht fä- hig ist, einen Heiligen zu erkennen, wird auch einen Pro- pheten nicht erkennen können. Und derjenige, der unfähig ist, einen Propheten vollständig zu erkennen, kann auch Gott nicht erkennen. Er wird eines Tages stolpern und tief fallen. Seine rationalen Argumente und sein scheinbares Wissen werden ihm nichts nützen.

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Ich halte es nun für angebracht, für den Nutzen der All- gemeinheit zu erklären, dass der Tod von Bashir Ahmad nicht unerwartet eintrat. Vielmehr hat Gott, der Glorie und Majestät besitzt, meine Wenigkeit durch Offenbarungen in Kenntnis darüber gesetzt, dass dieser Junge seine Arbeit bereits getan hat12 und nun sterben wird. Sogar aus den


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12 Es gibt zwei großartige Wege, durch die Allah Seine Gnade nieder- sendet und Seine spirituellen Segnungen gewährt. (1) Der erste Weg ist, dass Er ein Unheil, Leid oder Schmerz hinabsendet und Seinen geduldigen Menschen die Tore Seiner Vergebung und Gnade öffnet. So

spricht Er:

ۡ

ۡ ۡ ۤ َ

ّ َ ۤۡ

َ ُّ ۡ ۡ

َ َ ۤ

َ َ َ ّ ّ َ

َ ۡ ُ َ ۡ ُ ۡ ُ ُ َ ٰٓ ُ َ ٌ َ ۡ َ َ ۡ ّ َّ ۡ ّ

تولصمِہیلعکئِ لواؕنوعجِ رہِ یلاِ اناِ وہِ لِلاناِ اولاقۙ ۃبیصِ ممہتباصا اذاِ نیذِ لا نیرِ بِ صلارِ شِ بو نودتہملامہکئِ لواو۟ۃمحرومِہِبرنمِ

D. h: Es ist ein Naturgesetz von Uns, dass Wir die Gläubigen durch verschiedene Art von Unheil prüfen. Auf jene, die sich in Geduld üben, wird Unsere Gnade herabgesandt. Die Wege des Erfolgs werden nur für jene geöffnet, die geduldig sind. (2) Der zweite Weg, Gnade herabzusenden, ist die Sendung von Gesandten, Propheten, Imamen, Heiligen und Kalifen, damit die Menschen durch ihre Gefolgschaft den rechten Weg finden und Erlösung erlangen, indem sie ihrem Vorbild folgen. So war es der Wille Gottes, dass beide Aspekte durch meine Nachkommenschaft in Erscheinung treten. So hat er, um den ersten Weg der Gnade hinabzusenden, als erstes Bashir gesandt, damit Er für

die Gläubigen jene Wege schafft, die gemäß نیرباصلارشب (gib frohe Kunde den Geduldigen) eine frohe Botschaft für die Gläubigen bedeuten.

So wurde er von Gott aus für tausende Gläubige, die am Leid seines Todes nur um Gottes Willen anteilnahmen, insofern zu ihrem Fürbitter und Vermittler, als er zu einem Vorläufer für sie wurde. Unbemerkt hinterließ er für sie viele Segnungen. Die göttliche Offenbarung ließ deutlich werden, dass jener Bashir, der verstorben ist, nicht umsonst gekommen ist, sondern dein Tod all jenen Leben schenken wird, die nur um Gottes Willen an seinem Tode mit Trauer anteilnahmen. Sie hielten jener Prüfung stand, die mit seinem Tode kam. Bashir wurde für tausende Geduldige und Wahrhaftige als ein Fürbitter geboren.

Der wahre Bericht über den Tod von Bashir

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Offenbarungen, die am Tag der Geburt des verstorbenen Kindes eintrafen, konnte man Hinweise auf seinen Tod er- ahnen. Aus ihnen wird deutlich, dass er ein Grund großer Prüfung für die Geschöpfe Gottes sein wird, so wie es die folgende Offenbarung nahelegt:

تامَ ُلظہیْ فِ ءامَ سّ لانمّ بیِّ صکارً ْیذِ َنوَّ ارً شِّ بَ م وَّ ادھاشہانَ ْلسَ رْ َاانَّ ا

۔ہیْ مدَقتحْ تءٍ یْ شلُّ ُکقٌ رْ َبوَ دعرو


Das heißt: Wir haben dieses Kind als einen Zeugen ent- sandt und als Bringer froher Botschaft und als Warner. Er gleicht einem Gewitterregen, der vielerlei Finsternisse, Donner und Blitz mit sich bringt. All dies liegt unter sei- nen Füßen und wird in Erscheinung treten, sobald er seine Füße hebt, also wenn er stirbt.

Mit Finsternissen waren die Prüfungen und Proben ge-



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Geburt und Tod dieses Reinen wurden gleichsam zu einem Mittel der Sühne für die Sünden all dieser Gläubigen. Für die Vollendung der zweiten Art von Gnade, die wir oben angeführt haben, wird Gott den zweiten Bashir schicken. So wurde noch vor dem Tod des ersten Bashir in der Flugschrift vom 10. Juli 1888 seine Ankunft prophezeit. Allah hat meiner Wenigkeit folgendes geöffnet: Dir wird ein zweiter Bashir gewährt werden, dessen Name auch Mahmood ist. Er wird für

seine Aufgaben ein ulu l-ʿazm (ein fest Entschlossener) sein. ءاشیامہللاقلخی (Allah erschafft, was Er will). Ebenso machte Gott mir deutlich, dass die Prophezeiung vom 20. Februar 1886 in Wahrheit auf die Geburt von zwei reinen Jungen hingedeutet hatte. Bis zum Satz „Gesegnet ist der, der vom Himmel kommt“ bezieht sich die Prophezeiung auf den ersten Bashir. Er wurde auf eine spirituelle Weise zu einem Mittel der Herabsendung von Gnade. Die darauffolgenden Worte beziehen sich auf den zweiten Bashir. (Der Verfasser)

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meint, die auf die Menschen trafen, als er verstarb. Sie verirrten sich in derart harten Prüfungen, die Finsternis- sen glichen. Sie wurden zu jenen, die im folgenden Vers angesprochen werden:

اوۡ ماَقمۡ ِہیۡ َلعمَلظۡ َاۤاذاِ وؕ


Im Text der Offenbarung ist nach der Dunkelheit von Blitz und Licht die Rede. Die Reihenfolge der offenbarten Wör- ter zeigt deutlich, dass erst durch das Heben der Füße des Jungen, also durch seinen Tod, Dunkelheit einbrechen wird, auf die Donner und Blitz folgen werden. Genau in dieser Reihenfolge begann sich die Prophezeiung zu erfül- len: Erst breitete sich durch den Tod Bashirs die Dunkel- heit der Prüfung aus und darauf folgend werden nun bald Donner und Licht in Erscheinung treten. Genauso wie die Dunkelheit in Erscheinung getreten ist, werden, so wie es versprochen wurde, auch Donner und Licht eintreten. Und wenn das Licht erscheint, wird es die Gedanken der Fins- ternis aus den Herzen entfernen und die Einwände, die aus den Mündern jener gekommen sind, die unwissend sind und deren Herzen tot sind, wird es vollends vernichten.

Diese oben zitierte Offenbarung wurde von Beginn an aus- führlich hunderten von Leuten dargelegt. Unter den Zu- hörern dieser Offenbarung gehörte beispielsweise Maulvi Abu Saeed Muhammad Hussain Batalvi genauso wie viele weitere angesehene Personen. Wenn meine Unterstützer und meine Gegner nun über den Inhalt dieser Offenba-

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rung nachdenken und derselbigen ihre Aufmerksamkeit schenken, so werden sie begreifen, dass das Einbrechen der Finsternis schon seit jeher der auch durch Offenbarung mitgeteilten Praxis Gottes entspricht. Es wurde unmissver- ständlich klar gemacht, dass sich unter den Füßen dieses Jungen sowohl Finsternis als auch Licht befinden. Nach- dem er also seine Füße angehoben hat, womit sein Tod ge- meint ist, werden beide notwendigerweise in Erscheinung treten. Also o ihr, die ihr die Dunkelheit gesehen habt, seid nicht erstaunt darüber, sondern seid froh und hüpft vor Freude, denn hernach wird nun das Licht kommen! Der Tod Bashirs erfüllte diese Prophezeiung, aber auch jene Prophezeiung wird in Erfüllung gehen, die in der Flug- schrift des 20. Februar zu finden ist, worin es heißt, dass einige Kinder in jungen Jahren sterben werden.

Letztlich muss an dieser Stelle auch klar sein, dass ich in meinen Werken mein volles Vertrauen in meinen Herrn setze, welcher der Gütige ist. Mich kümmert es nicht, ob die Menschen einverstanden mit mir sind oder mir mit Argwohn begegnen; ob sie meinen Anspruch annehmen oder ablehnen; ob sie mir Lob spenden oder Groll gegen mich hegen. Vielmehr bin ich in meiner Arbeit vertieft, un- bekümmert von allen anderen Menschen, und alle ande- ren Wesen außer das Wesen Gottes als leblos betrachtend. Es gibt aber unter uns und in unserem Volke Menschen, die dieser, meiner Vorgehensweise Verachtung entgegen- bringen. Doch ich gebe ihnen keine Schuld. Denn ich weiß, dass sie nicht sehen können, was mir offenbart wurde. Sie

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haben nicht den Durst, der in mir geweckt wurde.

ہٖ تِ َلِکاش

یٰلعَ ل

مَ عۡ َّیلٌّ ُکؕ


In diesem Zusammenhang finde ich auch wichtig zu erwähnen, dass ich aus einigen ermahnenden Texten einiger Gelehrten erfahren habe, dass sie meine Arbeit nicht mögen. Sie heißen es nicht gut, dass die spirituellen Segnungen und himmlischen Zeichen, die Erfüllung von Gebeten und das Empfangen von Offenbarungen und Visionen den Menschen offengelegt wird. Einige von ihnen sinnen darüber, dass diese Dinge erfunden und zweifelhaft sind und ihr Schaden größer ist als ihr Nutzen. Sie sagen auch, dass diese Dinge in Wahrheit gleichermaßen unter den Menschen zu finden sind und eventuell nur kleine unbedeutende Unterschiede vorhanden sind. Einige glauben gar, dass sie für alle nahezu identisch und gleichermaßen auftreten. Ferner glauben sie, dass Religion und Gottesfurcht und die Bindung zu Allah keine Rolle spielen für diese Dinge. Vielmehr seien sie von Natur aus vorhandene Besonderheiten, die in der natürlichen Veranlagung des Menschen enthalten sind. Sie treten für alle Menschen in Erscheinung, für die einen mehr, für die anderen weniger, ob er nun ein Gläubiger ist oder ein Ungläubiger, ein Rechtschaffener oder ein Frevler. Das ist ihr Gerede, woraus ihre Torheit, ihre oberflächliche Vernunft und ihr Maß an Wissen deutlich werden. Mit etwas Weitsicht indes kann man begreifen, dass ihre

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Achtlosigkeit und ihr Begehren nach dieser Welt ihre religiöse Weitsicht völlig aufgezehrt haben. Unter ihnen sind solche, die einem Leprakranken ähneln, dessen Krankheit die höchste Stufe erreicht hat. Sie führt dazu, dass die Gliedmaßen verfaulen und Hände und Füße zu verwesen beginnen. Genauso haben die seelischen Gliedmaßen solcher Menschen, also ihre seelischen Kräfte, aufgrund ihrer Gier nach der Weltlichkeit angefangen zu verwesen. Gelächter, Gespött, Argwohn und Bosheit gehören zu ihrem Tagesgeschäft. Sie haben sich von der Pflicht, über religiöse Weisheiten und Wahrheiten nachzudenken, völlig befreit. Mit Wahrheit und Erkenntnis haben diese Leute nichts zu tun. Sie möchten nicht den Blick heben, um darüber nachzudenken, weshalb sie überhaupt in diese Welt gekommen sind und was ihr wahres Ziel ist. Sie geben sich Tag und Nacht dieser toten Welt hin. Sie sind nicht einmal in der Lage wahrzunehmen, wie sehr sie vom Weg der Wahrheit abgekommen sind. Und dabei besteht ihre größte Unglückseligkeit darin, dass sie die gefährliche Krankheit, in der sie sich befinden, als einen Zustand völliger Gesundheit erachten und der wahren Gesundheit mit Verachtung und Geringschätzung begegnen. Die Vorzüglichkeit der wilāyat und die Ehrfurcht vor der Got- tesnähe haben ihre Herzen völlig verlassen. Stattdessen hat sich ein Zustand der Verzweiflung und Hoffnungslo- sigkeit breitgemacht. Wenn dieser Zustand weiterhin be- stehen bleibt, dann ist die Gefahr groß, dass ihnen gar der Glaube an das Prophetentum abhandenkommt.

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Der Grund für diesen von mir beschriebenen furchterre- genden Zustand einiger Gelehrter, rührt nicht daher, dass sie die Erfahrung spiritueller Erleuchtungen als unmög- lich oder zweifelhaft ansehen. Sie haben bis jetzt nicht nachdrücklich solchen Erfahrungen Aufmerksamkeit ge- schenkt und haben für sich keine Möglichkeit geschaffen, nach vollständiger und umfassender Recherche sich eine Meinung zu bilden, noch wollen sie sich darum kümmern. Sie haben sich lediglich von der kleinkarierten und haltlo- sen Kritik meiner Gegner, die sie gegen meine zwei Pro- phezeiungen erhoben haben,13 leiten lassen und sind aus


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13 Diese kleinkarierten und haltlosen Kritikpunkte sind folgenderma- ßen: Am 8. April 1886 hatte meine Wenigkeit eine Bekanntmachung mit einer Prophezeiung veröffentlicht, dass in meinem Hause bald ein Sohn geboren werden wird. Ich hatte in dieser Bekanntmachung deutlich geschrieben, dass mit dieser Geburt möglicherweise jener Junge geboren werden wird oder vielleicht bald danach durch eine weitere Schwangerschaft. Also gab Allah, um den verborgenen Dreck und die Ungerechtigkeit der Gegner ans Licht zu bringen, durch jene

Schwangerschaft ein Mädchen. Nach der Schwangerschaft, die danach eintrat, wurde ein Junge geboren und die Worte der Prophezeiung erfüllten sich Wort für Wort. Doch die Gegner brachten aufgrund ihrer alten Praxis der üblen Gesinnung den Einwand hervor, warum nicht bereits beim ersten Mal ein Sohn geboren wurde. Sie bekamen die Antwort, dass in der Bekanntmachung nirgendwo eine solche Bedin- gung über das erste Mal festgesetzt wurde, sondern die Bedingung war, dass bis zur zweiten Schwangerschaft ein Sohn geboren werden wird. Dies ereignete sich genauso und die Prophezeiung ging mit aller Deutlichkeit in Erfüllung. Nun derart kleinkrämerische Kritik auf eine solche Prophezeiung zu üben ist eine Form von Unredlichkeit. Kein gerechter Mensch kann dies tatsächlich als Kritik bezeichnen. Der zweite Kritikpunkt der Gegner lautet, dass der Sohn, dessen Geburt in der Flugschrift vom 8. April 1886 prophezeit wurde, bereits nach seiner Geburt im Kindesalter verstarb. Die ausführliche Antwort darauf

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wurde in dieser Rede bereits gegeben. Zusammenfassend lautet die Antwort, dass wir bis heute nirgendwo weder den Anspruch erhoben hatten, dass dieser Junge ein hohes Alter erlangen würde, noch, dass er der Muṣleḥ Mauʿūd sein würde. Vielmehr befindet sich in meiner Bekanntmachung vom 20. Februar 1886 die Prophezeiung, dass einige meiner Kinder im jungen Alter sterben werden. Man sollte also ehrlich sein und darüber nachsinnen, dass sich durch den Tod dieses Jungen

eher eine Prophezeiung bewahrheitet hat, als dass sie sich als falsch he- rausgestellt hat. Die meisten Offenbarungen, die wir unter den Leuten veröffentlichten, wiesen sogar auf den Tod dieses Jungen hin. In der Flugschrift vom 20. Februar 1888 findet sich der Satz: „Ein hübscher rei- ner Knabe soll dein Gast sein.“ Tatsächlich bezieht sich das Wort „Gast“ auf den Namen jenes Jungen und deutet darauf hin, dass er bereits früh im Kindesalter versterben wird. Denn als Gast wird jener be- zeichnet, der nach einigen Tagen des Aufenthaltes zurückgeht und vor unseren Augen uns verlässt. Jener, der irgendwo wohnt und andere verabschiedet, kann nicht als Gast bezeichnet werden. Der Satz in der besagten Bekanntmachung, dass „er frei von Sünden ist“, verweist eben- so auf seinen Tod im Kindesalter. Man sollte nicht dem Trug verfallen, dass sich dieser Teil der Prophezeiung auf den Muṣleḥ Mauʿūd bezieht. Denn durch Offenbarung wurde klar und deutlich gemacht, dass diese Teile der Offenbarung sich auf den verstorbenen Sohn beziehen. Die Prophezeiung über den Muṣleḥ Mauʿūd beginnt mit dem folgenden Satz: „Er trägt die Fadhl (Segnung) mit sich, die mit ihm kommen wird.“ Dem Muṣleḥ Mauʿūd wurde im offenbarten Text also der Name Faḍlverliehen. Sein zweiter Name ist „Maḥmūd“ und der dritte ist „Bashir, der Zweite“. In einer anderen Offenbarung wurde ihm der Name

„Faḍl-e-ʿUmar“ verliehen. Es war notwendig, dass sein Erscheinen bis zu einer gewissen Zeit aufgeschoben würde, bis dieser Bashir, der ver- storben ist, geboren werden und zurückkehren würde. Denn alle diese Aspekte sind in göttlicher Weisheit mit ihm einhergegangen. Der erste Bashir war also ein Vorbote des zweiten Bashirs. Aus diesem Grund wurden beide in ein und derselben Offenbarung genannt.

Ein gerechter Mensch möge nun darüber nachdenken, ob diese beiden Prophezeiungen von uns tatsächlich irgendeinen Fehler enthalten.

Sicherlich haben wir insofern die Vorzüge und Fähigkeiten des verstor- benen Sohnes durch die Offenbarungen bekanntgegeben, als seine Na-

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tur zur Darstellung gebracht wurde. Auch heute sage ich dies, da Kin- der aufgrund von natürlichen Veranlagungen bestimmte Eigenschaften innehaben; egal ob sie früh sterben oder am Leben bleiben. Dieses Prinzip findet sich in allen Religionen. Kein Gelehrter und Weiser kann dies leugnen. Für einen klugen Menschen gibt es keinen Grund, daran zu stolpern. Aber törichte und dumme Menschen sind schon immer gestolpert. Die Kinder Israels stolperten an der Prophezeiung von Hadhrat Mosesas. Sie wunderten sich, dass dieser Mensch doch vorher- gesagt hatte, dass der Pharao durch eine Strafe heimgesucht werden würde. Er blieb aber ohne Strafe, vielmehr waren wir es, die die Strafe abbekamen, denn erst mussten wir nur einen halben Tag hart arbeiten und nun wurde uns geboten, den ganzen Tag zu arbeiten. Was ist das für eine Erlösung? Doch diese doppelte Härte und der doppelte Fleiß war den Juden nur als Prüfung geboten worden und der Pharao war es, dem am Ende die Verderbnis bestimmt war. Doch diese törichten und voreiligen Leute begannen alsbald damit, Hadhrat Mosesas zu leugnen und in Argwohn zu verfallen, als sie kein sofortiges Ergebnis sahen. Sie sagten: O Moses und Aaron! Was ihr uns angetan habt, möge Gott es euch vergelten! Ebenso sollte man sich einmal die Torheit und Voreiligkeit von Judas Ischariot vergegenwärtigen. Er stolperte über das falsche Verständnis der Prophezeiungen von Hadhrat Jesusas, in- dem er dachte, dass dieser Mensch doch den Anspruch erhoben hatte, ein König zu sein. Er wollte uns hohe Ränge gewähren. Doch das alle blieb eine Lüge und seine Prophezeiungen gingen nicht in Erfüllung.

Vielmehr sterben wir hier vor Hunger und Elend. Es ist besser, sich mit seinen Gegnern zu verbünden, damit wir etwas zu Essen bekom- men. Seine Torheit ließ ihn in Verderbnis stürzen. Die Prophezeiungen von Hadhrat Jesusas gingen aber zu der für sie vorbestimmten Zeit in Erfüllung. Welchen Schaden haben denn die Gesandten aufgrund von solchen törichten Leugnern erfahren, dass wir uns heute darum sorgen müssen, dass das reine Werk Gottes zu einem Ende kommt?! Gewiss muss man wissen, dass solche Menschen, die sich auf der einen Seite als Muslime bezeichnen und das Glaubensbekenntnis rezitieren und auf der anderen Seite sehr schnell Misstrauen und Argwohn hegen, schließlich genauso elend und erfolglos enden werden, wie die törich- ten und unwissenden Juden und wie Judas Ischariot. بابالایلواایاوربدتف

(O ihr, die Vernunft habt! Denket nach!) (Der Verfasser)

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diesem Grund in Zweifel geraten, ohne selbst die Wahrheit zu überprüfen. Sie haben eine derartige Vorstellung über das Licht der wilāyat und der Gottesnähe angenommen, die einer trockenen Philosophie und einer blinden Befolgung des Naturalismus ähnelt. Sie hätten darüber nachdenken sollen, welchen Beweis meine Gegner denn vorgebracht haben, um ihre Verleugnung zu rechtfertigen. Wenn aber keine Argumente vorliegen und alles nur sinnloses Gerede ist, zeugt es dann etwa von Vernunft und Glaubensstärke, sein Herz von solch absurden und grundlosen Anschuldi- gungen beeinflussen zu lassen?

Auch wenn wir für einen Augenblick annehmen, dass ich einen Interpretationsfehler hinsichtlich dieser Prophezei- ung gemacht und diesen klar und deutlich in einer Schrift veröffentlicht hätte, selbst dann gäbe es für einen klugen Menschen keinen Grund für Beanstandungen. Man soll- te nämlich bedenken, dass selbst Propheten nicht frei von Interpretationsfehlern sind. Außerdem wurde ich bis jetzt vom allmächtigen Gott mit etwa 7000 wahren Visionen und Offenbarungen gesegnet. Dieser Prozess der spiri- tuellen Wunder geht immer weiter voran. Sie fallen Tag und Nacht wie Regen auf mich herab. Also kann sich unter diesen Umständen nur jener Mensch als glückselig schät- zen, der wahrhaftig und aufrichtig sich diesem göttlichen System ergibt und von den himmlischen Gunsterweisun- gen nutzen zieht. Doch sehr unglückselig ist jener Mensch, der diesen göttlichen Lichtern und Segnungen keine Auf- merksamkeit schenkt, sich ihrer beraubt und also für sich

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den Weg der sinnlosen Nörgelei und von Torheit gepräg- ter Meinung bevorzugt. Ich möchte solche Leute nur um Gottes willen ermahnen, dass sie sich von der Wahrheit und der Befähigung, die Wahrheit zu erkennen, weit ent- fernt haben, weil sie solchen Gedanken Einlass in ihren Herzen geboten haben. Wenn ihre Aussage stimmt, dass Offenbarungen und Visionen keine Auszeichnung sind, die zwischen auserwählten und gewöhnlichen Menschen, zwischen Gläubigen und Ungläubigen, unterscheiden, dann wäre diese Meinung für all jene, die auf der Suche nach Gott sind, ein Grund großer Enttäuschung. Ich möch- te ihnen versichern, dass es vielmehr eine dem Islam in- newohnende spirituelle Besonderheit von hohem Rang ist, dass jene, die dem Islam mit Wahrhaftigkeit folgen, mit der Gunst des besonderen göttlichen Gesprächs gesegnet werden. In ihrem Wesen entstehen die Lichter der göttli- chen Akzeptanz, die andere mit ihnen nicht teilen können. Das ist eine Tatsache und die Wahrheit, die sich in der per- sönlichen Erfahrung unzähliger aufrechter Menschen of- fenbart hat. Diese hohen Ränge werden solchen Menschen zuteil, die dem Heiligen Prophetensaw mit Leib und Seele folgen, die ihr weltliches Wesen aufgeben, um es mit dem Gewand der Göttlichkeit zu umhüllen. Das bedeutet, dass sie ihre weltlichen Gefühle sterben lassen und sich ein neu- es Leben des göttlichen Gehorsams schenken. Makelhafte Muslime können sich nicht zu ihnen zählen, geschweige denn Ungläubige und Frevler. Ihre Vollkommenheit wird dann offenbar, wenn der Wahrheitssuchende in ihrer Ge-

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sellschaft verweilt. Aus diesem Grund habe ich, um alle Aspekte der Wahrheit vollständig zu verdeutlichen, zu den Führern verschiedener Glaubensgemeinschaften Flug- schriften und Briefe gesandt, damit sie meinen Anspruch auf die Probe stellen mögen. Wenn sie wirklich auf der Su- che nach der Wahrheit gewesen wären, dann wären sie mit voller Aufrichtigkeit gekommen. Doch kein einziger von ihnen kam mit aufrichtiger Absicht.

Vielmehr versuchten sie, wann immer eine Prophezei- ung in Erfüllung ging, diese zu vertuschen. Falls unsere Gelehrten nun zögern, diese Wahrheit anzunehmen und zu akzeptieren, dann sollen diese unsere eigenen Freunde doch, unter denen viele auch große Gelehrte sind, mich auf die Probe stellen und mit Aufrichtigkeit und Geduld einige Zeit in meiner Gesellschaft verbringen, um die Wahrheit zu erkennen, statt fremde Menschen einzuladen. Wenn sich danach mein Anspruch als unwahr erweist, dann bin ich bereit, mich ihnen reumütig anzuschließen. Doch ich hoffe, dass Gott in ihren Herzen die Tore der Reue und Umkehr öffnet. Ihre unterweisenden Schriften werden nur dann von Bedeutung sein, wenn sie, nach Veröffentli- chung dieser Schrift, meine Ansprüche einer Prüfung un- terziehen und ihre Ansichten durch zweifelsfreie Beweise untermauern. Aber zum jetzigen Zeitpunkt haben ihre Un- terweisungen keinen Wert, vielmehr ist ihr verschleierter Zustand äußerst erbärmlich.

Ich weiß zu genau, dass das blinde Befolgen des mensch- lichen Verstandes insofern die Herzen unserer Gelehrten

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in den Bann gezogen hat, als sie solchen Gedanken mehr Nachdruck verleihen als nötig ist. Sie erachten diese Ge- danken als genügend für die Etablierung des Glaubens. Sie verunglimpfen spirituelle Segnungen auf eine Art und Weise, die unrechtmäßig und nicht zu ertragen ist. Ich glaube, dass sie sich nicht bloß oberflächlich dieser Verun- glimpfung schuldig machen, sondern diese sich tatsächlich in ihren Herzen festgesetzt hat. Ihre ihnen innewohnende weltliche Vorliebe hat diese Krankheit akzeptiert, weil sie einen zu geringen Anteil an dem Licht der Wahrheit er- langt haben und stattdessen voll von leeren Worten sind. Sie sind so sehr von ihrer Ansicht überzeugt und verlei- hen ihr einen solchen Nachdruck, dass sie versuchen wol- len, die Erleuchteten wieder in die Dunkelheit zu stürzen, wenn das ihnen irgendwie möglich wäre. Diese Gelehrten sind zwar um den augenscheinlichen Sieg des Islams be- kümmert, doch was der wahre Sieg des Islams bedeutet, darüber wissen sie nichts.

Der wahre Sieg des Islams bedeutet, dass wir genauso, wie es das Wort „Islam“ impliziert, unser ganzes Dasein Allah widmen, uns von den Emotionen befreien, die der Welt zugeneigt sind, und dass uns kein Götze mehr im Wege steht, sei es der Götze der Begierde, der Wünsche oder der Anbetung von Geschöpfen, und dass wir uns völlig dem Willen Gottes hingebn. Es bedeutet, dass uns nach einem solchen Ich-Tod14 das ewige Leben15 gewährt wird, welches


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14 „fanā“ genannt. (Anm. d. Ü.)

15 „baqā“ genannt. (Anm. d. Ü.)

Der wahre Bericht über den Tod von Bashir

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unserer Sicht eine neue Farbe und unserer Erkenntnis eine neue Leuchtkraft verleiht, in unserer Liebe eine neue Lei- denschaft hervorruft, wir zu einem neuen Mensch werden und der ewige Schöpfer zu einem neuen Gott für uns wird. Das ist der wahre Sieg! Zu seinen Zweigen gehört auch der Zweig des göttlichen Zwiegesprächs. Wenn die Muslime in dieser Zeit diesen Sieg nicht erlangen sollten, dann wird der bloße Sieg der menschlichen Vernunft sie zu keinem Ziel führen können. Ich habe die feste Überzeugung, dass die Tage jenes Sieges nahe sind. Allah selbst wird dieses Licht scheinen lassen und Er wird Seinen schwachen Die- ner Güte erweisen.

Die Grüne Bekanntmachung

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Verkündung


An dieser Stelle möchte ich auch eine weitere Botschaft an die Menschen im Allgemeinen und meinen muslimischen Brüdern im Besonderen überbringen. Mir wurde gebo- ten, von den Menschen, die nach der Wahrheit streben, das baiʿat16 entgegenzunehmen, und zwar für den wahren Glauben, für die wahre Reinheit des Glaubens, für das Er- lernen des Weges der Gottesliebe und für das Verlassen des schmutzigen, trägen und aufsässigen Lebens. Wer auch immer in sich selbst die Bereitschaft dafür verspürt, der muss zu mir kommen: Ich werde ihr Tröster sein und ich werde versuchen, ihre Bürde zu erleichtern. Gott wird in meinen Gebeten und in meiner Aufmerksamkeit für sie eine Segnung, vorausgesetzt sie sind mit Leib und Seele bereit, den göttlichen Bedingungen zu folgen. Dies ist ein göttlicher Befehl, den ich heute übermittelt habe. Die Of- fenbarung in arabischer Sprache hierüber lautet wie folgt:


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16 Der Treueid, Treueschwur. (Anm. d. Ü.)

Verkündung

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17 نیذلا۔انیحوواننیعابکلفلاعنصاوہللایلعلکوتفتمزعاذا عبتانمیلعمالسلاو۔مہدیاقوفہللادیہللانوعیابیامناکنوعیابی

۔یدھلا


Friede sei mit dem, der der Führung folgt.

Der Verkünder

Ghulam Ahmad (möge Allahs Vergebung mit ihm sein)

1. Dezember 1888


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17 „Wenn du aber dich entschieden hast, so setze dein Vertrauen auf Allah. Und baue die Arche vor Unseren Augen und nach Unserer Of- fenbarung. Die dir Treue schwören, Allah nur schwören sie Treue; die Hand Allahs ist über ihren Händen.“ (Anm. d. Ü.)


Stichwortverzeichnis

Stichwortverzeichnis

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A

Aaron 22, 44

Ahadith 26, 31, 59, 73

Allah 79

Angst 33

Anspruch 76, 77, 78

Arabisch 73

Arya 16, 17, 18

Aufrichtigkeit 33, 47

B

Bai’at 50

Bārān-e-Rahmat 24

Barmherzigkeit 25, 33, 61

Bashir 15, 17, 21, 23, 24, 28, 36,

37, 43, 80

Befreiung 77

Begehren 41

Bekanntmachung 5, 6, 13, 23,

24, 42, 43

Bibel 23, 73

Blitz 37, 38

Botschaft 22, 36, 37, 50, 80

Buch 76, 78, 79

C

Charagh Din 21

Christen 74, 79

Christentum 74, 77

Christentums 79

D

Davidas 31

Demut 75

Denkvermögen 26 Die Arche Noahs 76 Dunkelheit 38, 39, 48

E

Ehre 31, 33

Ehrfurcht 22, 41, 75

Endzeit 76

Erde 23, 31, 75

Erkenntnis 27, 41, 49

Erleuchtung 21

Erlösung 22, 36, 44

Erziehung 34

F

Fehler 21, 22, 23, 27, 28, 29,

30, 43

Finsternis 31, 32, 38, 39

Finsternisse 37

Flugschrift 16, 17, 18, 19, 20,

24, 27, 28, 37, 39, 42, 43

Frevler 40, 46

Frieden 76

Frist 23

G

Gast 43

Gebet 73

Gebete 79

Geburt 17, 18, 19, 23, 37, 42

Geduld 34, 36, 47

Gefolgsleute 22, 30

Gemeinde 73, 79

Gesundheit 41

Die Grüne Bekanntmachung

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Gier 41

Glauben 73

Glaubensbekenntnis 44

Gläubigen 30, 36, 37, 46, 61

Gnade 11, 36, 37, 61

Gott 4, 22, 25, 29, 30, 31, 33, 34,

35, 36, 37, 44, 45, 46, 47,

49, 50, 73, 75, 76, 77, 78

Gotteserkenntnis 31, 77

Gottesfreunde 32, 33

Gottesfurcht 40, 61

Gottesliebe 50

Gottesnähe 41, 45

H

Herrschaft 22, 23

Himmel 23, 37, 74, 78

Himmelfahrt 75

Hindus 27

I

Ibrahim 26

Ich-Tod 48

Indien 73, 76, 78

Interpretationsfehler 22, 23, 24,

27, 29, 30, 45

Islam 4, 5, 6, 11, 27, 46, 48, 59,

61, 71, 73, 76, 77, 79

J

Jesus 78

Jesusas 22, 23

Juden 79

Jünger 22, 23

K

Kaschmir 75

Kinder 22, 23, 25, 26, 39, 43, 44

Kinder Israels 22, 23, 44

Kindesalter 23, 42, 43

Königen 17

Koran 73, 75, 79

Krankheit 41, 48

Kreuz 78

Kreuzigung 75

Kritik 21, 28, 30, 42, 79

L

Leben 73, 76, 79, 80

Leben nach dem Tod 76, 79

Lehre 76

Lekh Rām 16, 17, 19

Licht 21, 38, 39, 42, 45, 48, 49,

78, 79

Liebe 30, 49, 75

Lüge 18, 27, 44

M

Mahdi 5, 71, 73, 74

Mahmood 11, 23, 37, 43

Menschenkinder 25

Messias 4, 5, 11, 23, 59

Moral 80

Mosesas 22

Mubashar 21, 25

Muslim 73, 74, 78, 79, 80

Muslime 16, 24, 27, 28, 44, 46,

49, 73, 74

Stichwortverzeichnis

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Mut 33

N

Natur 20, 24, 25, 26, 40, 43

Naturalismus 45

Naturgesetz 21, 31, 36

Neuen Testament 31

Niederlage 23

O

Offenbarung 16, 17, 18, 19, 20,

23, 24, 36, 37, 38, 43, 50,

51

Offenbarungen 20, 21, 23, 24,

26, 29, 36, 37, 40, 43, 45,

46, 79

P

Paradies 74, 75

Pest 76

Philosophen 26

Philosophie 45, 76, 79

Prophet 74, 78

Propheten 21, 23, 29, 30, 31, 32,

33, 34, 35, 36, 45, 59, 60,

74, 77, 80

Prophetentum 35, 41, 61

Prophezeiung 23, 29, 37, 38, 39,

42, 43, 44, 45, 47

Prophezeiungen 22, 23, 27, 29,

30, 42, 43, 44, 73, 74, 75,

77, 78

Prüfungen 22, 30, 31, 32, 33, 34,

37, 38

Psalmen 31

Q

Qadian 71, 73, 80

Qur’an 31

Qur-ân 73

R

Reformer 77, 78

Reinheit 4, 20, 26, 50

Religion 4, 40, 77, 78

Reue 47


S

Säugling 26

Schönheit 80

Schöpfer 73, 76

Schwangerschaft 16, 18, 42

Seele 20, 24, 31, 46, 50, 75, 78

Segnungen 79

Sieg 23, 48, 49

Siraj-e-Munir 20

Sohn 17, 23, 26, 42, 43

Standhaftigkeit 32

Streit 28

Sühne 37

Sünde 77

Sympathie 28


T

Tag der Entscheidung 23 Tapferkeit 33

Thora 22

Die Grüne Bekanntmachung

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Tod 15, 16, 28, 36, 37, 38, 39,

43, 48, 73, 76, 77, 78, 79

Träume 21

Treue 32, 51


U

Ulul Azm 37

Ungerechtigkeit 19, 42

Ungläubigen 26, 46, 74

Unheil 26, 36


V

Vergebung 36, 51

Verheißene Reformer 20, 24, 27

Vernunft 4, 16, 40, 44, 45, 49, 76

Versprechen 23

Verzweiflung 22, 41

Visionen 21, 29, 40, 45, 46

Vollkommenheit 20, 46

Vorurteile 27


W

Waffen 23

Wahrhaftigkeit 24, 27, 35, 46,

77, 78

Wahrheit 17, 18, 20, 26, 30, 34,

35, 37, 40, 41, 45, 46, 47,

48, 50

Wali 29

Weisheit 4, 27, 28, 43, 74

Welt 80

Wie der Vater, so der Sohn 26 Wilaya 29, 35

Wilde 25

Wissen 25, 29, 30, 35, 40

Wunder 45


Z

Zeichen 74, 77, 80

Zweifel 24, 27, 28, 35, 45


Glossar

Glossar

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  1. Ahl-i-ḥadīṯ: Eine Bewegung innerhalb des sunnitischen Islam.

  2. Amin (amīn): (arabisch نيمآ�). Amen; sinngem. „O Allah, erhöre die-

    ses Gebet!“

  3. Anjuman-e-Himāyat-e-Islām: Religiös-politisch engagierte Organi- sation im damaligen Indien.

  4. baiʿat: (arabisch ةعيب - baiʿa) Treueeid, Treuegelübde.

  5. Barāhīn-e Aḥmadiyya: Ein Buch des Verheißenen Messias, Hadhrat Mirza Ghulam Ahmadas.

  6. burūz: (arabisch زورب) Spirituelle Manifestation bzw. jene Person, die

    die spirituelle Manifestation des Prophetensaw oder eines Heiligen ist.

  7. dajjal (daǧǧāl): (arabisch لاجد ) wörtl. Täuscher, Betrüger, Schwind- ler. Bes. in der islamischen Eschatologie: Manifestation des Teufels in der Endzeit, der durch die verheißene Erscheinung des Messias be- kämpft wird. (Vergleichbar mit den Antichristen.)

  8. durūd: (persisch دورد) Segensgebete, bes. Segensgebete für den Hei-

    ligen Prophetensaw.

  9. ḍaʿīf: (arabisch فيعض - ḍaʿīf ) schwach; term. ein ḥadīṯ, das auf einer nicht glaubwürdigen, zweifelhaften Authentizität zurückzuführen ist.

  10. ḍāllīn: (arabisch نیلاض) die Irregeleiteten. Gemeint sind die Anhän-

    ger des Christentums.

  11. Hadith/Ahadith (ḥadīṯ, pl. aḥādīṯ): (arabisch ثيدح) wörtl. Erzäh- lung, Bericht; bez. die Überlieferungen der Aussprüche und Handlun- gen des Heiligen Propheten Muhammadsaw, sowie die Handlungen Drit- ter, die er stillschweigend gebilligt hat.

  12. InshaAllah (inšāʾallāh): (arabisch هلل� ءاش نإ�) „so Allah will“.

  13. Jizya (ǧizya): (arabisch ةيزج) Steuer, die von der Nicht-Muslimi- schen Bevölkerung erhoben wird.

  14. Kafir (kāfir): (arabisch رفاک) Ungläubiger, Leugner.

    Die Grüne Bekanntmachung

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  15. Khatam-ul-Anbiya (ḫātamu l-anbiyāʾ): (arabisch ءايبنأ�ل� متاخ) Siegel der Propheten, gemeint ist der Heilige Prophet Muhammadsaw.

  16. Khatam ul Khulafa (ḫātamu l-ḫulafāʾ): (arabisch ءافلخل� متاخ) Siegel

    der Kalifen.

  17. Khatm-e nubuwwat: Siegel des Prophetentums.

  18. Khula (ḫulaʿ): (arabisch علخ) in der islamischen Rechtswissenschaft das Sich-Scheidenlassen der Frau vom Ehemann und aus der Ehe.

  19. Māliki yaumiddin: (arabisch نیدل� موی كلام): Attribut Gottes, Meister

    des Gerichtstages.

  20. mauḍūʿ: (arabisch عوضوم) gefälscht; erfunden; term. ein ḥadīṯ, das erfunden und damit als Fälschung anzusehen ist.

  21. Miraj (miʿrāǧ): (arabisch ج�رعم) Spirituelle Himmelfahrt.

  22. Muhaddith (muḥaddiṯ, pl. muḥaddiṯūn): (arabisch ثدحم)

    Ḥadīṯwissenschaftler, Überlieferer eines ḥadīṯ.

  23. Nadwat al-ʿUlamāʾ: Vereinigung von islamischen Gelehrten in In-

    dien.

  24. n.H.: Abk. f. „nach der Hidschra“. Markiert den Beginn der islami- schen Zeitrechnung mit der Auswanderung des Propheten aus Mekka am 24. September 622.

  25. pīr: spiritueller Mentor.

  26. Rabbu l-ʿālamīn: (arabisch نیملاعل� بر) Attribut Gottes, der Herr der

    Welten.

  27. Rabubiyyat (rabbūbiyya): (arabisch ةيبوبر) Attribut Gottes, Erhal- tung, Herrsein (abgeleitet von arabisch بر - rabb)


  28. Rahimiyyat (raḥīmiyya): (arabisch ةيمیحر) Attribut Gottes, Barm- herzigkeit (abgleitet von arabisch rahīm).

  29. Rahmaniyyat (raḥmāniyya): (arabisch ةينامحر) Attribut Gottes, Gna-

    Glossar

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    de (abgeleitet von arabisch نامحر - raḥmān).

  30. Sahih Bukhari (Ṣaḥīḥ al-Buḫārī): (arabisch يراخبل� حیحص) Samm- lung authentischer Überlieferungen des Heiligen Prophetensaw durch Imām Muḥammad ibn Ismāʿīl al-BuḫārīRH.

  31. Sahih Muslim (Ṣaḥīḥ Muslim): (arabisch ملسم حیحص) Sammlung

    authentischer Überlieferungen des Heiligen Prophetensaw durch Imam Muslim bin ḥiǧāǧRH.

  32. Salih (ṣāliḥ): (arabisch حلاص) Frommer; term. erste Stufe des Gläu-

    bigen.

  33. Scharia (šarīʿa): (arabisch ةعيرش) wörtl. „der Weg zur Tränke“; „re- ligiöses Gesetz“ des Islam, das auf den Heiligen Qurʾān und der Praxis des Heiligen Prophetensaw basiert.

  34. Shahid (šahīd): (arabisch دیھش) Märtyrer; term. die Stufe vor dem

    ṣiddīq (siehe nächsten Eintrag im Glossar).

  35. Siddiq (ṣiddīq): (arabisch قیدص) Wahrhaftiger; term. letzte Stufe vor dem Prophetentum.

  36. Sunna: (arabisch ةنس) gewohnte Handlungsweise, hauptsächlich im

    Zusammenhang mit der Praxis des Heiligen Prophetensaw verwendet.

  37. ṭalāq: (arabisch قالط) in der islamischen Rechtswissenschaft die vom Mann ausgesprochene Scheidungserklärung gegenüber seiner Ehefrau.

  38. Taqwa (taqwā): (arabisch ىوقت) Gottesfurcht, Rechtschaffenheit.


Anmerkungen des Herausgebers

Anmerkungen des Herausgebers

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Gemäß unserer Zählweise wird die sogenannte tasmiya oder basmala, also der Vers bi-smillāhi r-raḥmāni r-raḥīm (Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen) immer als der erste Vers der jeweiligen Sura des Heiligen Qur’an mitgezählt. Einige Qur’an-Ausgaben lassen diesen Vers bei der Zählung außer Acht. Sollte der Leser irgendeinen in diesem Buch zitierten Vers nicht unter der angegebenen Versnummer wiederfinden, sei es ihm geraten, von der angegebenen Zahl Eins abzuziehen.

Im islamischen Sprachgebrauch werden hinter den Namen bestimmter Perso- nen, denen Gott eine besondere Stellung gegeben hat, verschiedene Segensge- bete (Eulogien) gesprochen. Folgende Abkürzungen wurden verwendet, deren vollständige Form im Arabischen (in deutscher Transliteration) ebenfalls im Folgenden angegeben wird:


SAW ṣallallāhu ‘alaihi wa-sallam (taṣliya genannt) – Bedeutung: „Frieden und Segnungen Allahs seien auf ihm“ – wird nach dem Namen des Heiligen Propheten Muhammadsaw gesprochen.


AS ‘alaihi s-salām (taslīm genannt) – Bedeutung: „Friede sei auf ihm“ –

wird nach dem Namen aller anderen Propheten gesprochen.


RA raḍiyallāhu ‘anhu / ‘anhā / ‘anhum – (tarḍiya genannt) – Bedeutung:

„Möge Allah Wohlgefallen an ihm/ihr/ihnen haben“ – wird nach den Namen der Gefährten des Heiligen Propheten Muhammadsaw oder des Verheißenen Messiasas gesprochen.


RH raḥmatullāhi ‘alaih / raḥimahullāh – Bedeutung: „Möge Allah ihm Barmherzigkeit erweisen“ – wird nach den Namen von bereits verstorbenen besonderen rechtschaffenen Menschen gesprochen, die aber keine Gefährten des Heiligen Propheten Muhammadsaw oder des Verheißenen Messiasas waren.


ABA ayyadahullāhu ta‘ālā bi-naṣrihi l-‘azīz – Bedeutung: „Möge Allah sein Helfer sein und ihn mit Seiner Kraft unterstützen“ – wird nach dem Namen des Kalifen der Zeit gesprochen.

Die Grüne Bekanntmachung

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In diesem Buch verwendete Konvention der Transliteration


Für die Umschrift von Wörtern aus dem Arabischen, Persischen und Urdu haben wir ein an die Regeln der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft (DMG) angelehntes, an einigen Stellen der einfachen Lesbarkeit halber vereinfachtes System verwendet. Die Umschrift gemäß der DMG stellt eine Mischform zwi- schen Transliteration (buchstabengetreue Wiedergabe des Schriftbildes) und Transkription (lautgerechte Wiedergabe) dar, wobei in der Fachliteratur im All- gemeinen der Schwerpunkt auf Transliteration liegt, d.h.: In der Regel wird dort jeder arabische Konsonant mit einem eigenen Symbol wiedergegeben. Von dieser Regel weichen wir bei einigen Fällen ab und setzen den Schwerpunkt im Zweifelsfall bei der lautgerechten Wiedergabe, statt einem Buchstaben immer ein Zeichen zuzuordnen. Auf diese Weise kann ein Leser, der des Arabischen nicht mächtig ist und beispielsweise mit den Regeln der Verbindung von Buch- staben nicht vertraut ist, dennoch die Wörter richtig aussprechen.

Die wesentlichen Regeln, denen wir in unserer Umschrift gefolgt sind, werden

im Folgenden beschrieben.


  1. In der Regel entspricht jeder Konsonant und jeder Vokal einem Zeichen gemäß der DMG-Umschrift:


    Konsonanten


    Ara- bisch

    DMG

    Beschreibung

    Laut- schrift

    ا

    ʾ

    in der Kehle gebildeter schwacher Explosionslaut, wie im deutschen vor jedem anlautenden Vokal gesprochen

    [ʔ]

    [ʔ̴]

    b

    Konsonant b

    [b]

    t

    Konsonant t

    [t]

    stimmloses englisches th

    [θ]

    ǧ

    stimmhaftes dsch

    [ʤ]

    scharfes, ganz hinten in der Kehle gesprochenes h

    [ħ]

    Anmerkungen des Herausgebers

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    raues ch wie in Bach

    [χ]

    d

    an den Zähnen gebildeter Konsonant d

    [d]

    stimmhaftes englisches th

    [ð]

    r

    stimmhaftes, gerolltes Zungespitzen-r

    [r]

    z

    stimmhaftes s

    [z]

    s

    stimmloses s

    [s]

    š

    stimmloses sch

    [ʃ]

    breites stimmloses s

    [sˁ]

    ein etwas dumpf klingendes stimmhaftes d

    [dˁ]

    dumpfes t ohne folgenden Hauchlaut

    [tˁ]

    dumpfes, stimmhaftes s

    [zˁ]

    ʿ

    ungewöhnlich gepresster, ganz weit hinten gebildeter a-haltiger Kehllaut

    [ʕ]

    ġ

    ein erweichter, dem Gaumen-r ählicher Buchstabe (wie das r in Rauch)

    [ɣ]

    f

    Konsonant f

    [f]

    q

    ein hinten am Gaumensegel gesprochenes k ohne

    folgenden Hauchlaut

    [q]

    ك

    k

    Konsonant k

    [k]

    L

    Konsonant l, außer in Allah

    [l]

    m

    Konsonant m

    [m]

    n

    Konsonant n

    [n]

    h

    kräftig artikulierter Konsonant h

    [h]

    و

    w

    Konsonant w

    [w]

    ~ [ʉ]

    ي

    y

    Konsonant j

    [j]


    Vokale


    Arabisch

    DMG

    Beschreibung

    Lautschrift

    َ

    a

    kurzer Vokal a

    [a]

    Die Grüne Bekanntmachung

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    ِ

    i

    kurzer Vokal i

    [i]

    ُ

    u

    kurzer Vokal u

    [u]

    ا

    ā

    langer Vokal a

    [aː]

    و

    ū

    langer Vokal u

    [uː]

    ي

    ī

    langer Vokal i

    [iː]


  2. Kurzvokale werden als a, i, u geschrieben, Langvokale als ā, ī, ū.


    Beispiele für Kurzvokale

    Beispiele für Langvokale

    مَلَق

    qalam

    باتَ ِک

    kitāb

    بتُ کُ

    kutub

    روْ ُن

    nūr

    نمِ

    min

    نْیدِ

    dīn


  3. Diphthonge werden als ai oder au geschrieben.


    Beispiele für Diphthonge

    لیْ َل

    lail

    موْ صَ

    aum


  4. Ein šadda verdoppelt den Konsonanten:


    Beispiel für Verdopplung

    جّ حَ

    ḥaǧǧ

    سرِّ دَ مُ

    mudarris


  5. Werden و und ی verdoppelt, werden sie als Konsonanten dargestellt:


    Beispiel für Verdopplung

    لوَّ َا

    awwal

    ۃوَّ بُ ُن

    nubuwwa

    Anmerkungen des Herausgebers

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    دیَّ جَ

    ǧayyad


  6. Die männliche Nisba-Endung wird stets mit umschrieben. Für die weibliche Nisba-Endung bevorzugen wir die Schreibweise mit -iyya (statt īya):


    Beispiel für Nisba-Endung

    یقِ رْ شَ

    šarqī

    ۃیَّ قِ رْ شَ

    šarqiyya


    Endet das Wort auf ein doppeltes yā (also mit tašdīd), ohne dass es sich dabei um eine Nisba-Endung handelt, wird das Wort mit -īy dargestellt.:


    Beispiel für Nisba-Endung

    یّ بِ َن

    nabīy


  7. Assimilation: Bei den sogenannten Sonnenbuchstaben (ت،ث،د،ذ،ر،ز، س، ش،ص،ض،ط،ظ،ن also entsprechend: t, ṯ, d, ḏ, r, z, s, š, ṣ, ḍ, ṭ, ẓ, n) wird der vorangehende Artikel durch Umwandlung des Buchstabens „l“ des Artikels im jeweiligen Anfangsbuchstaben des Wortes angepasst:


    Beispiel für Assimilation

    Alternative Schreibweise

    سمْ شّ لَا

    aš-šams

    al-šams

    ماَلسّ لَا

    as-salām

    al-salām


  8. Bei Genitivverbindungen wird wegen der lautgerechten Wiedergabe der Artikel des 2. Glieds angepasst:


    Beispiel für Genitivverbindung

    1. Glied

    2. Glied

    Wortverbindung

    Die Grüne Bekanntmachung

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    مّ ُا

    umm

    باتَ کِ ْلَا

    al-kitāb

    باتَ کِ ْلامُّ ُا

    ummu l-kitāb

    مَتاخَ

    ḫātam

    نْییِّ بِ نّ لَا

    an-nabiyyīn

    نْییِّ بِ نّ لامُ َتاخَ

    ḫātamu n-nabiyyīn


  9. Das ۃ (tā marbūṭa) wird in der einfachen Form meist als „a“ umschrieben. Bei Genitivverbindungen wird daraus „at“:


    Beispiel für tā marbūṭa

    ۃنَّ سُ

    sunna

    یبِ نّ لاۃُ نَّ سُ

    sunnatu n-nabīy

    ۃَحتاَف

    fātiḥa

    باتَ کِ ْلاۃُ َحتاَف

    fātiḥatu l-kitāb


  10. Endet ein Wort auf ا (alif) und ۃ (tā marbūṭa), geben wir es als āt

    wieder:


    Beispiele

    ۃالصَ

    ṣalāt

    ۃوکزَ

    zakāt


  11. Das hamza am Anfang eines Wortes wird nicht geschrieben: amr statt ʾamr (رما)


  12. Fallendungen werden bei Substantiven und Adjektiven in der Regel nicht dargestellt. Ausnahmen können sein, wenn der Inhalt explizit verdeutlicht werden soll. Bei adverbialem Gebrauch von Wörtern, Personalpronomen, Demonstrativpronomen, Präpositionen und Konjunktionen werden die Endungen bei der Umschrift in der Regel berücksichtigt.


    Beispiele

    تیْ َب

    ً ْ َ

    bait (statt baitun)

    اعبط

    ṭabʿan (adverbial, deswegen mit Endung umschrieben)

    Anmerkungen des Herausgebers

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    تَ ْنَا

    anta (Personalpronomen)

    ہِ ذِ ھٰ

    hāḏihi (Demonstrativpronomen)


  13. Solche Präpositionen, Konjunktionen und Partikel, die aus einem Buchstaben bestehen und mit dem folgenden Wort zusammengeschrieben werden, werden durch einen Bindestrich getrennt.


    Beispiele

    ہّللامِ سْ ِب

    bi-smillāh

    نآرْ قُ ْلاوَ

    ْ َ َ ف

    wa-l-qurʾān

    نم

    fa-man

    بُ تُ کْ یَ سَ

    sa-yaktubu


  14. Die Kürzung von langen Vokalen in der Aussprache (beispielsweise bei Wortverbindungen) wird von uns bei der Umschrift wegen besserer Lesbarkeit berücksichtigt:


    Beispiele

    ءامَ سّ لایٰلاِ

    ila s-samāʾ (statt ilā s-samāʾ)


  15. Folgende Wörter unterliegen entweder konventionsmäßig oder der Lesbarkeit halber nicht oder nur bedingt den DMG Umschriftregeln. Eigennamen werden in der Regel nicht transliteriert:


Unsere Konvention

DMG

Ahadith

aḥādīṯ

Ahmadiyya

aḥmadīya

Ali

ʿalī

Allah

Allāh

Dschihad

ǧihād

Die Grüne Bekanntmachung

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Fatwa

fatwā

Hadhrat

ḥaḍrat

Hadith

ḥadīṯ

Hadsch

ḥaǧǧ

Hafis

āfiz

Hidschra

hiǧra

Hudhur

ḥuḍūr

Imam

imām

Islam

islām

Jalsa Salana

ǧalsa salāna

Jamaat

ǧamāʿah

Kalif / Khalifa

ḫalīfa

Khutba

ḫuṭba

Kalifat / Khilafat

ḫilāfa

Khadija

ḫadīǧa

Khalifat-ul-Masih

ḫalīfatu l-masīḥ

Medina

madīna

Mekka

makka

Moschee

masǧid

Muhammad

muḥammad

Nikah

nikāḥ

Qur’an

qurʾān

Quraisch

quraiš

Ramadan

ramaḍān

Ruhani Khazain

rūḥānī ḫazāʾin

Scharia

šarīʿa

Sura

sūra

Usman

ʿuṯmān

Umar

ʿumar

Zakat

zakāt


Zum Autor


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Der Verheißene Messias und Mahdi des Islam, Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad von Qadianas (1835-1908)

Zum Autor

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Der Verheißene Messias und Mahdias, Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad, wurde 1835 in Qadian (Indien) geboren und widmete sein Leben dem Studium des Heiligen Koran, dem Gebet und der Hingabe zu Gott. Als er bemerkte, dass der Islam von allen Seiten mit haltlosen Vorwürfen angegriffen wurde und die Mus- lime nicht in der Lage waren, darauf zu reagieren, verteidigte er als Imam und Stimme der Zeit den Islam und stellte die unver- fälschten Lehren des Islam in ihrer Ursprünglichkeit wieder dar.


In seinem umfangreichen Gesamtwerk an Schriften, Vorlesun- gen, Reden und religiösen Diskursen etc., erörtert er, dass der Islam den einzigen lebendigen Glauben darstellt, durch dessen Befolgung der Mensch eine tiefgehende Beziehung zu seinem Schöpfer herstellen kann.


Er erklärt, dass Gott ihn gemäß der Prophezeiungen in der Bibel, im Heiligen Koran und in den Überlieferungen des Heiligen Pro- phetensaw des Islam (Ahadith) zum Messias und Mahdi ernannt hat. 1889 begann er, Mitglieder in seine Gemeinde, die Ahmadi- yya Muslim Jamaat, aufzunehmen, die mittlerweile in über 190 Ländern verbreitet ist und mehrere zehn Millionen Mitglieder umfasst. Er schrieb mehr als 80 Bücher in Urdu, Arabisch und Persisch.


Nach dem Tod des Verheißenen Messiasas im Jahre 1908 traten Kalifen seine Nachfolge an, um seine Aufgaben fortzuführen. Hadhrat Mirza Masroor Ahmad, Khalifatul Masih Vaba, ist das derzeitige Oberhaupt der Ahmadiyya Muslim Jamaat und der fünfte Nachfolger des Verheißenen Messiasas.

Die Grüne Bekanntmachung

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Hintergrund


In allen großen Religionen gibt es Prophezeiungen über das Er- scheinen eines großen Propheten und Reformers, der zu der Zeit erscheinen würde, wenn die Welt von Egoismus und Unglauben geprägt sein würde. So hat auch Jesusas seine Wiederkehr ange- kündigt und Zeichen für dieses Ereignis genannt.


Im Christentum wird dies Parusie (griech. Ankunft) genannt. Der Heilige Prophet Muhammadsaw hat ebenfalls eine Vielzahl von Prophezeiungen überliefert, in denen von der Wiederkunft Jesusas und dem Auftreten des Imam Mahdi die Rede ist.


Indes bestehen über die Art und Weise, wie diese Prophezei- ungen eintreten werden, bei Christen und Muslimen verschie- denartige Anschauungen. Orthodoxe Muslime glauben, Jesusas sei lebendig in den Himmel aufgefahren und befinde sich dort körperlich im Paradies an Gottes Seite, und eines Tages wird er herabsteigen und die Welt der Ungläubigen mit Waffengewalt besiegen.


Wiederkunft von Jesusas


Die Ahmadiyya Muslim Jamaat hingegen sagt, dass ein solches Denken der Weisheit Gottes widerspricht. Es ist unsinnig anzu- nehmen, Jesusas befinde sich mit seinem Körper aus Fleisch und Blut in einem Paradies über den Wolken, wo er täglich Nahrung zu sich nehmen muss und anderen Verrichtungen unterliegt,

Zum Autor

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denen ein Mensch aufgrund seiner körperlichen Beschaffenheit nachgehen muss.

Das Paradies, so ist aus den heiligen Schriften der Menschheit zu entnehmen, ist kein materieller Ort, sondern ein geistiger Zu- stand, in dem sich die Seele befindet. Gott ist kein Wesen aus Materie, sondern jenseits von Werden und Zerfall, wie es dem Körper eigen ist. Er ist auch nicht an einen materiellen Ort ge- bunden, so dass die „Himmelfahrt“ von Jesusas nicht bedeuten kann, dass er zu einem bestimmten Ort im Universum aufgestie- gen ist, vielmehr kann man sich Gott tatsächlich nur im spiritu- ellen Sinne nähern, denn nur Ehrfurcht und geistige Verhaltens- weisen, wie Hingabe, Demut und Liebe erreichen Ihn, nicht aber Materielles.


Wenn Jesusas aber nicht mit seinem Körper zu Gott ins Paradies aufgestiegen ist, wo ist er dann? Und wie wird seine Wieder- kunft aussehen, von der zahlreiche Prophezeiungen verschiede- ner Religionen sprechen?

Der Heilige Koran erklärt, dass Jesusas eines natürlichen Todes auf Erden gestorben ist. Nach Hadhrat Mirza Ghulam Ahmadas überlebte Jesusas die Kreuzigung in Bewusstlosigkeit und wan- derte dann zu den verlorenen Stämmen vom Hause Israel bis nach Kaschmir aus, wo er auch begraben liegt (4:158 und 23:51). Sein Grab im Khanyar-Viertel der Stadt Srinagar ist heute noch zu besichtigen. Zudem sagt Gott in weiteren 30 Versen des Hei- ligen Korans, dass Jesusas auf der Erde gestorben ist. Wie aber kann dann seine Wiederkunft stattfinden?


Hadhrat Mirza Ghulam Ahmadas im Verlag der Islam

Auswahl


Die Philosophie der Lehren des Islam


2012, gebunden, 272 Seiten

ISBN 978-3-932244-80-3


Was will der Islam eigentlich? Diese zentrale Frage wird in diesem Buch beantwortet. Der Autor erklärt, dass es im Islam darum geht, eine unzivi- lisierte, triebgebundene Stufe der menschlichen Existenz zu überwinden, um nach der Erlangung einer moralischen Lebensweise auf eine Stufe zu gelangen, auf der der Mensch das Ziel seiner eigentlichen Sehnsucht, den Sinn seines Lebens, erreicht: Nur in der Vereinigung mit seinem Schöpfer, in der lebendigen Beziehung zu ihm, nur in einer Existenz, wo Gott sich dem Menschen offenbart, wird der Mensch seinem Anspruch, Mensch zu sein, gerecht und erfährt den Frieden, den er implizit seit jeher sucht. Der Autor, der Verheißene Messias des Islam, erörtert, wie der Mensch seinen Schöpfer

erreichen kann, legt dar, auf welche Weise Gott sich dem Menschen offenbart und zeigt auf, wie man sich das Leben nach dem Tod vorzustellen hat. Seine Faszination entwickelt dieses Werk auch deshalb, weil sich hier weit weg von irrationalem Dogmatismus Glaube und Vernunft versöhnen.


Die Arche Noahs. Die Lehre des Verheißenen Messias zur Errettung des Menschen.


2011, DIN-A5, broschiert, 168 Seiten

ISBN 3-921458-79-7


Ende des 20.Jahrhunderts wird Indien von der schlimmsten Pesepidemie der letzten Jahrhunderte heimgesucht. Sechs Millionen Menschen raffen an den Folgen des Schwarzen Todes dahin. Nicht nur, dass der Verheiße- ne Messias der Endzeit, Hadhrat Mirza Ghulam Ahmadas, die bevorstehende Pest prophezeite, vielmehr noch entwarf er in dieser Schrift in Grundzügen seine Lehre, die ursprüngliche Lehre des Islam, durch deren Befolgung seine Zeitgenossen nachweislich vor der Pest gefeit waren und nachkommende Generationen vor endzeitlichen Kata- strophen beschützt sein würden. Er formuliert hier eine Errettung, eine moderne Arche Noahs.

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Der Vortrag von Ludhiana. Über die Wahrhaftigkeit des Verheißenen Messiasas


2012, gebunden, 112 Seiten

ISBN 978-3-932244-95-7


Die Geschichte der Menschheit ist auch die Geschichte von Propheten, die erschienen sind, um die Menschheit zu Gott zu führen. In Ansprachen leg- ten sie Beweise für ihre Anliegen vor, verkündeten Prophezeiungen, die in Erfüllung gegangen sind, und verwiesen auf Zeichen, die ihre Wahrhaftig- keit untermauern. Gegen oftmals heftige Opposition gewannen sie so die Herzen und Köpfe der Menschen, die dann in Scharen in ihre Gemeinden eintraten.

Bei vorliegendem Text handelt es sich um so einen Vortrag. Der Verheißene Messias des Islam, Hadhrat Mirza Ghulam Ahmadas, verteidigt im Jahre 1906 seinen Anspruch, der Reformer der Endzeit zu sein, der die Religion wiederbeleben wird, indem er auf die wahre Essenz des Glaubens, die Verbindung zwischen Mensch und Gott, aufmerksam macht. In diesem Vortrag legt er überzeugend Beweise für seine Wahrhaftigkeit vor. Es sind Argumente, die so wirkmächtig sind, dass sich bis zu seinem Tod 1908

300.000 Menschen seiner Gemeinde anschlossen - und bis zum heutigen Tag mehrere zehn Millionen.


Der Vortrag von Lahore. Über Gotteserkenntnis und Sünde im Islam im Vergleich zu Christentum und Hinduismus.


2011, DIN-A5, broschiert, 95 Seiten

ISBN 3-921458-77-3


Dieses Büchlein enthält eine 1904 gehaltene und unter dem Namen Lecture Lahore bekanntgewordene Rede des Verheißenen Messiasas und Mahdis des Islam. Scharfsinnig und tiefgründig erklärt der Verfasser, dass die Lehren des Islam im Gegensatz zu Christentum und Hinduis- mus einen vernünftigen und tatsächlichen Weg zur Befreiung von einer sündhaften, ja, sklavischen Existenz aufzeigen.

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Der Vortrag von Sialkot. Über die Endzeit, Jesu Tod und Prophezeiungen


2012, gebunden, 104 Seiten

ISBN 978-3-932244-96-4


Der Glaube an eine Endzeit, in der ein Messias oder Reformer die Mensch- heit erlöst, ist Bestandteil fast jeder Religion. Häufig sind diese Vorstellun- gen verknüpft mit abergläubischen Mythen, die in ihrer Irrationalität schwer ernst zu nehmen sind.

Der Autor dieser Rede bringt Licht in dieses Durcheinander. Der Messias der Endzeit hat zur Aufgabe, den Menschen zurück zu einer spirituellen Existenz zu verhelfen, ihn aus dem Joch des Materialismus zu befreien und zu einem Wesen zu machen, das einen lebendigen Kontakt zu Gott aufbaut. Wie jeder andere Prophet, hat auch der Prophet unserer Tage die Aufgabe, den Weg aufzuzeigen, der zu einer von Sünden befreiten, reinen Seele führt. Der Autor dieses Buches verteidigt hier auf überzeugende Weise seinen Anspruch, der Verheißene Messias der Endzeit zu sein. Er zeigt auf, welche Prophezeiungen hinsichtlich seiner Person in Erfüllung gegangen sind und beweist dadurch, dass Gottes ewigwährender Plan im Begriff ist in Erfül- lung zu gehen. In scharfen Konturen legt er Argumente für seine Wahrhaf- tigkeit dar, die gerade in dieser Zeit nicht ignoriert werden dürfen.


Jesus in Indien


2004, Dritte Auflage, DIN-A5, broschiert, 164 Seiten ISBN 3-921458-39-0


Das Buch zum Thema, auf das sich alle anderen berufen! Eine Darstel- lung von Jesusas Entrinnen vom Tode am Kreuze und seiner anschlie- ßenden Reise nach Indien gemäß seines eigentlichen Auftrags, sich der verlorengegangenen Schafe des Hauses Israel anzunehmen. Dem Begründer der Ahmadiyya Muslim Jamaat wurde von Gott offenbart,

dass Jesusas weder am Kreuz verstorben sei noch lebendig in den Himmel aufgefahren. Mit breiter Quellenforschung.